Menschen aus dem Bistum

Jesus & ich

Was hat Jesus Christus mit mir zu tun? Was spielt der Glaube in meinem Leben für eine Rolle? Menschen aus unserem Bistum sprechen darüber.

Übrigens: Diese Reihe der Glaubenszeugen wird im Laufe der Zeit anwachsen. Sie werden hier immer wieder neue Gesichter sehen und neue Stimmen hören. Schauen Sie wieder einmal vorbei. Oder wollen Sie selber mitmachen? Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Statement schicken. Senden Sie Ihr Video, Audio oder Ihren Kurztext an internet@bistum-regensburg.de. Schreiben Sie uns dazu Ihren Name, Ihr Alter, woher Sie kommen, was Sie machen (beruflich und/oder ehrenamtlich).
P.S. Foto nicht vergessen! ;)

 

 

Katja S.

In Verbindung mit Jesus bin ich sehr früh gekommen, da mich meine Eltern und Großeltern oft mit in die Kirche genommen haben. Es hat mir schon als kleines Kind Spaß gemacht, mit anderen im Gottesdienst zusammen zu beten. So wurden nicht nur Weihnachts- oder Ostergottesdienste von klein auf mein ständiger Begleiter, sondern auch Feiertage wie Fronleichnam oder Allerheiligen. Diese verschiedenen Anlässe haben mir gezeigt, in welch unterschiedlichen Situationen man zu Gott beten kann und hoffen darf, dass man ,,gehört'' wird. Nach der Kommunion war mir schlussendlich klar, dass ich Ministrantin werden will. Bis zum heutigen Tag habe ich auch noch nicht mit diesem speziellen Dienst aufgehört.

Für mich ist Jesus die Person, die die Verbindung zwischen dem Leben und dem Tod darstellt. Man darf mit allen Sorgen und Nöten zu ihm kommen, da er jedem, ob klein oder groß, zuhört. Er stellt für mich eine große moralische sowie seelische Stütze dar. Wenn es mir manchmal schlecht geht, ich den Mut verloren, oder keine Kraft mehr habe, kann ich die Augen schließen. Zu wissen, dass jemand immer ,,da'' ist, der mich wieder aufbaut und stärkt, ist ein schönes Gefühl.

Das Glauben an Jesus Christus bzw. Gott ist etwas ganz Besonderes und sollte an Kinder von Generation zu Generation weitergegeben werden. Meine Eltern und Großeltern haben mir dieses schöne Gefühl (wenn sie einmal nicht mehr da sind, wird ,,der Jesus'' immer auf dich aufpassen) gegeben. Ich sehe keinen Grund, daran nicht festzuhalten. Glauben ist etwas Schönes!


Katja S. ist 17 Jahre alt und kommt aus Regensburg. Sie ist Oberministrantin in der Pfarrei Schwabelweis und Mitglied im Löschzug Schwabelweis. Außerdem geht sie in die 11. Klasse des St. Marien-Gymnasiums.

Maria H.

Ich wurde schon früh von Religion geprägt. sei es beim ministrieren vor der Kommunion oder selbst schon vor der Taufe. Religion hat einen großen Stellenwert für unsere Gesellschaft, sei es im Christentum oder in anderen Religionen. Für viele stellt sich dann im Laufe des Lebens die Frage: "Was bedeutet Jesus für mich?"

Für mich hat sich die Frage das erste Mal im P-Seminar gestellt. Um die Frage zu beantworten, kann ich nur für mich sprechen, denn für jeden bedeutet der Begriff "Jesus" was anderes. Für mich ist Jesus eine Art Zufluchtsort, zu dem ich immer kommen kann, wenn es mir schlecht geht und ich Hilfe brauche.

Schließlich kann man sagen, dass Jesus für mich ein Ruhepol ist und er dich so akzeptiert, wer du wirklich bist.

Maria H. ist Schülerin am St. Marien-Gymnasium in Regensburg. Sie geht dort in die 11. Klasse.

