Der selige Eustachius Kugler (1867-1946)






Pressetext: Erzbischof Angelo Amato spricht Frater Eustachius Kugler selig – 7.500 Gläubige feiern im und um den Regensburger Dom




Grußwort von Erzbischof Angelo Amato zur Seligsprechung von Fr. Eustachius Kugler



Grußwort von Bischof Gerhard Ludwig Müller zur Seligsprechung von Fr. Eustachius Kugler



Predigt von Bischof Gerhard Ludwig Müller zur Seligsprechung von Fr. Eustachius Kugler



Dankesschreiben anlässlich der Seligsprechung



Gemeindeheft zur Seligsprechung im Regensburger Dom



Ein Zeuge der barmherzigen Liebe Jesu Christi


Papst gibt Weg zur Seligsprechung des Barmherzigen Bruders Eustachius Kugler frei

Presseerklärung der Barmherzigen Brüder in Bayern

Rom/München Große Freude bei den Barmherzigen Brüdern in Bayern: Papst Benedikt XVI. hat am Samstag (17. Januar) die Anerkennung des Wunders „ratifiziert“, das auf die Fürsprache des Barmherzigen Bruders Eustachius Kugler (1867 – 1946) zurückgeführt wird. Der Heilige Vater hat die Kongregation für Heilig- und Seligsprechungsverfahren beauftragt, das entsprechende Dekret zu „promulgieren“ (verkünden). „Damit“, so Pater Félix Lizaso, Generalpostulator des Ordens, „kann der Orden in Zusammenarbeit mit der Diözese Regensburg offiziell beginnen, die Seligsprechungsfeier vorzubereiten.“ Frater Emerich Steigerwald, Provinzial der Bayerischen Ordensprovinz freut sich: „Wir sind dankbar, dass der 1963 in Regensburg begonnene Prozess zu diesem guten Ende kommt.“ Die Seligsprechung wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2009 in Regensburg stattfinden.

Joseph Kugler wurde 1867 in Neuhaus bei Nittenau (Oberpfalz) in einfache, ländliche Verhältnisse geboren. Der Sohn eines Hufschmieds lernte nach einer Bauschlosserlehre in München die Barmherzigen Brüder in Reichenbach kennen und trat mit 26 Jahren ein. Er erhielt den Ordensnamen Eustachius. Nach Jahren des Dienstes als Prior in verschiedenen Einrichtungen der Barmherzigen Brüder wurde ihm 1925 die Leitung der bayerischen Ordensprovinz anvertraut. Das Amt als Provinzial hatte er bis zu seinem Tod 1946 inne. Den Erbauer des Regensburger Krankenhauses der Barmherzigen Brüder zeichneten Gelassenheit, Mut und Geduld aus, seine Kraft schöpfte er aus dem Gebet. Während der Unterdrückung im Dritten Reich zeigte sich Frater Eustachius Kugler als kraftvoller Zeuge Christi. Er starb im Ruf der Heiligkeit. Frater Eustachius’ sterbliche Überreste ruhen in einer Seitenkapelle der von ihm erbauten Krankenhauskirche St. Pius in Regensburg.

Die Barmherzigen Brüder werden sich bemühen, in enger Kooperation mit den zuständigen kirchlichen Stellen an einer würdigen Feier der Seligsprechung mitzuwirken. Auf der Internetseite www.eustachius-kugler.de informiert der Orden regelmäßig über die Seligsprechung von Frater Eustachius Kugler.



Leben des Eustachius Kugler



An einem Wintertag, dem 15. Januar 1867, wurde Josef Kugler in Neuhaus bei Nittenau geboren. Als jüngster Sohn eines Kleinlandwirts und Hufschmieds lernte er den Beruf des Bauschlossers in München bis er vom Gerüst fiel und sich eine Beinverletzung zuzog, an der er sein ganzes Leben leiden sollte.
Die Schwester holte den hinkenden „Sepp“ nach Reichenbach, wo die Barmherzigen Brüder im ehemaligen Kloster eine Pflegeanstalt für die Ärmsten der Armen, für Epileptiker und Geisteskranke einrichteten. Zwei Jahre beobachtete Josef Kugler die aufopferungsvolle Arbeit der Brüder. Dann war ihm klar, wofür er künftig leben wollte. Mit dem Eintritt ins Noviziat 1894 wurde aus Josef Kugler Frater Eustachius.

Von Jahr 1905 bis 1925 wurde Frater Eustachius die Leitung der Einrichtungen für behinderte Menschen in Straubing und Gremsdorf und des Krankenhauses St. Wolfgang in Neuburg/Donau übertragen. Der Orden der Barmherzigen Brüder traute dem einstigen Schlosserlehrling noch mehr zu: Im Jahr 1925 wählten ihn seine Mitbrüder zum Provinzial der Bayerischen Ordensprovinz. Für 16 Einrichtungen des Ordens in Bayern trug er die Verantwortung: für Krankenhäuser, Pflege- und Altenheime, für eine Erziehungsanstalt und für ein Priesterhospiz. Im Vertrauen auf Gottes Beistand wagte er von 1927-1930 den Bau der Krankenhäuser in Regensburg. Seine Mitbrüder äußerten ihre berechtigten Sorgen wegen der hohen Schuldenlast. Schlicht und einfach räumte er ihre Bedenken mit dem Hinweis aus: „Ich habe die Sache mit meinem Herrgott ausgemacht. Es wird nichts fehlen!“

Insgesamt fünf Mal hintereinander hielten ihn die Mitbrüder für den besten und geeignetsten an der Spitze der Ordensprovinz. Doch die turnusgemäß erste Wahl nach Kriegsende erlebte Eustachius Kugler nicht mehr. Am 10. Juni 1946 erlag der Provinzial im Regensburger Krankenhaus der Barmherzigen Brüder einem Krebsleiden. Eine unübersehbar große Menschenmenge begleitete den Sarg zum Brüderfriedhof. Der Ruf eines heiligmäßigen Ordenslebens ging ihm voraus.

Frater Eustachius war ein Ordensmann von tiefem Glauben und echtem Gottvertrauen, ein Ordensmann, der in Treue und Liebe für Gott und für hilfsbedürftige Menschen lebte. Sein Leben war einfach, ehrlich, durchschaubar. Für die Barmherzigen Brüder selbst ist Eustachius Kugler ein überzeugendes Vorbild in der Nachahmung des Ordensstifters, des heiligen Johannes von Gott. Viele Kranke und Leidende des Krankenhauses, der Stadt Regensburg und der Oberpfalz und darüber hinaus kommen an sein Grab in der St. Piuskirche des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder und bitten um seine Fürsprache bei Gott. Die vielen „Anliegenbücher“ geben dafür Zeugnis. Am 19. Dezember 2005 wurde Fr. Eustachius durch den Heiligen Vater der heroische Tugendgrad zuerkannt, am 4. Oktober 2009 wurde er im Hohen Dom zu Regensburg seliggesprochen.

Kontaktadresse: www.eustachius-kugler.de


Abteilung Selig- und Heiligsprechungsverfahren

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E-Mail: 
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Domvikar Georg Schwager (Leiter der Abteilung Selig- und Heiligsprechungsverfahren)




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