Nachbildung der Stadt Regensburg um 1700 aus Metall
Regensburg um 1700

Geschichte des Bistums Regensburg

Wie und wann ist das Bistum Regensburg entstanden? Welche Auswirkungen hatte die Säkularisation auf die Diözese? Welche Persönlichkeiten haben seit der Gründung hier gewirkt? Rund 1300 Jahre gibt es das Bistum jetzt. Hier erfahren Sie mehr über die Vorgeschichte und die Geschichte des Bistums Regensburg.

Altertum

Inschrift auf Grabstein aus dem Jahr 400 n. Chr.

400


Das älteste Zeugnis christlichen Glaubens im Bistum Regensburg ist ein Grabstein, der um das Jahr 400 zum Gedenken an eine gewisse Sarmannina errichtet worden ist. Römische Soldaten und Zivilisten hatten das Christentum über die Alpen nach Norden gebracht.

Mittelalter

6. Jh.

Um die Mitte des 6. Jahrhunderts entwickelte sich ein bayerisches Stammesherzogtum unter der Führung der Agilolfinger, dessen Volk und Herrscher sich bereits zum Christentum bekannten. Es war ein frühes Anliegen der Agilolfingerherzöge, ihrem Land eine festgefügte Kirchenorganisation zu geben.

7. Jh.

Die Bischöfe Emmeram und Erhard, vorübergehend auch Bischof Rupert, wirkten Mitte des 7. Jahrhunderts in Regensburg.

739

Im Jahr 739 erhob der heilige Bonifatius Regensburg rechtlich zu einem Bistum. Der erste Oberhirte, Abtbischof Gaubald, wurde von ihm geweiht.

Hl. Wolfgang mit Bischofsstab und Kirche

972-994

war Wolfgang Bischof von Regensburg. Unter ihm wurde die Abtswürde von St. Emmeram und Bischofswürde von Regensburg getrennt. Er gab seine Zustimmung zur Errichtung des selbständigen Bistums Prag.

1052

Mit der Erhebung der Gebeine Wolfgangs und Erhards durch Papst Leo IX. wurden beide offiziell heiliggesprochen.

 

 


12. Jh.

Eine Blütezeit mit vielen Klostergründungen erlebte das Bistum im 12. Jahrhundert.

1260 -1262

Der große Kirchenlehrer Albertus Magnus war von 1260 bis 1262 Bischof von Regensburg.

Neuzeit

16./17. Jh.

Die Zeit der Glaubenskämpfe und der Glaubensspaltung war für die Regensburger Kirche besonders schmerzlich. Mehrmals musste das Volk in der Oberpfalz die Konfession wechseln.

1803

Der Sturm der Säkularisation traf zunächst das Bistum ohne Hochstift und Stadt Regensburg. Bis 1810 regierte der letzte Kurfürst und Erzbischof von Mainz, Karl Theodor von Dalberg, als weltlicher und geistlicher Herr das neugegründete Fürstentum Regensburg und das um den Aschaffenburger Diözesanteil erweiterte Bistum.


1810 fiel Dalbergs Fürstentum an Bayern. Die noch bestehenden Stifte und Klöster wurden säkularisiert. 1810 fielen Hochstift und Stadt Regensburg an Bayern und erlitten ebenfalls die Säkularisation. Das Bayerische Konkordat von 1817 ordnete die Diözesanverhältnisse neu und ließ das kirchliche Leben wieder erstarken.

Bischof Johann Michael Sailer und Weihbischof Georg Michael Wittmann

um 1830

Zwei starke Persönlichkeiten hatte das Bistum in dieser spannungsreichen Zeit: Bischof Johann Michael Sailer (1829-1832) und Weihbischof Georg Michael Wittmann (gestorben 1833).

1858-1906

In die Amtszeit von Bischof lgnatius von Senestrey (1858-1906) fiel das 1. Vatikanische Konzil.

20. Jahrhundert

1928-1961

Erzbischof Dr. Michael Buchberger führte die Regensburger Kirche während der NS-Herrschaft, des Zweiten Weltkrieges und der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg.
 
1962-1982

Während dieser 20 Jahre leitete Bischof Dr. Rudolf Graber die Diözese. In seine Amtszeit fällt das große Ereignis des II. Vatikanischen Konzils.

Bischof Manfred Müller

1982-2002

führte Bischof Manfred Müller das Bistum des heiligen Wolfgang.
Herausragende Ereignisse sind das Diözesanforum mit zwei Plenarsitzungen 1994 und 1995 sowie die Feiern zum 1250. Bistumsjubiläum 1989. Ebenfalls in seine Amtszeit fiel das Wolfgangsjubiläum 1994 anlässlich des 1000. Todestages des hl. Wolfgang und die Eröffnung der Diözesanfeiern 2002.

21. Jahrhundert

2002-2012

Von 24.11.2002 bis 2. Juli 2012 war Dr. Gerhard Ludwig Müller Bischof von Regensburg.

2013 ad multos annos

Seit 26.01.2013 ist Dr. Rudolf Voderholzer Bischof von Regensburg.