Hilfsprojekt für Christen der griechisch-katholischen Gemeinde Harasta im syrischen Damaskus

01.12.2015

Es sind Familien, die ihre Last nicht mehr tragen können - Viele sind aus ihrer Heimat geflohen oder mussten sie aus wirtschaftlichen Gründen unfreiwillig verlassen. Nicht wenige dieser Kriegsflüchtlinge stehen nun vor unserer Tür. Doch auch die Menschen, die geblieben sind, bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit. Der Verein "Christen helfen Christen" antwortet auf zahlreiche Hilferufe christlicher Familien aus dem Heiligen Land.

Schicksale von Christen im Heiligen Land

Kircheneingang in Darayya

Was den Verbliebenen nach fünf Jahren Krieg bleibt, ist ihr nacktes Leben und ihr Glaube an Gott. Sie sind umgeben von Gewalt, Hunger und Angst. Jeglicher normale Alltag ist verschwunden.


Sie schreiben: "Jeder Winkel atmet Terror und Gewalt." Sie hoffen auf ein Morgen in Frieden und sie brauchen unsere entschiedene Hilfe, unsere Zuwendung und unser Gebet.


Sie brauchen

  • Geld für Wasser
  • Lebensmittel
  • Medikamente.


Es ist gerade das Nötigste, das den Entführten ein Überleben ermöglicht. Weitere finanzielle Projekte und Hilfsmaßnahmen sind derzeit nicht möglich, da islamistisch-fundamentalistische Gruppierungen alles an sich nehmen würden.

 

 

Pater Abuna Mayas Abboud erzählt von bewegenden Schicksalen von Christen in Damaskus:


So wie die Geschichte von Elias, der seine Eltern verlor, oder von Juliet, die sich schwer verletzt zurück ins Leben kämpfte.


"Elias heißt der Junge aus meiner Pfarrei in Damaskus. Sein Vater ist gestorben und seine Mutter ist im Krieg in Damaskus umgekommen, als sie von der Arbeit heimging. Als Dank schickt er mir folgenden Text: 'Wie kann ich die vergessen, die mich alles gelehrt hat, die mir gezeigt hat, wie ich meinen Namen schreibe, die mich gelehrt hat zu lieben, die mich die Moral gelehrt hat, die mich dazu gebracht hat, das Heilige zu lieben. Jeden Tag ist meine Liebe größer geworden... Mama! Ich erinnere mich an unsere gemeinsamen Schritte, an unser gemeinsames Lachen, ich erinnere mich an den Schmerz, den wir zusammen erlebt haben.'"


Auch Juliets Schicksal bewegt: "Zwei Schreie waren es, nachdem eine Mauer auf Juliet gefallen war. Juliet, Ärztin und Apothekerin von Beruf, war gerade unterwegs zu ihrer Apotheke. Es war unglaublich! Sie hatte ihren Fuß verloren und lag mit vielen Verletzungen und gebrochenen Knochen schwer verletzt am Boden. In den ersten Momenten schrie sie:" O heiliger Papst Johannes Paul, bleibe du bei mir! Ich brauche dich, ich brauche deine Pflege!"

 
Lesen Sie hier alle Briefe aus Damaskus von Pater Abuna Mayas Abboud.

Unterstützen Sie hilfebedürftige Christen

Schulfest in Darayya

Der Advent ist immer auch eine Zeit der Hilfsbereitschaft und Unterstützung für die, die unsere Hilfe brauchen. Möchten Sie Christen wir Juliet oder Elias helfen?


Im Bereich Syrien erhalten die persönlich bekannten Priester vor Ort via Western Union die Zuwendungen. So können wir gewährleisten, dass Spenden tatsächlich an die Christen in den jeweiligen Pfarreien gelangen.

 

Spendenkontoverbindung:

 

Christen helfen Christen im Hl. Land. e.V.


LIGA-Bank Regensburg


IBAN: DE22 7509 0300 0001 1051 40


BIC: GENODEF1M05


Bitte geben Sie den Spendenzweck des Projekts "Hilfe für Harasta" an.


Hinterlassen Sie uns auf dem Überweisungsträger Ihre Anschrift und wir stellen Ihnen gerne eine Zuwendungsbestätigung für Ihr Finanzamt aus. Bis 200,- Euro gilt Ihr Überweisungsträger.

Der Verein: Selbstlose Förderung und Unterstützung der Christen im Hl. Land

Kirche in Darayya bei Damaskus und Kirchengemeinde vor ihrer Zerstörung

Der Verein fördert selbstlos Christen im Heiligen Land, genauer in Palästinensischen Autonomiegebieten, Jordanien, Syrien, Libanon, Osttürkei, Irak und Ägypten, um sie zum Bleiben zu ermutigen. Durch gemeinsames Gebet soll ein Netzwerk des Glaubens und der gegenseitigen Verbundenheit entstehen, das sich durch Toleranz auf allen Gebieten der Religion, Kultur und des Völkerverständigungsgedankens auszeichnet. Besonders gefördert werden pastorale, schulische und soziale Aktivitäten von Kirchen, Schulen und Krankenhäusern.


Erster Vorsitzender des Vereins ist Dr. Reinhold Then. Im Hauptberuf ist er Leiter der Bibelpastoralen Arbeitsstelle im Seelsorgeamt der Diözese Regensburg und der Diözesanstelle des Kath. Bibelwerks. Über drei Jahrzehnte bereist er biblische Länder und hat vielfältige Kontakte mit den Menschen und Einrichtungen des Hl. Landes geknüpft.


Vielleicht fragen Sie sich: warum unterstützt der Verein nur Christen und nicht auch Muslime oder Menschen anderer Religionen in dieser Region? Die Hilfe antwortet auf konkrete Hilferufe unsere Geschwister im Glauben, die in Bedrängnis sind. Auf Christus getauft, sind wir alle, so der Hl. Paulus, "einer" in Christus Jesus. Gerade einzelnen Gliedern in Not dürfen wir daher unsere Aufmerksamkeit nicht verschließen.


In seiner Enzyklika Evangelii Gaudium betont Papst Franziskus: "Wir sind berufen, in ihnen den leidenden Christus zu erkennen und ihm nahe zu sein, auch wenn uns das augenscheinlich keine greifbaren und unmittelbaren Vorteile bringt."


Dabei ist die materielle Stütze meist nicht das vorrangige Problem. Es geht vielmehr darum, ein Auge für ihre extrem schwierige Situation zu erhalten. Gemeinsam können wir helfen, die Hoffnungen dieser Menschen zu erfüllen.


Sie wollen das Engagement des Vereins noch näher kennenlernen?

Auf der Website des Vereins "Christen helfen Christen e.V." erfahren Sie mehr.