Altenseelsorge

Die steigende Lebenserwartung wie die gleichzeitig schrumpfende Zahl junger Menschen rücken das Alter/n und die Beziehungen der Generationen ins Blickfeld. Seniorenpastoral wird zunehmend wichtiger, weil der Anteil der Menschen, die kirchliches Leben mittragen und mitleben, wächst und ihre Lebenssituationen und -stile immer vielfältiger werden. Das Alter bringt Menschen nicht automatisch dem Glauben näher. Immer mehr Senioren stellen das überkommene Glaubensgut in Frage und suchen außerhalb der Kirche nach Antworten auf ihre Lebensfragen. Andere müssen ihre Beziehung zur Kirche entsprechend ihrer Lebensgeschichte wieder oder erst neu entdecken. Hier ist die Pastoral gefordert, umfassende Lebenshilfe und Begleitung zu leisten und auch auf die zuzugehen, die sich der Kirche entfremdet haben. Sie orientiert sich dazu an der Lebenswirklichkeit Älterer, geht mit, wenn Menschen sich mit ihrem Leben aussöhnen und sich im letzten Lebensabschnitt vertrauensvoll auf den Weg zur Vollendung ihres Daseins machen.

Die Altenpastoral umfasst „vier Handlungsdimensionen“: Altenseelsorge – Altenbildung – Altenhilfe – Altenpolitik. Jede trägt auf ihre spezielle Weise und – miteinander vernetzt – alle gemeinsam dazu bei, ein „Altwerden in Würde“ zu ermöglichen, indem sie Bedingungen anstreben, die Menschen im Alter ein selbstverantwortliches und solange wie möglich selbstständiges Leben gewährleisten. Es sind Wege aufzuzeigen wie trotz aller Vorläufigkeiten und Bruchstücke ein Leben im Alter gelingen kann.
Deshalb leistet das Referat Altenseelsorge seinen Beitrag, dass auf allen diözesanen Ebenen ein Bewusstsein für ein "Altwerden in Würde" geschaffen wird, neue Ideen zur Gestaltung der Seniorenarbeit in die Pfarreien gelangen, Angebote für eine sinnvolle Lebensgestaltung im Alter aufgezeigt und in den Gemeinden Aufgabenfelder für kompetente Senioren gesucht werden.

So kann die Altenpastoral helfen, gerade Grenzerfahrungen auf der Basis der frohen Botschaft zu bewältigen, die persönliche Lebensgeschichte aus dem Glauben zu deuten, aber auch die Zukunft selbst aktiv mitgestaltend in die Hand zu nehmen.

Die Altenpastoral wendet sich an Menschen im 3. Lebensalter (= Personen, die bis ins höchste Alter selbständig leben) und im 4. Lebensalter (= Menschen mit stark zunehmender Abhängigkeit).Bei den Letzteren bilden Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen eine besondere Herausforderung.

Für beide Personengruppen entwickelte federführend das Referat Altenseelsorge in Kooperation mit der KEB der Diözese und dem Diözesancaritasverband zwei Kursangebote und begleitet sie in Zusammenarbeit mit den Erwachsenenbildungseinrichtigen der Diözese:
1) "LeA - Mehr Lebensqualität fürs und im Alter" (3. Lebensalter)
2) „Ich bin da!“ – Qualifizierungskurs für ehrenamtliche Seniorenbegleiter/-in (4.Lebensalter)

Neben der Aus-, Fort- und Weiterbildung zahlreicher Menschen, denen die Arbeit mit Senioren ein Anliegen ist, ergeben sich als weitere Arbeitsschwerpunkte für den Altenseelsorger:


Altenseelsorge

Obermünsterplatz 7
93047 Regensburg
Telefon: 
0941/597-2300
E-Mail: 
altenseelsorge@bistum-regensburg.de

Ansprechpartner/-in:
Bartolomäus Meister (Past.Ref.)

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