Fachstelle Männerseelsorge im Bischöflichen Seelsorgeamt Regensburg

Angebote für Männer in der Diözese Regensburg

Männerseelsorge und Männerarbeit in der Diözese Regensburg sind Bestandteil des umfassenden Heilsdienstes der Kirche. Dieses Heil, das sich in Jesus Christus geschichtlich ereignet hat, ist allen Menschen verheißen. Die Kirche ist in Christus Zeichen und Werkzeug der heilenden und befreienden Gemeinschaft aller Menschen mit Gott und untereinander.

Wir sind für Sie da in der Männerseelsorge.

Kontakt & Ansprechpartner

Bischöfliches Seelsorgeamt - Fachstelle Männerseelsorge
Obermünsterplatz 7
93047 Regensburg


Tel.: +49 941 597-1616
Fax: +49 941 597-1610
E-Mail: maennerseelsorge@bistum-regensburg.de

Leitung

Msgr. Harald Scharf, Domvikar
Diözesanmännerseelsorger
Leiter der Erwachsenenpastoral


E-Mail: harald.scharf@bistum-regensburg.de

Diakon Walter Bachhuber
Leiter der Fachstelle Männerseelsorge

E-Mail: walter.bachhuber@bistum-regensburg.de

weitere Informationen

Ziele und Leitlinien


Die katholische Männerseelsorge und Männerarbeit setzt biographisch an den Lebenssituationen und Lebensvollzügen der Männer an, trägt ihre Freude und Hoffnung, Trauer und Angst mit (vgl. GS 1*) und ermutigt sie, ihr Mannsein zu entfalten. Die Kirche bestärkt daher Männer in der Suche nach ihrer Eigenheit und Besonderheit. Sie sagt ihnen, dass mehr in ihnen steckt, als sie in der gegenwärtigen Situation aus sich machen, und dass ihnen durch Christus ein reicheres Leben verheißen ist, als sie je aus eigener Kraft gestalten können.  Weil die Kirche zu allen Menschen gesandt ist, sucht sie dabei auch das Gespräch mit jenen Männern, die sich von der Kirche entfernt haben und sich selbst als nichtgläubig verstehen.


* GS ist die Abkürzung für "Die pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute - Gaudium et spes"


Aufgaben und Handlungsfelder


1. Männer bei Ihrer Suche nach einem gelingenden Leben unterstützen


Männerpastoral unterstützt alle Männer, sowohl diejenigen, die den Schwerpunkt ihres Engagements in Beruf und Arbeit erleben, als auch diejenigen, die den nichtökonomischen Lebensbereichen größeres Gewicht geben möchten, z. B.: Bemühungen um die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, Beziehungsarbeit in Partnerschaft und Ehe, Erziehung, Freizeitgestaltung, Muße und vieles andere.


2. Männer zu einem partnerschaftlichen Lebensstil befähigen


Männerpastoral setzt sich für die partnerschaftliche und solidarische Beziehung zwischen Männern und Frauen ein. Die höchste Gestalt dieser Beziehung ist die in der Schöpfungsordnung grundgelegte Ehe. Wichtig sind auch die innerfamiliären Beziehungen – vor allem die Beziehungen der Väter zu ihren Kindern. Schließlich gilt aber die partnerschaftliche Gestaltung der Geschlechterbeziehung auch für das Arbeitsleben und den Raum der Öffentlichkeit.


3. Sich um alleinlebend und/oder alleinerziehende Männer sorgen


Die Kirche weiß auch um die Herausforderungen zur Wegbegleitung für Männer, die als Single leben, genauso wie für Männer, deren Ehepartner gestorben oder deren Ehe zerbrochen ist.


Sie will sich auch der Männer annehmen, die in einer nicht kirchlich anerkannten Ehe leben. Ganz besonders gilt ihre Sorge den alleinerziehenden Vätern.


4. Bei der Veränderung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen mitwirken


Ein wesentliches Merkmal der Männerpastoral besteht darin, katholische Männer dazu zu ermutigen, sich ihrer Sendung in die Welt zu vergewissern und ihren Weltauftrag wahrzunehmen. Dazu zählt auch das Mitwirken in politischen Parteien, Sozialpartnerschaft sowie in kirchlichen und außerkirchlichen Verbänden und Initiativen. Damit stellt sich die Männerpastoral bewusst in ihre eigene Tradition. Ermutigung und Vorbild sind ihr dafür vor allem jene Glaubenszeugen ihrer eigenen Geschichte, die den Glauben und das daraus erwachsende gesellschaftliche Engagement bis zum Martyrium bezeugt haben.


5. Mit Männern eine zeitgemäße männliche Spiritualität leben


Männerpastoral nimmt die Sehnsucht vieler Männer nach spiritueller Heimat ernst und lädt sie ein, die Kirche als einen Ort persönlicher Gottesbegegnung zu entdecken. Sie hat daher das Ziel, Männern religiöse Praxis zu ermöglichen und sie zu befähigen, ihre religiöse Sprachlosigkeit zu überwinden. Männerpastoral führt in eine Beziehung zu Gott ein, der sich in Leben, Tod und Auferstehung Jesu als allmächtige Liebe geoffenbart hat. Sie erinnert die Männer angesichts der Grenzen menschlicher Möglichkeiten und angesichts des Scheiterns an die Verheißung eines Lebens in Fülle, d.h. auch einer Erfüllung allen Suchens und allen Bemühens um Annahme und Gestaltung des eigenen Mannseins.


6. Männer in Krisen- und Umbruchsituationen begleiten


Männerpastoral ermöglicht durch eine entsprechende Gesprächs- und Begegnungskultur, dass Männer sich mit Umbruchsituationen und Krisenerfahrungen ihres Lebens auseinander setzen können. Die Kirche ist ihnen dadurch solidarische Wegbegleiterin, dass Männer aus dem Geist und der Nachfolge Christi sich gegenseitig beistehen und zusammenschließen. Solche Solidarität und Selbsthilfe der Männer fördert die Kirche und sie erkennt in ihnen zugleich einen Weg zur lebendigen Gemeinschaft.

 

Seit langem ist Pater Rupert Mayer SJ (* 23. Januar 1876 in Stuttgart   / + 1. November 1945 in München / 3. Mai 1987: Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II im Olympiastadion in München) Patron der Männerseelsorge (www.mmkbuergersaal.de).