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9.9.2010 - Donnerstag der 23. Woche im Jahreskreis, Hl. Petrus Claver, Priester



München, 04.03.2010
Autor: Katholische SonntagsZeitung (sonntagszeitung@suv.de)
Pfarrgemeinderatswahlen 2010 - Nachgefragt bei Albert Schmid, Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern - „Jede Stimme ist wie ein Rückenwind“

Albert Schmid ist seit März 2009 Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern. Das Landeskomitee repräsentiert die sieben Millionen bayerischen Katholiken. Anlässlich der bevorstehenden Pfarrgemeinderatswahlen am 7. März in ganz Bayern sprach die Katholische SonntagsZeitung mit Schmid, der alle Katholiken dazu aufruft, zur Wahl zu gehen und mit ihrer Stimme die Kirche zu stärken und den lebendigen Glauben in den Pfarrgemeinden mitzutragen.


Herr Schmid, auf den Wahlplakaten zur Pfarrgemeinderatswahl am 7. März werden Sie zitiert mit dem Satz: „Weil die Kirche ohne uns Laien nicht sein kann“. Wie ist diese Feststellung gemeint?

Ich meine damit eine grundlegende Wahrheit des Christentums. Nur wenn sich die Gläubigen in der Kirche engagieren, gelingt eine lebendige Glaubensgemeinschaft. Zu der gehören die Bischöfe, die die Apostel unserer Tage sind, die Priester und die Laien. Im Glaubensbekenntnis bezeugen wir genau das, wenn wir beten: „... er, der wegen uns Menschen und um unseres Heiles willen vom Himmel herabgekommen ist.“ Denn damit betonen wir, dass Christus und seine Kirche für alle Getauften und Gefirmten und für alle Menschen da ist.

Wie sollen die Laien Verantwortung übernehmen? Brauchen wir Vereine wie zum Beispiel die sogenannte Laienverantwortung e. V.?

Laienverantwortung ist etwas, das jeder Getaufte und Gefirmte wahrnimmt. Zum Zeugnis für Christus sind wir alle aufgerufen. Dabei sollte sich jeder am Zweiten Vatikanischen Konzil orientieren, das das Glaubenszeugnis der Christen in der Gemeinschaft der Kirche sieht. Selbsternannte Laienverantwortung ist deshalb entbehrlich. Ich setze vielmehr auf das Zeugnis von Menschen, die vom Vertrauen der Gläubigen getragen werden. Dieses drückt sich besonders durch Wahlen in den Pfarrgemeinden aus.

Sie arbeiten nun seit einem guten Jahr mit Bischof Gerhard Ludwig Müller in Regensburg zusammen. Wie beurteilen Sie das Verhältnis des Bischofs zu den Laien?

Im wahrsten Sinne des Wortes sind die Verhältnisse in der Diözese Regensburg in Ordnung. Der Bischof unterstützt unsere Arbeit und stärkt allen Laien den Rücken, die sich für die Kirche stark machen. Ich selbst erlebe den Bischof völlig offen für Anliegen und Impulse der Laienvertreter. Er unterstützt mich in meiner Arbeit und ermutigt mich, Verantwortung wahrzunehmen. Dass unser persönliches Verhältnis vertrauensvoll ist, kommt hinzu.

Warum sollten alle wahlberechtigten Katholiken am 7. März dieses Jahres zur Pfarrgmeinderatswahl gehen?

Ich sehe sogar eine Wahlpflicht für jeden engagierten Katholiken, denn jede abgegebene Stimme ist wie ein Rückenwind, der den Einsatz der Pfarrgemeinderäte vorantreibt. Deshalb meine herzliche Bitte: Gehen Sie zur Wahl. Entscheiden Sie sich für eine lebendige Kirche und bestärken Sie die Kandidatinnen und Kandidaten in ihrer Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen


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