Bewohner des Seniorenheims Friedheim


Das Video wurde von Schülerinnen der St. Marien-Schulen erstellt. Im Caritas-Seniorenheim Friedheim waren Laura-Sophie Maier, Simone Dechant und Sophia Fleck unterwegs und haben die Bewohner interviewt. Alle drei besuchen das P-Seminar und gehen in die Q11.

Lena Z.

Manche Leute wissen gar nicht, wer er ist. Manche haben etwas Ahnung, aber beschäftigen sich nicht viel mit ihm. Und ich? Ich weiß, wer er ist und ich glaube an ihn.

Natürlich frägt man sich, wo er ist, wenn andere leiden, hungern oder frieren müssen. Wo er ist, wenn Gewalt, Missbrauch oder Terror Menschenleben zerstören. Auch ich habe Zweifel. Dennoch weiß ich trotzdem, dass er da ist. Dass es ihn gibt und dass er jemand ist, an den man sich wenden kann, um Ängste und Sorgen loszuwerden.

Manchmal gibt es Momente, Wunder, die einfach nur er lösen kann und schon bin ich vom Glauben wieder fasziniert. Deswegen engagiere ich mich auch sehr in der Kirche und besuche eine katholische Mädchenschule, weil ich mich mit dem Glauben verbunden fühle. 

Trotzdem liegt es mir am Herzen, dass jeder zu dem Thema "Jesus und ich" stehen darf, wie er es für richtig empfindet.


Lena Z. kommt aus Regensburg und geht in die 11. Klasse am St. Marien-Gymnasium.

Schwester Marie Madeleine

Schwester Marie Madeleine vergleicht die Beziehung zu Jesu mit der einer Ehe. Man sieht keine Verbindung, die einen zusammenhält, man kann diese nur spüren. Jesus hat ihr immer wieder die Kraft gegeben, immer weiter zu gehen und Grenzen zu überwinden. Sie wusste, dass sie das Richtige tut und sich auf Jesus verlassen kann.

Die Entscheidung, einem Orden beizutreten, obwohl es auch Phasen wie in einer Ehe gibt, in denen man zweifelt, war für sie die einzig richtige. Jesus hat sie auf den rechten Lebensweg geführt und ihr in jeder Situation Rückhalt gegeben. Zu wissen, dass sie auf Jesus vertrauen kann, gab ihr Kraft und stärkte ihren Glauben.


Schwester Marie Madeleine gehört dem Orden des Heiligen Blutes an. Sie hat über 30 Jahre in Nairobi in Kenia gelebt. Dort hat sie als Missionsschwester in unzähligen Krankenhäusern geholfen.

Elena-Luisa P.

Jesus ist für mich ein treuer Begleiter, der mir in guten wie in schlechten Zeiten beisteht. Ich weiß, dass er immer da ist und mir zuhören wird. Er gibt mir Kraft, die schlechten Phasen des Lebens zu überstehen. Mit ihm in Kontakt gekommen bin ich in der Firm-Vorbereitung, wo unser Pfarrer uns viel von Gott und Jesus erzählt hat. Und auf alle Fragen, in denen wir Gott und Christus angezweifelt haben, wusste er stets eine Antwort, die uns unsere Zweifel vergessen ließ. Seitdem ist Jesus Christus ein Teil meiner Gedanken und in jedem Gebet danke ich ihm für das Leben, das ich führen kann und die tollen Menschen, die um mich herum sind. Ebenso bitte ich ihn um Hilfe für die Menschen, denen es nicht gut geht.


Elena-Luisa P. ist Schülerin am St. Marien-Gymnasium in Regensburg. Sie geht dort in die Q11.

Lucia A.

Für mich persönlich ist Jesus und auch der Glaube selbst relativ wichtig, weil ich darin Rückhalt finden kann. Selbst wenn ich einmal davon überzeugt sein sollte, dass mich alle im Stich gelassen haben, kann ich dennoch darauf zählen, dass Jesus bei mir ist und mich unterstützt.

