Therese Neumann (1898 - 1962) "Resl von Konnersreuth"
 Therese Neumann wurde am Karfreitag, den 8. April 1898 in Konnersreuth geboren. Sie war das älteste von zehn Kindern ihrer gottesfürchtigen Eltern. Bis zum 20. Lebensjahr diente sie als Magd. Ihr Sehnen war, Krankenschwester in den afrikanischen Missionen zu werden. Beim Löschen eines Brandes verunglückte sie 1918 und wurde blind und lahm. Sie nahm ihre Zuflucht zur "Leidensblume von Lisieux", der späteren hl. Theresia vom Kinde Jesu. An deren Seligsprechungstag, dem 29. April 1923, wurde sie von der Blindheit geheilt. Am Tage der Heiligsprechung, dem 17. Mai 1925, wurde die Lähmung von ihr genommen. Bald aber schon kam neues, unsagbares Leid über sie, das sie im Geist der Sühne geduldig zu tragen bereit war. Seit 1926 waren an ihr die Wundmale Christi sichtbar. Die Liebe zum Gekreuzigten war Thereses Trost, mystische Begnadigungen – die im Laufe des Verfahrens auf ihre Wahrhaftigkeit hin eingehend zu prüfen sind –ihre Auszeichnung, so vor allem die betrachtende Schau der Leidensgeheimnisse Christi. Nach ihren eigenen Aussagen lebte Therese mehr als 30 Jahre von der heiligen Eucharistie. Bei aller Tiefe des innerlichen Lebens vergaß sie nicht die tatkräftige Ausübung der Gottes- und Nächstenliebe. Unermüdlich war sie in der Betreuung der heimatlichen Pfarrkirche, grenzenlos ihre Sorge für die Kranken. Groß und Klein aus aller Welt, Verantwortliche aus Kirche und Staat empfahlen sich ihrem Gebet. |
Nach Worten des verstorbenen Diözesanbischofs Michael Buchberger fanden in Konnersreuth viele Leidende Erhörung oder Trost, und manche haben ihren Glauben wiedergefunden oder sind in ihrem Glauben gestärkt worden. Aus der Sorge um Priester- und Ordensberufe war sie wesentlich beteiligt an der Gründung des Spätberufenenseminars Fockenfeld und schaffte die Voraussetzungen für ein Anbetungskloster in ihrer Heimatpfarrei. Am 15. September, dem Feste der Sieben Schmerzen Mariens, erlitt sie einen Herzinfarkt und starb am 18. September 1962. Seit ihrem Tod waren über 40.000 Bittgesuche aus aller Welt für ihre Seligsprechung eingegangen.
Am 13. Februar 2005 hat der Bischof von Regensburg Dr. Gerhard Ludwig Müller im Rahmen eines Pontifikalamtes die Eröffnung des Seligsprechungsprozesses bekannt gegeben. Damit verkündete er als zuständiger Diözesanbischof die entsprechende Mitteilung der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse des Heiligen Stuhls, dass der Eröffnung des Verfahrens "nichts im Wege stehe" (nihil obstat).
Gebet um Seligsprechung der Dienerin Gottes Therese Neumann
Jesus, du Krone aller Heiligkeit! Du erweckst in deiner Kirche immer neue Heilige. Wir bitten dich, lass deine Dienerin Therese Neumann, wenn es deinem heiligen Willen entspricht, zur Ehre der Altäre erhoben werden. Erfülle uns auf ihre Fürsprache mit tiefer Ehrfurcht vor deiner eucharistischen Gegenwart und gib uns Verständnis, dass wir durch Kreuz und Leid in unserem Leben teilnehmen dürfen an deinem Erlösungswerk. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.
(Mit kirchlicher Druckerlaubnis.)
Bilder vom Pontifikalamt mit Bischof Gerhard Ludwig am 13. Februar 2005 anlässlich der Eröffnung des Seligsprechungs-Verfahrens von Theresie Neumann in Konnersreuth

|
|

|
am Grab von Theresie Neumann |
|

|
Bischof Gerhard Ludwig erläutete den Journalisten die Eröffnung des Seligsprechungs-Verfahrens im Rahmen einer Pressekonferenz |
|
|  |

|
|

|
am Grab von Theresie Neumann |
|

|
Pressekonferenz |
|
|
zum Seitenanfang
Predigt von Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller zur Eröffnung des Seligsprechungsprozesses der Therese Neumann
Lebenslauf von Therese Neumann in verschiedenen Sprachen
Alle laufenden Verfahren
Literatur und Andachtsgegenstände zum Bestellen:
Zum Bestellformular