 Die Betriebsseelsorge im Bistum Regensburg versteht ihren pastoralen Dienst als Brückenfunktion zwischen Arbeitnehmerschaft und Kirche.
Leiter der Betriebsseelsorge ist Sozialpfarrer Dr. Roland Batz, der zusammen mit Betriebsseelsorgereferent Richard Wittmann ein weites Aufgabenfeld beackert. Priester, Diakone und pastorale Mitarbeiter werden in Betriebspraktika und Fortbildungen für eine arbeitsweltbezogene Pastoral sensibilisiert. Auf Pfarrei- und Dekanatsebene bietet man Vorträge zu sozialethischen Themen an. Für die Seelsorger in den Dekanaten werden Betriebskontakte hergestellt und Werksbesuche organisiert. Zudem werden Pfarrgemeinderäte in eigenen Schulungen angeregt, sich vor Ort dem Thema „Kirche und Arbeitswelt“ zu stellen.
Schwerpunkt der Betriebsseelsorgearbeit ist aber der unmittelbare Kontakt zu Betrieben und zu Beschäftigten. Ansprechpartner sind hier vor allem die Betriebs- und Personalräte als gewählte Vertreter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Für sie, die oft zwischen zwei Stühlen sitzen, gibt es Gesprächs- und Schulungsangebote, Oasentage sowie den regelmäßig erscheinenden Kontaktbrief „Sozialethische Impulse“. Zunehmend sind die beiden Betriebsseelsorger als Referenten bei Betriebs- und Personalversammlungen angefragt. Dabei kommt ihnen zu gute, dass sie vor ihrem Studium der Theologie bzw. Religionspädagogik schon in anderen Berufen in der freien Wirtschaft tätig waren.
Solidarität zeigt man insbesondere bei Betriebsschließungen oder Massenentlassungen. Dann stehen die Betriebsseelsorger an der Seite der Betroffenen und organisieren Gesprächs- und Begegnungsmöglichkeiten. Für Mobbingbetroffene ist das Büro in Weiden Erstanlaufstelle.
Guten Kontakt unterhält die Betriebsseelsorge zu den DGB-Gewerkschaften, aber auch zu Führungskräften verschiedener größerer Unternehmen. Vor Ort arbeitet man eng mit der KAB und der CAJ zusammen und kooperiert mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Evang.-Luth. Kirche.
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