Das Wissen, dass er uns Menschen niemals aufgibt oder vergisst, beruhigt mich und macht mir Mut. So kann ich selbstbewusster und eigenständiger durchs Leben gehen, weil ich immer weiß, dass Jesus mich auf ganz eigene Weise unterstützt. Wenn ich also auf Gott und Jesus vertraue, kann ich auch Vertrauen in mich selbst haben, denn sie sind bei mir, immer und überall.


Lucia A. geht auf das St. Marien-Gymnasium in Regensburg und besucht das P-Seminar Religion.

Lena W.

Seit meiner Geburt ist Jesus mein ständiger Begleiter und er wird mich auch noch weiter begleiten bis zu meinem Lebensende.

Jesus ist aber nicht nur mein Begleiter, sondern auch ein Freund, dem man alles anvertrauen kann. Außerdem kann ich mich immer auf ihn verlassen, dass er für mich da ist, wenn ich ihn brauche. Auch wenn man ihn nicht sehen kann, er ist immer anwesend. Egal in welcher Situation ich mich befinde, ob ich traurig oder fröhlich bin, all diese Momente kann ich mit ihm teilen.


Lena W. geht in die Q11 am St. Marien-Gymnasium Regensburg.

Annalena W.

Jesus hat für viele Menschen eine Vorbildfunktion. Er hat anderen in schlechten Zeiten geholfen und sie von Krankheit befreit.

Mir gibt Jesus Hoffnung, Kraft und Zuversicht. Hoffnung auf ein schmerzfreies, langes Leben mit wenig Sorgen. Kraft, um zu erreichen, was mir im Leben wichtig ist. Zuversicht, dass ich meine Träume erfüllen kann.

Jesus ist ein barmherziger Helfer, der jederzeit bei einem steht, wenn man sich alleine fühlt, auch wenn man ihn nicht sieht. Man kann mit ihm reden, wenn man Sorgen hat und er ist für einen da.

Jesus hilft jedem!


Annalena W. besucht das P-Seminar am St. Marien-Gymnasium in Regensburg.

Magdalena S.

Der Glaube und Jesus Christus sind mir in meinem Leben schon sehr früh begegnet. Ich erinnere mich selbst noch daran, wie wir im Kindergarten immer ein Morgengebet gesprochen haben, und am Sonntag ging es mit der Familie in die Kirche. Auch meine Oma, die mir von ihren persönlichen Erfahrungen erzählte und wie sie durch den Glauben Hoffnung fand, zeigte mir, dass Jesus Christus wirklich als "Licht des Lebens" gelten kann.

Später erfuhr ich in der Schule mehr über die Grundlagen und Hintergründe der christlichen Lehre und wurde Ministrantin. Irgendwo tief in mir drinnen wurde schon damals der Gedanke, dass Jesus als ein Symbol der Zuversicht, Hingabe und bedingungsloser Liebe gilt, verankert. Und auch die Überzeugung, dass er für uns alle da ist. Egal wer wir sind, woher wir kommen oder was wir getan haben. Jesus lässt uns nicht im Stich.


Magdalena S. geht in die 11. Klasse des St. Marien-Gymnasiums in Regensburg. Sie hat dort das P-Seminar Religion belegt.

Luisa W.

In der Schule und vor allem im Religionsunterricht lernen wir unseren Glauben. Im Kopf glauben wir theoretisch, doch für unser Herz muss es erst diesen "Aha-Effekt" geben, um fühlen zu können, was es heißt zu glauben. Dieser Aha-Effekt ist mir und meiner Familie widerfahren, als in unserem Nachbarhaus ein Blitz einschlug und die Trümmer meterweit weg flogen. Doch unser Haus, welches gegenüber und um einiges höher ohne Blitzableiter liegt, erlitt nicht einmal einen Steinschlag oder ähnliches. Einen Tag später fuhr ich mit dem Bus in die Schule, in welchen eine unaufmerksame Autofahrerin hinein prallte. Doch wie bei dem Blitzeinschlag ist niemandem etwas passiert. Diese zwei Vorfälle grenzen für mich an ein Wunder und gilt nun als Aha-Effekt für mich.

