Regensburger Domstiftung

Die Regensburger Domstiftung verdankt ihre Entstehung dem großzügigen Vermächtnis von Herrn Johann Wilhelm Kerchbaumer, einem Bürger des Landkreises Neumarkt i. d. Oberpfalz. Sie fördert nach ihrer Satzung Denkmalpflege, Kultur und Wissenschaft durch Maßnahmen, die der Erhaltung und Erforschung des Domes zu Regensburg als einem der bedeutendsten gotischen Baudenkmäler Süddeutschlands dienen. 

Aufgaben

 

Dr. Wilhelm Weidinger:

Die Regensburger Domstiftung

 

Schon der Regensburger Dom selbst ist eine großartige Stiftung der Regensburger Bürgerschaft, die sich diesen Bau zur Ehre Gottes und der eigenen Stadt bei Baubeginn um 1270 noch leisten konnte. Vor allem im 15. Jahrhundert musste dann aber die ganze Diözese zum Weiterbau beitragen.

 

Auch die Vollendung des Domes ab 1859 wurde von zahlreichen Stiftungen begleitet. Der Bischof, Domkapitulare, Generäle, Bierbrauer und Schiffsmeister stifteten Heiligenfiguren meist ihrer Namenspatrone.

 

Die heutige Regensburger Domstiftung verdankt ihre Ent­stehung dem großzügigen Vermächtnis von Herrn Johann Wilhelm Kerch­baumer, einem Bürger des Landkreises Neumarkt i.d. Oberpfalz. Mit dem Betrag von rund einer Million DM konnte im Jahr 2000 die Domstiftung Regensburg als öffentliche Stiftung des privaten Rechts errichtet werden. Sie fördert nach ihrer Satzung Denkmalpflege, Kultur und Wissen­schaft durch Maßnahmen, die der Erhaltung und Erforschung des Domes zu Regensburg als einem der bedeutendsten gotischen Baudenkmäler Süd­deutschlands die­nen. Die Stiftung ist selbstlos tätig. Ihre Organe, Stiftungsrat, Vorstand und Beirat arbeiten selbstverständlich völlig unentgeltlich.

 

Was konnte angesichts der geringen Zinseinnahmen in den vergangenen Jahren in den letzten Jahren getan werden?

 

Bauunterhalt und Denkmalpflege

 

Diese Pflichtaufgabe der Erhaltung des Doms will die Stiftung dem Freistaat Bayern, der mit seinem Staatlichen Bauamt Regensburg sowie der Staatlichen Dombauhütte vor­bildlich für den Dom sorgt, keineswegs abnehmen. So bestand die Leistung der Stiftung u. a. in der Vorfinanzierung der drängenden Restaurierung der besonders wertvollen spät­gotischen Ölberggruppe auf einem Rotmarmor-Epitaph von 1532 im Domgarten.

 

Dem Erlebnis des Domes zu Gute kam die Durchführung eines Colloquiums zum Thema „Licht im Dom - Dom im Licht“. Dieses Colloquium, bei dem sich die mitteleuropäischen Erfahrungen mit dem „Ins-Licht-Setzen“ von Großkirchen gebündelt haben, hat sehr wertvolle Erkenntnisse für das Konzept zur anschließenden Neugestaltung der Innenbeleuchtung des Domes gebracht. Die Ergebnisse haben wir in einem eigenen Band veröffentlicht.

 

Forschung

 

In den letzten Jahren standen zwei Forschungsvorhaben mit Unterstützung der Domstiftung im Vordergrund:

 

Computersimulation früherer Farbfassungen bedeutender gotischer Skulpturen des Domes.

 

An der Universität Bamberg werden seit 1990 die bis zu 4 Farbfassungen von etwa 50 Figu­ren, Baldachinaltären und Schlusssteinen des Domes dokumentiert. Eine Computersimulation liefert nach ständigen Weiterentwick­lungen jetzt eindrucksvolle Bilder in den verschiedenen Farbfassungen, die vor allem am Beispiel von 6 hervorragenden Skulpturen des Doms präsentiert werden und die methodisch weit über das konkrete Projekt hinausweisen. Die Stiftung beteiligt sich mit insgesamt fast 30.000 Euro an diesem Vorhaben. Die Ergebnisse werden noch 2016 in einem Band der Schriftenreihe der Domstiftung publiziert werden.

 

Am Institut für bayerische Geschichte der Universität Regensburg läuft seit längerem das For­schungsprojekt „Mittelalterliche und frühneuzeitliche Inschriften des Domes St. Peter“. Das Ergebnis des Projekts mit Abschluss um 1650 liegt in zwei Bänden vor. Die Dom­stiftung ist mit insgesamt fast 40.000 Euro an diesem besonders wichtigen For­schungsvorhaben in der     „inschriftenreichsten Stadt Deutschlands“ beteiligt.

 

Veröffentlichungen

 

Die Domstiftung gibt seit 2006 im Verlag Schnell & Steiner eine eigene Schriftenreihe heraus. Bisher sind folgende Bände erschienen:

Band 1 „ Die Regensburger Domtürme 1859-1869“ von Friedrich Fuchs, mit der Geschichte der Fertigstellung der Domtürme oberhalb des 3. Stockwerks und deren figürlicher Ausstattung.

