Bischof em. Dr. Hubert Bucher

Bischof em. Dr. Hubert Bucher

Von Afrika nach Bayern - Bischof Hubert Bucher ist in sein Heimatbistum zurückgekehrt: Seit 1958 lebte und arbeitete Bischof em. Dr. Hubert Bucher in Südafrika, seit 2017 ist er wieder im Bistum Regensburg ansässig. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über Bischof Bucher.

Zur Person

Bischof em. Dr. Hubert Bucher wurde am 21. Juni 1931 geboren. Er stammt aus der Pfarrei St. Wolfgang in Regensburg.
Von 1952 bis 1957 nahm er zur Vorbereitung auf den Priesterdienst im Klerikalseminar am Bismarckplatz zu Regensburg teil und das Studium an der dortigen Philosophisch-Theologischen Hochschule am Ägidienplatz wahr.
1957 empfing er die Priesterweihe, am 7. Juli im selben Jahr feierte der Neupriester in St. Wolfgang seine Primiz. Ein langer Kirchenzug holte ihn damals vom Elternhaus in der Bischof-von-Senestrey-Straße ab.
Als Kaplan war Bucher danach ein Jahr lang von 1957 bis 1958 in Teublitz in der Oberpfalz, bis zu seiner Beurlaubung durch Erzbischof Michael Buchberger für den Dienst als Missionar in Südafrika, tätig.

Bischof em. Dr. Hubert Bucher studierte Missiologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und Anthropologie an der University of Oxford im Zeitraum September 1968 bis September 1970.
Zunächst wirkte er in der Diözese Aliwal North, bevor er von 1972-1975 als Nationalkaplan der Chiro Jugendbewegung tätig war. Im Jahr 1972 erfolgte außerdem seine Promotion zum Doktor der Missiologie mit einer Arbeit über "Youth Work in South Africa: A Challenge for the Church".
Von 1975 bis 1976 tätigte Bischof Bucher seine Vorbereitung als designierter Direktor der Missionswissenschaftlichen Abteilung des Pastorialinstituts Lumko der südafrikanischen Bischofskonferenz mit einer Arbeit an der Oxford University, die 1980 unter dem Titel "Spirits & Power: An Analysis of Shona Cosmology" von der Oxford University Press veröffentlicht wurde.

Papst Paul VI. ernannte ihn 1976 überraschend zum Bischof der südafrikanischen Diözese Bethlehem in Südafrika.
Die Weihe zum Bischof empfing er im März 1977 durch Bischof Peter Fanyana John Butelezi (Diözese Umtata). Von 1977 bis 2009 wirkte er als Bischof in der Diözese Bethlehem.

Dabei engagierte er sich als ein großer Vorkämpfer gegen die Apartheid, wofür er sich bei der Regierung keineswegs beliebt machte, umso mehr jedoch beim Volk. Das zeigt auch die Stickerei auf seinem Messgewand: Dunkelhäutige und Weiße treten zusammen zu Christus hin. Sein Bischofsmotto ist dem Credo entnommen und lautet "Propter nos homines" - "Für uns Menschen". Für seine Verdienste erhielt er 2005 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.
Fast jedes Jahr kam er zurück in das Bistum Regensburg auf Heimaturlaub: 1999 konnte er so die Heilige Firmung spenden, 2001 feierte er hier seinen 70. Geburtstag, 2005 begleitete er eine Wallfahrt nach Passau, 2007 beging er hier sein Goldenes Priesterjubiläum, um nur einige Ereignisse in Deutschland zu benennen.
2008 hat Papst Benedikt XVI. sein Rücktrittsgesuch angenommen. Im April 2017 schließlich bezog Bischof em. Bucher seinen Ruhesitz in Schönhofen in der Pfarrei Eilsbrunn.

 

Im Jahr 2017 feiert Bischof em. Hubert Bucher gleich mehrere Jubiläen: Im Juni begeht er seinen 86. Geburtstag, vor 40 Jahren wurde er in Südafrika zum Bischof geweiht, vor 60 Jahren empfing er die Priesterweihe.

Bischöfliches Wappen und Wahlspruch

PROPTER NOS HOMINES - „Für uns Menschen“

 

Die Stickerei auf seinem Messgewand zeigt Dunkelhäutige und Weiße, die zusammen zu Christus hintreten. Der Wahlspruch von Bischof em. Hubert Bucher ist dem Credo entnommen und lautet „Propter nos homines“  – „Für uns Menschen“.