Diese vergangen zwei Tage zeigten mir, dass es mehr gibt. Wie dieses "mehr" genau aussieht, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es meiner Familie, unseren Nachbarn und der Autofahrerin körperlich gut geht und jemand da oben über uns wacht. Nun glaube ich von Herzen, dass Jesus uns seine Schutzengel in den richtigen Momenten schickt.


Luisa W. besucht die 11. Klasse am St. Marien-Gymnasium Regensburg.

Hanna N.

Für mich ist Jesus ein Symbol für Barmherzigkeit, Freundlichkeit und vieles mehr. Wenn es mir schlecht geht, denke ich oft an ihn und Gott. Er gibt mir Mut, weiter zu machen und niemals aufzugeben.


Hanna N. ist 16 Jahre alt und kommt aus Regensburg. Hier geht sie in die 11. Klasse des St. Marien-Gymnasiums und besucht das P-Seminar Religion.

Lena-Rosa Heitzer


Lena-Rosa Heitzer ist 17 Jahre alt. Sie wohnt seit kurzem in Donaustauf, ist aber Ministrantin in Tegernheim und engagiert sich im kirchlichen Jugendbereich.

Sie geht in die Q12 des Werner-von-Siemens-Gymnasium in Regensburg.

Katharina Thoma

"Jesus hat in meinem Leben bisher eigentlich immer eine Rolle gespielt. Am Anfang meines Lebens, in der Grundschule, dann verstärkt durch das 'Ministranten-Sein'... Ich habe einfach schon immer sehr gerne die Sonntagsmessen besucht. Oder auch zu anderen Anlässen die Kirche besucht.

Einfach die Gewohnheit, die Gemeinschaft in der Kirche, das Zusammensingen - das hat mich einfach schon immer erfüllt. Jedes Mal, wenn ich die Kirche wieder besuche, fühle ich mich danach so frei und freue mich, den Sonntag z.B. noch mit meiner Familie zu verbringen. Auch wenn ich diverse Veranstaltungen, wie "Nacht der Lichter" oder Jugendvespern in meiner Pfarrei besucht habe, hat mich das einfach immer wieder mit einer tiefen Zufriedenheit erfüllt.

Zur Zeit ist es leider durch mein Studium und den vielen Stress nicht immer möglich, in die Kirche zu gehen. Und das merke ich auch, dass mir etwas fehlt, wenn ich zwei oder drei Wochen am Stück nicht die Kirche besucht habe. Dann merke ich eben einfach, dass ein Stück von mir fehlt. Dass mir Jesus in meinem Leben fehlt.

Deshalb werde ich in Zukunft wirklich versuchen, öfter die Messe zu besuchen oder auch so einmal in eine Andacht oder eine Vesper zu gehen, um mir 'meinen Jesus' wieder ein bisschen mehr in meine Welt zurückzuholen."


Katharina Thoma kommt aus Tegernheim und ist 20 Jahre alt. Sie ist Ministrantin und studiert momentan in Bamberg Berufliche Bildung Sozialpädagogik zusammen mit Kunst. Außerdem ist sie Mitglied im Sachauschuss Jugend der Pfarrei Tegernheim.

Michael Eibl


Michael Eibl ist 54 Jahre alt und der Direktor der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) im Bistum Regensburg.

Bernadette Dechant


Bernadette Dechant ist 55 Jahre alt und Mitarbeiterin in der Hauptabteilung Seelsorge der Fachstelle Liturgie im Bischöflichen Ordinariat Regensburg und in der Hauptabteilung Orden und Geistliche Gemeinschaften.

Außerdem ist sie CSU-Stadträtin in Regensburg, verheiratet und hat drei Kinder.

Bürgermeisterin Birgit Höcherl

Birgit Höcherl ist 50 Jahre alt, Bürgermeisterin (CSU) von Schönsee, gehört zur Pfarrei St. Wenzeslaus und ist aktiv beim Kirchenchor und Kolping (u.a. Regie Laientheatergruppe).

