Glaubensbekenntnis
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Gott ist der Ursprung und Grund allen Seins. Die Welt ist nicht entstanden aus einer Serie von Zufällen, sondern sie ist aus Gottes Willen heraus erschaffen. In der immensen Ausdehnung des Universums, in der Überfülle aller Formen und Arten auf der Erde, kommen wir Menschen uns oft ganz klein vor. Trotzdem dürfen wir diesen mächtigen Gott, der dies alles erschaffen hat, „Vater“ nennen.
„Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria.“
Gott wohnt in „unzugänglichem Licht“ (1 Tim 6,16). Er übersteigt alle unsere Denkkategorien und unsere Vorstellungskraft. Doch aus dem unergründlichen Geheimnis seiner Liebe heraus wollte er uns nahe kommen. So lautet das Bekenntnis der Christen, dass Gott Mensch geworden ist. Er hat sich so klein gemacht, dass er als kleines Kind - wie wir alle - von einer Frau geboren wurde.
Trotzdem ist er ganz und gar göttlich, er ist der „Sohn“ Gottes. In der Bibel können wir nachlesen, dass er nicht von einem Mann gezeugt wurde (Lk 1,26-38). Seine Existenz ist aus der Kraft des Heiligen Geistes möglich geworden. Wer ihn, - den Sohn Jesus- als „Herrn“ anerkennt, darf Gott auch „Vater“ nennen.
Der Kreuzestod Jesu ist historisch unbestritten. Die Augen des Glaubens sehen jedoch, dass wir Menschen Gottes Liebe zurückgewiesen und Jesus ans Kreuz geschlagen haben.
„Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf“, heißt es im Johannes-Evangelium (Joh 1,11). Doch Gott hat diese Tragödie in eine Heilsgeschichte verwandelt.
Durch Jesu vergebende Liebe hat er Kreuz und Tod auf sich genommen. Er hat nicht zurückgeschlagen, sondern die„Sünde der Welt“ (Joh 1,29) auf sich genommen und damit die Macht des Todes besiegt. Endgültig besiegelt ist dies in seiner Auferweckung durch den Vater.
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Jesus wird als Herr spürbar und erfahrbar für die, welche ihm nachfolgen wollen. Dies bewirkt – auch heute noch - der Heilige Geist. Der Heilige Geist geht von Gott, dem Vater aus – ebenso wie der Sohn. Die Theologie nennt daher den Heiligen Geist die dritte göttliche Person des „dreifaltigen“ Gottes.
Der Geist Gottes ist die göttliche Kraft, die die Gemeinschaft der Gläubigen erfüllt. Aus ihr ist die Kirche entstanden. Sie treibt Menschen dazu, sich Gott ganz anzuvertrauen und „heilig“ zu werden. In dieser Kraft kann uns der Priester in der Beichte Gottes Vergebung für unsere Sünden zusprechen. Letztendlich ist es auch diese Kraft, die uns einmal selber vom Tode auferwecken wird.
Ohne den Heiligen Geist ist Glauben nicht möglich. Er allein kann schenken, dass wir das Glaubensbekenntnis aus ganzem Herzen sprechen können. Vieles eröffnet sich einem erst, wenn man beginnt, den Weg des Glaubens zu gehen. Eine Hilfe dazu kann dieses kurze Gebet sein:
„Komm, heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen, und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe. Herr, sende aus deinen Geist, und alles wird neu geschaffen, und du wirst das Angesicht der Erde erneuern.“
Eine ausführlichere Erklärung des Glaubensbekenntnisses ist nachzulesen im „Katechismus der Katholischen Kirche, S. 47 – 301.
Fotos: pixelia
