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8.9.2010 - Mariä Geburt



Regensburg, 01.02.2010
Autor: Bischöfliche Presse- und Medienabteilung (presse@bistum-regensburg.de)
Regensburger Katholiken spenden mehrere Hunderttausend Euro Soforthilfe für Haiti - Bischof Gerhard Ludwig Müller dankt für die Solidarität

In einer Sonderkollekte bei den Sonntagsgottesdiensten am 24. Januar 2010 sammelten alle Pfarreien im Bistum Regensburg für Haiti. Bereits mehrere Hunderttausend Euro gingen bis jetzt bei der Bischöflichen Finanzkammer ein. Täglich werden neue Spendeneingänge verbucht. Für die notwendige Soforthilfe hat das Bistum Regensburg heute 240.000 Euro an Caritas International weitergeleitet.

Bischof Gerhard Ludwig Müller dankt allen Gläubigen für die großzügigen Spenden: „Das große Leid, das die Naturkatastrophe Tausenden von Menschen beschert hat bedarf der Teilnahme der gesamten Welt. Mein Dank gilt daher besonders allen Frauen und Männern im Bistum, die dem Aufruf zur Sonderkollekte gefolgt sind. Dies ist es, was das christliche Verständnis auszeichnet – über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und solidarisch für den Anderen Verantwortung zu übernehmen“.

Die Mitarbeiter von Caritas International verteilen Lebensmittel und Trinkwasser, behandeln Verletzte in Notfall-Ambulanzen und organisieren Hilfsgütertransporte. Doch bereits jetzt arbeitet die weltweite Caritas an mittel- und langfristigen Perspektiven für das Leben nach der Katastrophe. Unter Hochdruck leisten die Caritasmitarbeitenden in Haiti Nothilfe. Derzeit wird ein zweiter Hilfsgüterflug nach Haiti vorbereitet. Er bringt für weitere 4.000 Menschen Hygienekits, Küchensets, Werkzeug und Planen ins Katastrophengebiet. Ein gemeinsamer Hilfsgüterflug von Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe hatte bereits am 20. Januar Haitis Hauptstadt Port-au-Prince erreicht. An Bord der Maschine: 4,5 Tonnen Nahrungsmittel, 30 Großraumzelte, Plastikplanen für großflächige Abdeckungen, 2.200 Decken, 18.000 Wasserkanister und vier Millionen Chlortabletten zur Wasserreinigung. Am vergangenen Freitag verteilte ein Caritas International-Team Hilfsgüter in einem Alten- sowie einem Behindertenheim in der Nähe der Stadt Léogâne.

Bereits am Donnerstag haben die Mitarbeiter die beiden Heime besucht, die vollständig zerstört sind. Seit dem Erdbeben leben die 133 Überlebenden alten und behinderten Menschen im Hof der Heime, ohne Dach über dem Kopf, ohne ausreichende Wasser- und Lebensmittelversorgung. Der Arzt für die beiden Heime ist seit der Katastrophe verschwunden. Vermutlich wird Caritas International die beiden Heimen längerfristig versorgen. Der aktuelle Status der Notstandversorgung durch Caritas International kann täglich auf der Homepage www.caritas-international.de/haiti.de nachgelesen werden.


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