Schüler der Konrad-Adenauer-Realschule Roding


Rebecca

Jesus spielt in meinem Leben eine große Rolle. Wenn es mir nicht gut geht oder ich nicht weiter weiß, weiß ich er ist da und alles, was passiert ist, hat einen gewissen Grund. Jesus gibt mir Hoffnung, auch wenn ich keine direkte Antwort von ihm bekomme. Er gibt mir, nicht nur in schweren Tagen, Kraft und Zuversicht, damit ich weiter meinen Weg gehen kann. Er ist wie ein offenes Ohr, an das ich meine Bitten, meine Zweifel und meine Ängste richten kann.

Monika 

Für einige Menschen ist Jesus ein moralisches Vorbild, welchem sie nacheifern möchten. Für mich aber ist Jesus ein Freund, dem ich erzähle, was mich freut und was mich bedrückt. Jedoch ist er auch ein solcher Freund, den man um etwas bitten kann.

Wir alle sollten uns stets bewusst sein, dass Jesus uns so liebt, wie wir sind und unser Verhalten auch dann akzeptiert, wenn es nicht dem entspricht, was er getan hätte. Daran sollten wir geflissentlich denken und uns danach orientieren.

Max

Jesus ist für mich sehr wichtig, da man sich in allen guten und schlechten Phasen des Lebens an ihn wenden kann und ihm alles anvertrauen kann. Ich bete jeden Abend und danke ihm für den Tag, der zurückliegt. Dadurch geht man mit einem besseren Gefühl in den Tag, wenn jemand einem immer Kraft gibt. Deswegen ist der Glaube wichtig und man kann auf ihn bauen und draus Kraft schöpfen.

Lukas

Der Glaube ist für mich die Hoffnung nach einem Leben nach dem Tod. Dadurch bekommt das Leben erst einen Sinn und nimmt einem die Angst vor dem Tod. Auch wenn wichtige Prüfungen anstehen, fühle ich mich durch den Glauben zu Gott gestärkt.

Sebastian

Wenn ich an Jesus denke, stelle ich mir immer einen barmherzigen, immer bereiten Helfer und Erlöser vor; er begleitet uns jeden Tag unseres Lebens und erlöst uns am Ende. Er steht uns/mir immer bei, man vergisst durch ihn unsere Sorgen und Nöte, oder er lässt sie zumindest als winzig kleine Problemchen wirken. Man bestreitet sein ganzes Leben im Rücken mit Jesus.

Alle fünf sind Schüler der Klasse 10c der Konrad-Adenauer-Realschule in Roding.

Anton Schmid

Anton Schmid kommt aus Tegernheim und ist 67 Jahre alt. Er ist von Berufs wegen Mesner in der Pfarrei Mariä Verkündigung in Tegernheim.

Rosa Schmid

Rosa Schmid ist 63 Jahre alt. In der Pfarrei Mariä Verkündigung in Tegernheim ist sie als Lektorin und Kommunionhelferin im Einsatz.

Claudia Balk

An Jesus Christus, so wie ich ihn in der Bibel erlebe, fasziniert mich immer wieder, wie es ihm gelungen ist, die Welt, in der er lebte, und die Menschen darin mit den Augen Gottes wahrzunehmen – wie schonungslos er Ungerechtigkeit, Willkür und Heuchelei durchschaute und wie er andererseits fähig war, die Not der Menschen, ihre Bedürfnisse, ihre tiefsten Sehnsüchte, die sie teilweise selbst nicht kannten, wahrzunehmen und ihnen zu begegnen und wie damit seine Vision vom Reich Gottes anfing, ganz konkret Wirklichkeit zu werden. Für die Menschen seiner Zeit muss es mit einem Mal ganz leicht gewesen sein, sich Gott vorzustellen, wenn sie Jesus Christus sahen.

