Wappen von Weihbischof Reinhard Pappenberger

Unter rotem Schildhaupt mit silbernem Schrägbalken in Blau eine eingebogene silberne Spitze, überhöht von drei (1 : 2) sechszackigen goldenen Sternen.

Hinter dem Schild ein goldenes Vortragskreuz, überhöht von einem grünen Pontifikalhut mit beidseitig je sechs (1 : 2 : 3) an grünen Schnüren herabhängenden grünen Quasten, darunter ein silbernes Schriftband mit dem Wahlspruch „Wir gehören dem Herrn“.


Wappenerläuterung

Das rote Schildhaupt mit dem silbernen Schrägbalken stellt das traditionelle Wappenbild des Bistums Regensburg dar.

Die eingeschweifte Spitze im Hauptfeld verweist auf die Herkunft des Weihbischofs, die hügelige Nordoberpfalz um den Geburtsort Grafenwöhr, und symbolisiert den Familiennamen, der auf den im Truppenübungsplatz untergegangenen Marienwallfahrtsort Pappenberg zurückzuführen ist. Die drei Sterne und die farbliche Schwerpunktsetzung Silber und Blau rufen Elemente im Wappen des Heimatlandkreises Neustadt a. d. Waldnaab und die bayerischen Rauten in Erinnerung.
Zugleich sind die drei goldenen Sterne in der christlichen Ikonographie Hinweis auf die allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria, von deren Verehrung durch alle Generationen das Bistum Regensburg tief geprägt ist. Mit dieser Volksfrömmigkeit und den Wallfahrtsstätten, besonders dem Mariahilfberg in Amberg, ist die Lebensgeschichte des Weihbischofs eng verbunden.

Der grüne Pontifikalhut mit den Quasten sowie das goldene Vortragskreuz sind die Würdezeichen eines Bischofs.

Der Wahlspruch „Wir gehören dem Herrn“ (Röm 14,8) ist das Bekenntnis des Weihbischofs zum überlieferten apostolischen Glauben der Kirche an Jesus, den Herrn, der durch seine Menschwerdung, seinen Gehorsam bis zum Tod am Kreuz und seine Auferstehung, das ganze Dasein aus Sünde und Tod erlöst hat.




Entwurf: Dieter Linder "Der Wappen-Löwe" e.V.
Zeichnung: Heribert C. Staufer




Die Insignien (Pontifikalien) von Weihbischof Pappenberger


Brustkreuz (Pektorale)
Zu den bischöflichen Insignien zählt neben Bischofsstab, Mitra und Ring auch das Brustkreuz. Ein Brustkreuz ist ein Würdezeichen für Papst, Kardinal, Bischof oder Abt und wird an einer Kette um den Hals getragen. Das Brustkreuz (Pektorale) ist nicht als äußeres Schmuckzeichen zu verstehen, sondern weist auf die Zugehörigkeit zu Christus hin. Damit ist es Ausdruck des Bekenntnisses und Vertrauens des Würdenträgers in die aus dem Kreuz erwachsende Kraft.
Das Brustkreuz für Weihbischof Reinhard Pappenberger wurde vom Eggenfeldener Bildhauer Joseph Michael Neustifter geschaffen. Dieses aus Gold gearbeitete Pektorale zeigt auf der Vorderseite die Darstellung des Pantokrators, des lehrenden Christus. Der Pantokrator in der mandelförmigen Mandorla (Fachbegriff in der Sakralen Kunst als Ausdruck für die Licht- und Heilssymbolik) sitzt segnend auf dem Regenbogen, mit dem Buch des Lebens in der Hand und der Weltkugel zu Füßen. Die griechischen Buchstaben Alpha und Omega sowie das Motiv Mariä Verkündigung sind eingeprägt. Auf der Rückseite ist das Motiv des Schweißtuchs der Veronika und die Texte „Bleibt in meiner Liebe“ sowie „Du sollt den Herrn, deinen Gott lieben aus ganzen Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst“ eingraviert.





Bischofsring
Der Bischofsring ist das Zeichen der ewigen Bindung des Bischofs an seine Kirche, so wie der Ehering als Symbol die dauernde Bindung der Ehepartner nach außen signalisiert. Bei der Bischofsweihe überreicht der Hauptkonsekrator den Ring vor dem Anstecken mit den Worten: „Nimm den Ring, das Siegel der Treue, damit du Gottes heilige Braut, die Kirche, geschmückt durch unwandelbare Treue, unverletzt behütest“.
Der Bischofsring von Weihbischof Pappenberger stammt wie sein Brustkreuz aus der Werkstatt des Eggenfeldener Bildhauers Joseph Michael Neustifter. Der goldene Ring zeigt auf der Oberseite das Motiv des Christuszeichen mit den Buchstaben Alpha und Omega.
Im Inneren des Rings ist auf der Oberseite eine Mariendarstellung mit dem Sternenkranz eingearbeitet und die beiden Texte "wir gehören dem Herrn" und "sub tuum praesidium".

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