Am Petersdom aufgehängte Porträts der Heiligen während der Heiligsprechung
Heiligsprechung von Anna Schäffer in Rom

Seligsprechung & Heiligsprechung

Für die Seligsprechung und Heiligsprechung herausragender Frauen und Männer hat die katholische Kirche im Lauf ihrer Geschichte ein ordentliches Verfahren entwickelt, das so genannte „Kanonisationsverfahren“, das zuletzt 1983 und 2007 erneuert worden ist. Die einzelnen Schritte des Selig- und Heiligsprechungsverfahrens sind genau festgelegt, wobei vor allem zwei Ebenen zu unterscheiden sind:

Ablauf eines Selig- bzw. Heiligsprechungsverfahrens

Am Beginn einer Selig- und Heiligsprechung steht der Antrag des so genannten Postulators (Person, die das Verfahren vorantreibt) an den Bischof des Sterbeorts der Kandidatin oder des Kandidaten. Sobald das Verfahren (Causa) eröffnet ist, erhält die jeweilige Kandidatin oder der Kandidat den Titel „Dienerin Gottes“ bzw. „Diener Gottes“.

Historische & theologische Kommission

Im Laufe des Verfahrens ist eine historische Kommission damit beauftragt, alle biographischen Informationen und Schriften der betreffenden Person sowie schriftliche und mündliche Zeugnisse über sie zu sammeln. Eine theologische Kommission bewertet die Schriften der Kandidatin oder des Kandidaten auf ihre Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche.
Nach Abschluss der diözesanen Untersuchungen werden diese Akten bei der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse eingereicht. Nach der weiteren Prüfung dort liegt die letzte Entscheidung beim Papst, der schließlich die Selig- oder Heiligsprechung vornimmt.

Laufende (Vor-) Verfahren von Selig- und Heiligsprechungen

Derzeit werden von der Abteilung Selig- und Heiligsprechungsprozesse der Diözese Regensburg folgende Verfahren bearbeitet bzw. begleitet:

Abgeschlossene Verfahren

Anna Schäffer von Mindelstetten (1882-1925), Heilige
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