Manchmal frage ich mich, ob die Glaubenskrise unserer Zeit damit zusammenhängt, dass es zu wenige Menschen gibt, an denen wir noch ablesen können, wie Gott ist. Aber genau darin sehe ich meine Aufgabe als Christ – ein bisschen von Jesus Christus zur Welt zu bringen, gerade so viel, wie ich eben kann.

Für mich heißt das zum Beispiel, nicht wegschauen vor lebensfeindlichen Strukturen in Wirtschaft und Gesellschaft und im Kleinen versuchen, Akzente zu setzen, mich für den Fairen Handel und einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Erde stark zu machen. Aber auch, was seinen Umgang mit Menschen angeht, kann ich als Religionspädagogin viel von Jesus Christus lernen, wenn es darum geht, meinen Schülern und Kollegen achtsam, wertschätzend und wahrhaftig zu begegnen und z.B. in meinem Unterricht auch Gelegenheiten zu schaffen, in dem meine Schüler solche Haltungen selbst einüben können.

Claudia Balk ist 48 Jahre alt und Diplom-Religionspädagogin. Sie arbeitet zurzeit als Religionslehrerin mit Gemeindeauftrag in Tegernheim und Donaustauf.

Christian Lachner

Mein Glaube ist für mich wie ein Fundament, das mich in guten Situationen, aber auch in schlechten, immer trägt und worauf ich fest bauen kann. Ich weiß, dass Jesus für mich da ist, wenn ich ihn brauche. Ich kann meine Sorgen und Nöte bei ihm lassen, aber auch meine Freude mit ihm teilen.

Als Mesner hat man viel in der Kirche zu tun, da kann das Beten schon mal zu kurz kommen. Wenn ich aber dann mal Luft zwischen den Gottesdiensten habe, nehme ich mir Zeit, zu Jesus zu beten.

Christian Lachner ist 19 Jahre und kommt aus Tegernheim. Dort ist er Kraftfahrzeugmechatroniker für Nutzfahrzeugtechnik und Mesner.

Eva Habanova

Eva Habanova kommt aus Prag. Sie ist Studentin für das Grundschul-Lehramt in Regensburg und 22 Jahr alt.

Stefanie Beck

Stefanie Beck kommt aus Regensburg und ist 22 Jahre alt. Sie studiert Deutsch und Religion auf Lehramt.

Grundschüler der Regensburger Domspatzen

Luca, Benedict, Vincent, Andreas, Justus und Magnus-Leander sind zwischen 7 und 9 Jahre alt und besuchen die Grundschule der Regensburger Domspatzen.

Xaver Geiger

Xaver Geiger ist 25 Jahre alt. Er ist Ingenieur für erneuerbare Energien, kommt aus Lohberg im Bayerischen Wald und engagiert sich in einer katholischen Jugendbewegung. 

Esther M.

Esther M. ist 17 Jahre alt, besucht das Gymnasium der St. Marien-Schulen in Regensburg und nimmt dort am P-Seminar Religion teil. Sie übernimmt Lektorendienste in ihrer Pfarrei in Kallmünz und spielt Geige, Klavier und Gitarre, unter anderem im Kammerorchester der St. Marien-Schulen und in der Frühförderklasse an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik in Regensburg.

Rebecca J.

Zum ersten Mal in meinem Leben ist mir lebendiger Glaube in Taizé begegnet. Dort lernte ich vor allem durch Taizé-Gesänge, die Begegnung mit verschiedenen Menschen, die Gemeinschaft, die große Akzeptanz, aber auch die Stille eine ganz andere und neue Art von Glauben und Kirche kennen als es hier in Deutschland der Fall ist. Natürlich kann man hier auch Gemeinschaft erleben, beispielsweise in der kirchlichen Jugendarbeit oder in verschiedenen kirchlichen Verbänden, die unzählige Aktionen anbieten, aber dennoch ist es in Taizé etwas ganz anderes. Ich finde, dass das Taizé-Lied „Mon ame se repose“ meine Einstellung zu Gott und dem Glauben am besten beschreibt: „Bei Gott bin ich geborgen, still, wie ein Kind, bei ihm ist Trost und Heil. Ja, hin zu Gott verzehrt sich meine Seele, kehrt in Frieden ein.“

Rebecca J. ist 17 und besucht ebenfalls das P-Seminar Religion am St. Marien-Gymnasium in Regensburg. Sie ist tätig in der Jugendarbeit der Pfarrei St. Jakobus in Regenstauf und Praktikantin bei der Jugendstelle Regensburg-Land.

