Bischof em. Manfred Müller predigt beim 40-jährigen Jubiläum
Bischof em. Manfred Müller beim 40-jährigen Jubiläum

Bischof em. Manfred Müller

Hier erfahren Sie Näheres zu Bischof em. Manfred Müller, der von 1982 bis 2002 Bischof von Regensburg war.
Bischof em. Manfred Müller ist am 20.05.2015 verstorben.

Leben und Laufbahn (bis 1972)

Der gebürtige Augsburger Manfred Müller (geboren 1926) besuchte in seiner Heimatstadt die Volksschule und das Gymnasium, bis er 1943 zunächst als Flak-Helfer, dann als Soldat eingezogen wurde. Im Westen geriet er in englische Gefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wurde. Danach studierte er am Herzoglichen Georgianum an der Universität München Theologie.

Das Wirken von Bischof Manfred Müller war seit seiner Priesterweihe im Jahr 1952 eng mit Fragen der Schule und des Religionsunterrichtes verknüpft. Auf die dreijährige Kaplanszeit in Starnberg folgten sieben Jahre als Lehrer an der Berufsschule in Augsburg, drei in der Oberrealschule in Lindenberg und sechs am Hans-Holbein-Gymnasium in Augsburg. Zuletzt war er Fachberater für Katholische Religionslehre in Südbayern.

Weihbischof in Augsburg (1972-1982) und Bischof von Regensburg (1982-2002)

Am 10. Januar 1972 wurde Manfred Müller zum Weihbischof in Augsburg und Titularbischof von Jubaltiana ernannt. Einer der Mitkonsekratoren bei der Weihe in Ausburg war der damalige Regensburger Bischof Dr. Rudolf Graber.

 

Auch als Weihbischof in Augsburg und später ab 1982 als Bischof von Regensburg blieb Manfred Müller Fragen der Schule und der Erziehung besonders verbunden. Auf Bayernebene war er in der Freisinger Bischofskonferenz Referent für Schulfragen und zuständig für die Genehmigung der im bayerischen Religionsunterricht verwendeten Bücher. Seit 1983 war er Vorsitzender des Verwaltungsrates des Katholischen Schulwerkes für Bayern.

 

Am 15. Januar 2002 hat Papst Johannes Paul II. das Rücktrittsgesuch von Bischof Manfred Müller anlässlich seines 75. Geburtstags angenommen.

Ämter und Aufgaben (1972-2002)

In der Deutschen Bischofskonferenz war Manfred Müller seit 1972 Mitglied und seit 1991 Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule.

 

In der Kommission für Fragen der Wissenschaft und Kultur, der er ebenfalls seit 1972 als Mitglied angehörte, wirkte er von 1982 bis 1991 als Vorsitzender.

 

Von 1981 bis 1986 gehörte er zu den Mitgliedern der Publizistischen Kommission und von 1978 bis 1987 leitete er die Jury zur Verleihung des katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises der Deutschen Bischofskonferenz.

 

International in Schulfragen engagiert war Bischof Manfred Müller von 1982 bis 1986 als Präsident des Rates der OIEC, eines Weltverbandes katholischer Schulen.


Engagement für Osteuropa (seit 1989)

Insbesondere seit dem Fall des "Eisernen Vorhanges" engagiert sich Bischof Manfred Müller für die Unterstützung der Nachbarbistümer Prag - und seit dessen Neugründung für das direkte Nachbarbistum Pilsen. So wurde in Pilsen das neu errichtete Katholische Gymnasium unterstützt und unmittelbar nach der Grenzöffnung im Prager Stadtteil Strasnice der Bau der ersten Kirche in der tschechischen Republik nach über 50 Jahren gefördert.

Bischofswappen

Bischofswappen von Bischof em. Manfred Müller

Das Brot im Wappen von Bischof em. Manfred Müller deutet über das Mehl auf den Familiennamen "Müller" hin. Die alten Mühlräder wurden vom Wasser getrieben, dessen Symbol der Fisch ist.

Brot und Fisch sind aber auch biblische Zeichen für die Speisungswunder des Herrn und für die heilige Speise der Eucharistie, in der wir Christus empfangen. Der Fisch ist das älteste Christussymbol. Er ist auch Attribut des heiligen Bischofs Ulrich, desses Grabeskirche in Augsburg die Heimatpfarrkirche Bischof em. Müllers ist. Dort hat der heilige Wolfgang, der Regensburger Bistumspatron, seinen bischöflichen Freund Ulrich der geweihten Erde übergeben.

Die Farben rot, grün und weiß sind die Farben der Stadt Augsburg, wo Bischof em. Müller seit 1972 Weihbischof war. Sie werden ergänzt im Obereck durch das Wappen des Hochstifts von Regensburg: auf rotem Grund diagonal ein silberner (im Druck weißer) Streifen. Das Kreuz über dem Wappen ist Zeichen des Bischofs.

Unter dem Wappen befindet sich der Wahlspruch von Bischof em. Müller: "Die Wahrheit in Liebe verkünden" (Eph 4,15).