Pfarrei Schierling: Neue Kirchenverwaltung gewählt
Regensburg 18. Dezember 2006 (pdr) Am letzten Sonntag wurde auch in der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul in Schierling die neue Kirchenverwaltung gewählt, die zeitgleich mit den kürzlich gewählten Kirchenverwaltungen am 1. Januar 2007 ihre Arbeit beginnen kann. Die Wahl in Schierling war verschoben worden, nachdem Generalvikar Michael Fuchs bei dem Kandidaten Fritz Wallner die Nichtwählbarkeit wegen kirchenschädigenden Verhaltens festgestellt hatte. Das Schreiben an Herrn Wallner mit detaillierter Begründung ist hier nachzulesen
Am Tag vor der Wahl hatte der Bürgermeister des Marktes Schierling, Otto Gascher, mit anderen Freunden Wallners öffentlich dazu aufgerufen, die Wahl durch Hinzufügen des Namens Fritz Wallners zu manipulieren. Wallner, der im Schierlinger Rathaus als rechte Hand des Bürgermeisters angestellt ist, erklärte sich am Montag sogar für "gewählt".
Dazu ist festzuhalten, dass das Hinzufügen eines Namens auf der Wahlliste in der Wahlordnung für die Kirchenverwaltungen nicht vorgesehen und daher ungültig ist. Dies hat auch Pfarrer Josef Helm im Auftrag von Generalvikar Michael Fuchs am Sonntag der Pfarrei deutlich gemacht. Außerdem ist allein der Wahlausschuss für die Vermeldung des Wahlergebnisses zuständig. Dieser hat nach Auszählung der Stimmen die Namen der gewählten Personen ordnungsgemäß bekanntgegeben, der Name Wallners war nicht darunter.
"Die grobe Missachtung der kirchlichen Wahlordnung durch Fritz Wallner bestätigt erneut seine Nichtwählbarkeit. Das Bistum Regensburg verbittet sich außerdem jede Art der Einmischung von kommunalen Mandatsträgern in kircheninterne Angelegenheiten“, so Generalvikar Fuchs am Tag nach der Wahl. Ein Bürgermeister müsse eigentlich die von der bayerischen Verfassung garantierte Trennung von Staat und Kirche und die konkordatär geregelten Felder der Zusammenarbeit kennen, so Fuchs.
Fuchs: "Wir hoffen auf ein Ende der seit vier Jahren andauernden Machenschaften und Rufschädigungen gegen den Bischof von Regensburg und wünschen, dass auch diese dafür verantwortliche, kleine Agitationsgruppe zum Frieden mit der Kirche zurückfindet."
