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2.9.2010 - Donnerstag der 22. Woche im Jahreskreis, Gebetstag um geistliche Berufe



Regensburg, 26.11.2005
Autor: Bischöfliche Pressestelle (presse.medien@bistum-regensburg.de)
Bistum Regensburg informierte über Neuordnung des Laienapostolats

(pdr) Mit einem Informationsstand in der Regensburger Altstadt hat das Bistum Regensburg am ersten Adventssamstag über die Neuordnung des Laienapostolats informiert. Am Domplatz 5 standen der Generalvikar der Diözese, Michael Fuchs, der Diözesanpräses des Kolpingwerks, Domvikar Harald Scharf, sowie der ehemalige Geschäftsführer des Diözesanrates, Hans Gfesser, den Gläubigen Rede und Antwort.

„Jede Veränderung bringt Unruhe mit sich“, so Generalvikar Fuchs. „Daher ist es uns ein Anliegen, mit den Gläubigen über die Neuordnung des Laienapostolates ins Gespräch zu kommen. Nun gilt es, die Veränderungen zu erklären und den Gläubigen nahe zu bringen. Bischof Gerhard Ludwig hat in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder betont, wie wichtig das ehrenhafte Engagement der vielen Tausend Laien in unserem Bistum ist. Die Mitarbeit der Laien auf allen Ebenen kirchlichen Lebens ist unverzichtbar. Damit dies zukünftig noch deutlicher wird, hat unser Bischof mit der Neuordnung des Laienapostolats die Stellung der Laien als Teil des ganzen Gottesvolkes deutlich gestärkt.“

Zahlreiche Gläubige nutzten die Möglichkeit zum Dialog und informierten sich ausführlich über die Neuerungen der Satzungen, die zum Ersten Advent 2005 in Kraft treten. Der ehemalige Geschäftsführer des Diözesanrats der Katholiken, Hans Gfesser, trat dem Eindruck entgegen, wonach es zukünftig keine gewählten Laienvertreter mehr geben werde. „Sowohl auf Pfarrebene wie auch auf diözesaner Ebene gibt es weiterhin Gremien, die sich ausschließlich aus gewählten Laienvertretern zusammensetzen. Die Mustersatzung für das Diözesankomitee sieht vor, dass jeder katholische Verband und jede katholische Gemeinschaft einen Vertreter in dieses Gremium entsenden kann. Wer das ist, entscheiden die Verbände selber“. Auch seien in den vergangenen Tagen falsche Zahlen in Umlauf gebracht worden, die es richtig zu stellen gelte. „Im vergangenen Jahr ist in unserem Bistum die Zahl der Kirchenaustritte um 21,3 Prozent zurückgegangen. Diese Zahlen sind ähnlich denen in den anderen bayerischen Bistümern, ein besonderes Ausscheren nach oben oder unten ist das nicht. Die Zahl der Neu- und Wiedereintritte ist seit 2002 kontinuierlich gestiegen.“

Generalvikar Fuchs äußerte seine Verwunderung im Hinblick auf eine „Mahnwache“, mit der zeitnah gegen die Reformen protestiert wurde. „Es stimmt schon nachdenklich, wenn man sieht, wer sich da alles zusammen geschlossen hat. Da finden sich kirchenferne Gruppierungen wie „WSK“ und „AKR“ ebenso wie im Unfrieden aus der Kirche ausgeschiedene Priester. Im Umfeld des ehemaligen Vorsitzenden des Diözesanrats hat sich da anscheinend einiges aufgestaut, was nun an der Person unseres Bischofs abgelassen werden soll. Traurig hat mich gemacht, dass der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken seine Mitglieder in einer eigenen Mitteilung auf diese Anti-Bischofs-Demo aufmerksam gemacht und eine Teilnahme zur Überlegung gestellt hat. Noch vor wenigen Monaten hatte Herr Mangold sich in einem Leserbrief in der Katholischen „Tagespost“ von besagten Gruppierungen distanziert und dabei festgestellt: „Weder hat das Laienapostolat in Bayern eine ‚Propaganda-Masche’ betrieben noch hat es eine wie auch immer geartete ‚Kampagne’ in Gang gesetzt oder sich daran beteiligt. Alle Diözesanräte in Bayern und auch das Landeskomitee haben sich in der Vergangenheit bereits mehrfach von der Bewegung ‚Wir sind Kirche’ distanziert. Nicht zuletzt deren eigene Kritik am verfassten Laienapostolat gibt keinerlei Anlass zu irgendwelchen Annäherungen“ (Zitat Leserbrief Mangold).

Der Generalvikar hob hervor, dass sowohl Kardinal Lehmann als auch Kardinal Wetter öffentlich festgestellt haben, dass die Neuordnung des Laienapostolats im Bistum Regensburg voll dem Rahmen des kirchlichen Rechts entspräche.


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