Weihbischof em. Vinzenz Guggenberger

Weihbischof Vinzenz Guggenberger wurde am 21. März 1929 in Osterham, Landkreis Straubing-Bogenberg geboren. 1953 wurde er von Erzbischof Dr. Michael Buchberger zum Priester geweiht. Es folgten Jahre als Kaplan in Bodenmais, Wunsiedel und in der Regensburger Dompfarrei. 1965 ernannte ihn Bischof Dr. Rudolf Graber zum Geistlichen Beirat des Frauenbundes und zum Diözesanpilgerleiter. 1971 folgte die Ernennung zum Dompfarrer. Ein Jahr später berief ihn Bischof Dr. Rudolf Graber in das Regensburger Domkapitel.

Papst Paul VI. ernannte Vinzenz Guggenberger am 24. Mai 1972 zum Titularbischof von Abrizi und Weihbischof in Regensburg. Am 24. Juni 1972 empfing er die Bischofsweihe im Regensburger Dom. Hauptkonsekrator war Bischof Dr. Rudolf Graber.

1984 wählte das Regensburger Domkapitel Weihbischof Guggenberger zum Dompropst. Bis 1996 war er zugleich Bischöflicher Beauftragter für die wirtschaftlichen Angelegenheiten der Diözese und als Bischofsvikar für die Orden und die überdiözesanen Hilfswerke sowie mit den Kontakten zur Kirche in der Tschechischen Republik betraut. An seinem 75. Geburtstag hat Papst Johannes Paul II. sein Rücktrittsgesuch angenommen und er wurde als Weihbischof emeritiert.

Als Wahlspruch hat sich Weihbischof Guggenberger einen Satz aus dem Tagesevangelium seines Weihetages, dem Fest des hl. Johannes des Täufers am 24. Juni ausgewählt: Parare Domino plebem perfectam - dem Herrn ein wohlbereitetes Volk schaffen (Lk 1, 17). Sein bischöfliches Wappen teilt sich in vier Bereiche: Der Turm auf dem Berg ist Symbol der Wachsamkeit und der Festigkeit, abgeleitet aus dem Familiennamen "Guggenberger". Der Sämann in Blau weist hin auf die bäuerliche Abstammung und auf das Gleichnis im Evangelium. Ein silberfarbener Schrägbalken auf rotem Grund stellt das Wappen der Diözese dar als Amtsbereich des Weihbischofs. Die goldenen Attribute des hl. Erhard (Buch mit Augen und Bischofsstab) bringen zum Ausdruck, dass Weihbischof Guggenberger mehrere Jahre an der Grabeskirche des zweiten Diözesanpatrons, an der Dompfarrkirche Niedermünster, als Seelsorger tätig war.

Webseite zum 75. Geburtstag von Weihbischof em. Guggenberger

Sekretariat von Weihbischof Guggenberger

Niedermünstergasse 1
93047 Regensburg
Telefon: 
0941/597-1070
Fax: 
0941/597-1035
Website: 
http://www.bistum-regensburg.de

Ansprechpartner/-in:
Petra Hirschfelder (Sekretariat)




Weihbischof em. Karl Flügel +

Karl Flügel wurde 1915 in Amberg geboren und 1949 durch Erzbischof Dr. Michael Buchberger im Regensburger Dom zum Priestergeweiht. Es folgten Kaplansjahre im oberfränkischen Selb und im niederbayerischen Massing. Nach dem Studium des Kirchenrechts in München wurde er 1957 zum Domvikar, 1961 zum Vizeoffizial und 1963 zum Domkapitular und Offizial ernannt.

Am 5. September 1968 ernannte Papst Paul VI. Karl Flügel zum Titularbischof von Altiburo und Weihbischof in Regensburg. Am 7. Oktober wurde er durch Bischof Dr. Rudolf Graber zum Bischof geweiht und kurz darauf zum Bischofsvikar für die caritativen Werke in der Diözese ernannt. 1971 wählte ihn das Regensburger Domkapitel zum Domprobst. Nach 16 Jahren als Weihbischof wurde Karl Flügel aus gesundheitlichen Gründen 1984 emeritiert und lebt seit dieser Zeit in Roßbach in der Gemeinde Wald.

Während seiner Zeit als Weihbischof engagierte er sich vor allem im Bereich der Ökumene. So gehört er zu den Mitbegründern der Ökumene-Kommission und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Bayern. Bei der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland wirkt er als Sprecher zum Thema "Kirchliche Verwaltungsgerichtsordnung". Im vatikanischen Einheitssekretariat wurde er Mitglied in der Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum. Der Wahlspruch von Weihbischof em. Karl Flügel lautet: Collaborare evangelio - Hilf mittragen an der Verkündigung der Frohbotschaft.

Seit seiner Emeritierung hat er sich vor allem um die Wallfahrtsseelsorge angenommen. Seit Jahrzehnten begleitet er als "Pilgerbischof" die Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting.

Das vielfältige Engagement von Weihbischof em. Flügel wurde mit zahlreichen Auszeichnungen anerkannt. So ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, Inhaber des Bayerischen Verdienstordens, der Silbernen Bürgermedaille der Stadt Regensburg, des Ehrenzeichens des Deutschen Caritasverbands in Gold und der Verdienstplakette in Silber des Malteser-Hilfsdienstes. Die für ihn wohl wichtigste Auszeichnung ist die Ehrung durch „seine“ über 8000 Pilger vor Jahren. Sie überreichten ihm den Ehrenpilgerstab in Dankbarkeit für sein Wirken um die Regensburger Fusswallfahrt.

Am Dienstag, 1. Juni 2004, ist „Pilgerbischof“ Weihbischof em. Karl Flügel im Alter von 88 Jahren in Mallersdorf verstorben. Noch im Oktober 2003 hatte der gebürtige Amberger im Dom das seltene 35-jährige Bischofsjubiläum feiern können. Als „Pilgerbischof“ habe Karl Flügel unzähligen Menschen durch seine engagierte geistliche Begleitung von weit über 40 Diözesan-Fußwallfahrten nach Altötting und ungezählten anderen Wallfahrten den Kern des Christseins erfahren lassen, würdigt Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller das Wirken des Verstorbenen bis ins hohe Alter hinein.


Pressebericht zum Pontifikalamt im Dom für den verstorbenen Weihbischof em. Karl Flügel zum Seitenanfang
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