Anna M., Julia W., Katharina H.

Anna M. ist 18 Jahre, Julia W. ist ebenfalls 18. Katharina H. ist 17 und Ministrantin und Gruppenleiterin. Alle drei gehen auf das St. Marien-Gymnasium in Regensburg.

Julia N.

Jesus ist für mich ein Vorbild. Für ihn steht es an erster Stelle, den Menschen zu helfen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Ich finde, dass er ein viel besseres Vorbild abgibt als zum Beispiel irgendwelche Popstars, die nur drauf aus sind, Aufmerksamkeit zu bekommen und andere Leute zu schocken. Jesus akzeptiert jeden Menschen so, wie er ist. Daran sollten wir uns alle orientieren!

Julia N. ist 17 Jahre alt und nimmt am P-Seminar Religion des St. Marien-Gymnasiums teil.

Lisa H.

Für einige Menschen ist Jesus ein Geschichtenerzähler oder ein moralisches Vorbild. Für mich ist er eher ein Menschenfreund, jemand, zu dem ich reden kann, wenn ich mich in einer schwierigen Situation befinde, oder ich mir wünsche, dass Konflikte sobald wie möglich gelöst werden sollen. Aber er ist auch dann als ,,Menschenfreund‘‘ da, wenn man jemanden braucht, um ihm seine Sorgen zu erzählen oder eine Schulter zum Anlehnen braucht.

Für jeden Menschen bedeutet Jesus etwas anders, jeder hat seine eigene Vorstellung von dem ,,Sohn Gottes‘‘.

Auch Lisa H. besucht das St. Marien-Gymnasium in Regensburg.

Domvikar Andreas Albert

Andreas Albert ist Domvikar in Regensburg. Er leitet das P-Seminar Religion am St. Marien-Gymnasium.

Benedikt Kölbl

Benedikt Kölbl ist 25 Jahre alt, kommt aus Regensburg und gehört zur Pfarrei St. Emmeram. Er studiert Lehramt für Realschule mit der Fächerkombination Religion und Mathematik, nebenbei ist er ehrenamtlich bei einem katholischen Jugendverband tätig.

Franz Kammerl

Der Wunsch, dem Herrn zu dienen, war schon früh bei mir vorhanden, ich träumte romantische Träume von Gottesdienst und Beschaulichkeit. Ihn aber zu fragen, wo Er mich denn haben wolle, fiel mir nicht ein, und so dauerte es ein halbes Menschenleben, bis Sein Wille und meine Wünsche sich vereinten. Heute weiß ich: ich habe als Chauffeur den Menschen da zu dienen, wo sie mich brauchen, auf der Straße. Hier begegnet mir Menschenleben von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Das auszuhalten ist nicht immer leicht, doch zeigen sich mir unterwegs Bilder - egal ob in der Stadt oder auf offenem Land - von wunderbarer Weite und Schönheit, und hinter allem offenbart sich mir eine verborgene, größere göttliche Wirklichkeit. Und so diene ich Ihm mit großer Freude. Gepriesen sei Er, heilig ist Sein Name!

Franz Kammerl ist 62 Jahre alt und lebt in Regensburg. 



Elke Burger

Elke Burger ist 60 Jahre alt und kommt aus Kemnath.

Marie Luise Wiesner

Marie Luise Wiesner aus der Pfarrei Vilshofen ist 44 Jahre alt und Bäuerin.

Clemens und Sarah Reimer

Clemens Reimer aus Wackersdorf ist 15 Jahre alt und Regensburger Domspatz. Seine Schwester Sarah lebt in Regensburg, ist 19 Jahre alt und Mechatronikerin in Ausbildung.  

