Gottesdienst in moderner Kirche mit Chor

Gottesdienst und Liturgie

Christ ist niemand für sich allein. Christsein ist auf Gemeinschaft hin ausgelegt. Die Mitte des gemeinschaftlichen Lebens der Kirche ist die Feier des Gottesdienstes. Im gemeinsamen Beten und Singen antworten wir auf Gottes Liebe zu uns.

„Ich-bin-da“ (Exodus 3,14)

Gottes Wort ist vor allem was existiert und lebt. Am brennenden Dornbusch hat Gott dem Mose versprochen: Ich bin da. Schon immer besteht eine Liebesbeziehung zwischen Gott und dem Menschen. Noch vor dem Tun des Menschen hat Gott seine liebende Zusage gegeben. Gott spricht zu uns in den Worten der Heiligen Schrift. Der Mensch gibt Antwort im miteinander Beten und Singen. Jeder Gottesdienst ist Wort und Antwort, ist Dialog.


„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matthäus-Evangelium 18,20)

Jesus Christus ist das menschgewordene Wort Gottes. Er ist das Haupt seiner Kirche und ist überall dort gegenwärtig, wo Menschen sich in seinem Namen versammeln. So ist Christsein auf Gemeinschaft hin ausgelegt und die Feier des Gottesdienstes die Mitte des kirchlichen Lebens.

Aus den gottesdienstlichen Feiern ragt besonders die Heilige Messe heraus, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil als „Quelle und Höhepunkt“ bezeichnet wird. Aber auch in der Feier der übrigen Sakramente, des Stundengebets und anderer gottesdienstlicher Feiern ist Jesus Christus, das Haupt der Kirche, in besonderer Weise gegenwärtig. Er ist der Ersthandelnde, wenn die Kirche Gottesdienst feiert. Durch den Heiligen Geist lässt er uns durch Verkündigung und sakramentale Zeichen teilhaben an der Erfüllung seines Liebesplans für uns Menschen: unsere Erlösung.

„Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (Lukas-Evangelium 22,19)

Jesus hat der Welt das größte Geschenk hinterlassen, das es gibt: er schenkt sich selbst. Seinen Jüngern hat er versprochen, dass immer wenn sie Eucharistie – das Große Lob- und Dankgebet – feiern, er in Brot und Wein wirklich da ist. Bevor er zum Vater heimgegangen ist, hat er der Kirche in der Feier der Eucharistie das Mittel hinterlassen, damit die Gläubigen so daran teilnehmen können, als ob sie selbst dabei gewesen wären: beim Letzten Abendmahl am Gründonnerstag, beim Leiden und Sterben Jesu am Karfreitag und bei seiner Auferstehung von den Toten an Ostern.