Band 2 „Die Glasge­mälde des 19. Jahrhunderts im Dom zu Regensburg von Elgin Vaassen. Dieser Band be­handelt mit den Stiftungen König Ludwigs I. auch die Wiederbelebung der Glaskunst in den zwanziger und dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts.

Band 3 „ Die Erbauer des Doms“ von Peter Morsbach. Der Band behandelt die Geschichte der Dombaumeister­familie Roriczer-Engel.

Band 4 „ Die Westfassade des Regensburger Doms“ von Markus Huber. Die Westfassade ist über nahezu zwei Jahrhunderte gewachsen.  Der Band bietet dazu eine grundlegende Analyse und stilgeschichtliche Einordnung der Architekturformen.

Band 5 (geplant) „ Die farbige Kathedrale“ von Friedrich Fuchs und Achim Hubel. In dem Band werden 700 Jahre Farbigkeit im Regensburger Dom behandelt.

 

Gerade in der Zeit geringer Zinserträge ist die Regensburger Domstiftung für jede Unterstützung herzlich dankbar.

 

Die Bankverbindung lautet:

Sparkasse Regensburg
IBAN DE27 7505 0000 0008 0446 95
BIC BYLADEM1RGB

 

Ihre Spende bis 200 Euro ist auch ohne gesonderte Zuwendungsbestätigung gegen Vorlage des Bareinzahlungsbeleges oder der Buchungsbestätigung eines Kreditinstitutes steuerlich absetzbar. Bei Spenden über 200 Euro erhalten Sie unaufgefordert eine Zuwendungsbestätigung. Bitte lassen Sie uns dazu Ihre Adresse zukommen. 

 

 

 

Kontakt

Stiftungsvorstand

 

Dieter Schönberger, Leiter des Sachgebiets Hochbau an der Regierung der Oberpfalz (1. Vorstand)
Christian Brunner, Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Regensburg (2. Vorstand)

 

Stiftungsratsmitglieder

Dr. Wilhelm Weidinger, Regierungspräsident a. D. (Vorsitzender)
Dr. Wilhelm Gegenfurtner, Dompropst (Stellv. Vorsitzender)
Joachim Wolbergs, Oberbürgermeister der Stadt Regensburg
Hans Weber, Behördenleiter des Staatlichen Bauamtes Regensburg
Dr. Michael Schmidt, Gebietsreferent des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Dr. Karlheinz Götz, Götz Gebäudemanagement
Helmut Stuhlfelder, Hüttenmeister und Leiter der Staatlichen Dombauhütte Regensburg

 

Anschrift

Regensburger Domstiftung - Vorstand
Dieter Schönberger
Regierung der Oberpfalz
Emmeramsplatz 8
93047 Regensburg

Tel.: 0941/5680-406
Fax: 0941/5680-499

 

E-Mail: dieter.schoenberger@reg-opf.bayern.de

 

 

 

Beiratsmitglieder

 

Dr. Werner Schrüfer, Domvikar (Vorsitzender)
Ulrike Paulik, Sachgebietsleiterin im Staatlichen Bauamt Regensburg (Stellv. Vorsitzende)
Prof. Dr. Achim Hubel, Emeritus Institut für Archäologie, Bauforschung und Denkmalpflege, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Dr. Albrecht Weiland, Verlag Schnell & Steiner
Joachim Merk, Abteilungsdirektor a. D.
Matthias Baumüller, Stellv. Leiter der Staatlichen Dombauhütte Regensburg

Anschrift


Regensburger Domstiftung - Beirat
Domvikar Dr. Werner Schrüfer
Obermünsterplatz 7
93047 Regensburg


Tel.: 0941/597-1627
Fax: 0941/597-1610

E-Mail: werner.schruefer@bistum-regensburg.de

 

 

Geförderte Projekte/Verkauf

Der lachende Engel im Regensburger Dom St. Peter - Engelskopfedition des Verkündigungsengels

 

Die lebensgroßen Skulpturen der Verkündigungsgruppe mit dem Erzengel Gabriel und der Jungfrau Maria im Regensburger Dom wurden um 1280/85 vom sogenannten Erminoldmeister geschaffen. Sie sind die ältesten und bedeutendsten Steinbildwerke des Domes.

 

In jüngerer Vergangenheit avancierte die Engelsfigur als der Lachende Engel von Regensburg zu einem Wahrzeichen dieser Stadt.

 

Im Schulterschluss der Staatlichen Dombauhütte Regensburg und der Regensburger Domstiftung entstand die Idee, für Regensburg-Besucher und für Liebhaber des Domes einen Abguss des Engelskopfes in verkleinerter Form als exquisite Edition mit begrenzter Auflage zum Preis von 149,80 € anzubieten. Die Engelskopfedition ist im Infozentrum DOMPLATZ 5 zu bekommen. Der Erlös kommt der Regensburger Domstiftung zugute.

Tebaldini, Palestrina und die Regensburger Kirchenmusik 1888, Benefizveranstaltung in St. Ulrich am 14. Mai 2015