Marienstatue im Altar
Marienbildnis in der Wallfahrtskirche Maria Schnee Aufhausen

Johann Georg Seidenbusch

Johann Georg Seidenbusch (1641-1729) war 62 Jahre lang Pfarrer von Aufhausen im Bistum Regensburg. Die Wallfahrt "Maria Schnee" in Aufhausen geht auf ihn zurück. Gleichzeitig ist er auch der Gründer der ersten Oratorien des hl. Philipp Neri im deutschsprachigen Raum. 

Rund um die Person Seidenbusch fand kürzlich ein Gebetstag in Aufhausen statt: Viele Menschen bitten um die Eröffnung des Seligsprechungsprozesses für diesen besonderen Priester.

Leben und Wirken von Pfarrer Seidenbusch

Johann Georg Seidenbusch empfing 1666 in seiner Heimatstadt München das heilige Sakrament der Priesterweihe. Sein Lebenswerk war die Gründung und Begleitung des Oratorium in Aufhausen nahe Regensburg sowie den Aufbau der dortigen Wallfahrt. Bereits in seiner Kindheit entwickelte er seine Liebe zu Christus und zur Kirche. Seine Entscheidung, Priester zu werden, stand für ihn früh fest. Als junger Priester, ein Jahr nach seiner Weihe, zog es ihn nach Aufhausen. Dort wurde er zum Pfarrer ernannt.

Eine kleine vernachlässigte Marienstatue, die er als junger Mann aus einem Vorgängerbau der heutigen Bürgersaalkirche gerettet hatte, brachte er mit nach Aufhausen. Die Marienverehrung stand immer im Mittelpunkt seines Glaubens. In Aufhausen entwickelte er neben seiner tiefen Frömmigkeit und seesorglichem Geschick auch die Liebe zur Malerei und zur Musik. Der Wiener Kaiserhof förderte daher den Druck seines ersten Bandes mit geistlichen Gesängen.

1672 gründete er mit seinen Mitpriestern eine geistliche Lebensgemeinschaft. Daraus erwuchs unter seiner Leitung in Aufhausen ein Oratorium, das erste im deutschsprachigen Raum. Im Jahr 1701 entstand in Wien und 1707 auch in München ein Oratorium. 1672 wurde auch die erste Kirche konsekriert, die Seidenbusch für seine Marienfigur und seine Kongregation errichtete. Als er am 10. Dezember 1729 verstarb, hinterließ er eine lebendige Gemeinschaft nach dem Ideal des heiligen Philipp Neri und eine ebenso lebendige Wallfahrt. So kam es im Jahr 1736 zum Baubeginn der heutigen Wallfahrtskirche Maria Schnee, die 1751 geweiht wurde.

Weitere Informationen zu Johann Georg Seidenbusch erhalten Sie auf der Internetseite des Oratoriums in Aufhausen.

Pater Winfried Wermter über Johann Seidenbusch

Pater Winfried Wermter ist Leiter des Oratoriums des hl. Philipp Neri in Aufhausen. Im Interview spricht er über Leben, Wirken und Bedeutung von Pfarrer Johann Georg Seidenbusch.

 

Wo sehen Sie das geistliche Erbe von Johann Georg Seidenbusch?

 

Seidenbusch war ein besonderer Verehrer von der Gottesmutter Maria. Woher kommt seine tiefe Marienverehrung? 


Seidenbusch gründet das erste „Oratorium des hl. Philipp Neri“ in Aufhausen auf deutschem Boden. Wie kam es dazu?

 

Was zeichnet Ihre Gemeinschaft aus?

 

Seidenbusch gilt als hochbegabter musischer Mensch. Wie äußert sich das?

 

 

 

Wie ist das Verhältnis von Papst em. Benedikt XVI (in seiner Zeit als Professor in Regensburg) zu Seidenbusch? 


In welcher Weise kann Johann Georg Seidenbusch in der heutigen Zeit ein „Vorbild“ sein?