Die XI. Ordentliche Vollversammlung der Bischofssynode vom 2. bis 23. Oktober 2005 in Rom

Vom 2. bis zum 23. Oktober 2005 findet in Rom die XI. ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode statt. Das Thema der dreiwöchigen Zusammenkunft ist Die Eucharistie: Quelle und Höhepunkt des Lebens und der Sendung der Kirche. Die Bischofssynode ist als Einrichtung des Heiligen Stuhls eine Form der kollegialen Leitung zur Bearbeitung inhaltlicher Schwerpunkte des kirchlichen Lebens. Sie ist nach dem Zweiten Vaticanum eingesetzt worden als Kollegialorgan der Bischöfe untereinander und zum Dialog mit dem Heiligen Vater. Der Synode selbst geht eine Zeit der Vorbereitung voraus, die die ganze weltumspannende Katholische Kirche einbezieht. Dies geschah mit der Eröffnung des Jahrs der Eucharistie im Oktober 2004 durch den Eucharistischen Weltkongress. Dazu war dank des Lehramtes Johannes Pauls II., der die Enzyklika Ecclesia de Eucharistia und das Apostolische Schreiben Mane nobiscum Domine veröffentlicht worden. Auf das Synodenthema weist auch die Instruktion Redemptionis sacramentum und der Beitrag der Kongregation für den Gottesdienst und die Disziplin der Sakramente hin, das den Titel Jahr der Eucharistie. Anregungen und Vorschläge trägt und anläßlich der Eröffnung des Jahres der Eucharistie veröffentlicht wurde, das am 17. Oktober 2004 begonnen hat und mit der Bischofssynode endet.

Papst Benedikt XVI. hat die Teilnehmer aus der ganzen Welt begrüßt und nähert sich mit ihnen dem Thema der Eucharistie aus allen theologischen Blickwinkeln. Dabei werden die unterschiedlichsten Erfahrungen aus allen Teilen der Welt zusammengetragen. Das Zweite Vatikanische Konzil selbst nennt die Eucharistie in seiner Konstitution über die Kirche (Lumen Gentium, lat. Licht der Völker) „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“. Damit gibt es zugleich den bleibenden Auftrag, sich immer wieder neu auf das große Geheimnis der Erlösung einzulassen.

Die eucharistische Lehre wird von den Synodenvätern mit ihren biblischen und theologischen Fundamenten, sowie ihren katechetischen und praktischen Aussagen vertieft. Dadurch soll die Eucharistie im Leben der Menschen verankert werden. Die Kirche des dritten Jahrtausend soll eine Kirche der Eucharistie sein, die in der realen Begegnung mit Christus Ursprung und Ziel ihres Heil schaffenden Wirkens in der Welt erkennt.

Zur weiteren Vorbereitung der Bischofssynode wurden die Lineamenta erstellt. Sie zeigen die Fragestellungen auf, die im Bezug auf die Kernpunkte der eucharistischen Lehre der Kirche zu thematisieren sind. Antworten auf die Lineamenta und auf den entsprechenden Fragebogen wurden von den Bischofskonferenzen, von den orientalischen katholischen Kirchen, von der Römischen Kurie und von der Vereinigung der Generaloberen sowie in Form von Bemerkungen seitens der Bischöfe, Priester, Ordensleute, Theologen und gläubigen Laien eingesandt. Die entsprechenden Antworten wurden im Instrumentum laboris gesammelt und als Arbeitspapier für die Synode veröffentlicht.

An der XI. ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode nehmen 256 Synodenväter aus 118 Ländern teil. Dabei handelt es sich um die Bischofssynode mit der bisher größten Teilnehmerzahl. 177 der Synodenväter wurden gewählt, 39 nehmen aufgrund ihres Amtes teil und 40 weitere wurden von Papst Benedikt XVI. persönlich ernannt. 50 Synodenväter stammen aus Afrika, 59 aus Amerika, 44 aus Asien, 95 aus Europa und 8 aus Ozeanien. Neben ihnen nehmen auch 32 Exptern und 26 Hörer an der Synode teil, die in sechs Hauptsprachen stattfindet (Latein, Italienisch, Französisch, Spanisch, Englisch und Deutsch). 12 Kirchen und kirchliche Gemeinschaften wurden eingeladen, Vertreter zur Synode zu entsenden.

Neben Karl Kardinal Lehmann als Vorsitzendem wurde der Regensburger Bischof Dr. Gerhard Ludwig MUller zusammen mit dem Weihbischof von Paderborn, Dr. Karl-Heinz Wiesemann, von der Deutschen Bischofskonferenz als Mitglieder XI. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode bestimmt. Zusätzlich wurde Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner von Papst Benedikt XVI. zum Mitglied der Bischofssynode ernannt. Der Regensburger Bischof war zusätzlich von den über 20 deutschsprachigen Teilnehmern zum ‚Relator’ des deutschen Sprachzirkels gewählt worden. Er wird dementsprechend den Bericht der Arbeitsergebnisse des Zirkels in der Vollversammlung verlesen.

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