Bischof em. Manfred Müller
Der gebürtige Augsburger Manfred Müller besuchte in seiner Heimatstadt die Volksschule und das Gymnasium, bis er 1943 zunächst als Flak-Helfer, dann als Soldat eingezogen wurde. Im Westen geriet er in englische Gefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wurde. Danach studierte er am Herzoglichen Georgianum an der Universität München Theologie. Das Wirken von Bischof Manfred Müller war seit seiner Priesterweihe im Jahr 1952 eng mit Fragen der Schule und des Religionsunterrichtes verknüpft. Auf die dreijährige Kaplanszeit in Starnberg folgten sieben Jahre als Lehrer an der Berufsschule in Augsburg, drei in der Oberrealschule in Lindenberg und sechs am Hans-Holbein-Gymnasium in Augsburg. Zuletzt war er Fachberater für Katholische Religionslehre in Südbayern. |
Am 10. Januar 1972 wurde Manfred Müller zum Weihbischof in Augsburg und Titularbischof von Jubaltiana ernannt. Einer der Mitkonsekratoren bei der Weihe in Ausburg war der damalige Regensburger Bischof Dr. Rudolf Graber. Auch als Weihbischof in Augsburg und später ab 1982 als Bischof von Regensburg blieb Manfred Müller Fragen der Schule und der Erziehung besonders verbunden. Auf Bayernebene war er in der Freisinger Bischofskonferenz Referent für Schulfragen und zuständig für die Genehmigung der im bayerischen Religionsunterricht verwendeten Bücher. Seit 1983 war er Vorsitzender des Verwaltungsrates des Katholischen Schulwerkes für Bayern.
In der Deutschen Bischofskonferenz war Manfred Müller seit 1972 Mitglied und seit 1991 Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule. In der Kommission für Fragen der Wissenschaft und Kultur, der er ebenfalls seit 1972 als Mitglied angehört, wirkte er von 1982 bis 1991 als Vorsitzender. Von 1981 bis 1986 gehörte er zu den Mitgliedern der Publizistischen Kommission und von 1978 bis 1987 leitete er die Jury zur Verleihung des katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises der Deutschen Bischofskonferenz. International in Schulfragen engagiert war Bischof Manfred Müller von 1982 bis 1986 als Präsident des Rates der OIEC, eines Weltverbandes katholischer Schulen.
Insbesondere seit dem Fall des "Eisernen Vorhanges" engagiert sich Bischof Manfred Müller für die Unterstützung der Nachbarbistümer Prag - und seit dessen Neugründung für das direkte Nachbarbistum Pilsen. So wurde in Pilsen das neu errichtete Katholische Gymnasium unterstützt und unmittelbar nach der Grenzöffnung im Prager Stadtteil Strasnice der Bau der ersten Kirche in der tschechischen Republik nach über 50 Jahren gefördert.
Am 15. Januar 2002 hat Papst Johannes Paul II. das Rücktrittsgesuch von Bischof Manfred Müller anlässlich seines 75. Geburtstags angenommen. |
Bischof em. Manfred Müller
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