Andreas Fleischer

Der Glaube an Jesus ist ein wichtiger Eckpfeiler für mein Leben: schon früh geprägt von meinen Großeltern und Eltern wurde ich im Kommunionkindalter in die Ministrantengruppe aufgenommen und habe dort schließlich einige meiner engsten Freunde und auch einen festen Platz in meiner Heimatpfarrgemeinde gefunden. Immer wieder inspiriert durch die Arbeit mit den Minis (zu späterer Zeit als Gruppenleiter und Oberministrant) und den Verantwortlichen der Seelsorgeeinheit, durch etliche tolle Religionsstunden in der Schule und immer neue Ideen, welche von und mit meinem Freundeskreis getragen wurden, bin ich bis heute meiner Aktivität in der Pfarrei treu geblieben; von Ministrantendienst über Jugendarbeit bis hin zur Gottesdienstvorbereitung macht mir diese Tätigkeit unheimlich großen Spaß.

Somit bedeutet mein Glaube für mich einerseits lebendig erfahrbare Gemeinschaft und Aufgabe, andererseits ist er für mich – besonders seitdem ich durch mein Studium noch tiefer in den Fachbereich der Theologie eintauchen durfte – Faszination, spannende Vielfalt, Bereicherung, Dialog und oft auch Gesprächsgrundlage, persönliche Herausforderung und immer wieder aufs Neue auch eine ganz bewusste Entscheidung!


Andreas Fleischer ist 22 Jahre alt und studiert Lehramt für Gymnasium (Latein und kath. Religionslehre) in Bamberg. Er kommt ursprünglich aus Oberviechtach, wo er in der Pfarrei St. Johannes d. Täufer aktiv ist.

Maria Gleißl

Maria Gleißl aus Regensburg ist 96 Jahre alt.

Birgitt Pfaller

Birgitt Pfaller ist 53 Jahre alt, wohnt in Geiselhöring im Landkreis Straubing-Bogen und arbeitet als Pastoralreferentin.

Rafael Fuchs

Der Glaube an Jesus Christus ist mir eine Quelle, aus der ich jederzeit schöpfen kann. Wenn ich mutlos bin oder nicht mehr weiter weiß, dann kann ich daraus die Kraft schöpfen, wieder aufzustehen, neu zu beginnen und und nach vorne zu blicken. Gott schenkt mir die Inspiration, wenn meine Kreativität nachlässt und wenn ich mich IHM anvertraue, habe ich keine Angst, auch mal Neues auszuprobieren. Es ist tröstlich, jemanden zu haben, dem ich alles anvertrauen kann.In diesem Sinne will ich mich auch weiterhin von IHM führen lassen.


Rafael Fuchs ist 23 Jahre alt, kommt aus Waldkirchen und studiert Bauen im Bestand (Bauingenieurswesen) in Regensburg.

Ryan Santiago

Ryan Santiago ist 33 Jahre alt, wohnt in Straubing und ist HNO-Ärztin.

Monika Huber

"Christus hat mir ein wunderbares Gottesbild vermittelt. Gott liebt mich ohne Vorbedingung.Glaube bedeutet für mich, dass ein liebender Gott mich immer begleitet. Ich habe einen treuen, verlässlichen Freund, Ansprechpartner und Begleiter, auf den ich mich immer verlassen kann und der immer für mich da ist und Zeit hat. Seine Liebe trägt mich auch in schwierigen Zeiten. Mit meinem Leben, mit meinen Worten und Werken möchte ich Antwort geben auf seine große Liebe."


Monika Huber ist 60 Jahre jung und lebt seit 58 Jahren in Deggendorf. Sie gehört zur Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“. Seit zwei Jahren ist sie Beisitzerin in der Vorstandschaft des Frauenbundes in der Pfarrei. Beruflich ist sie seit 7 Jahren Leiterin der Bürgerarbeit der Stadt Deggendorf und begleitet und koordiniert über 170 Ehrenamtliche in den verschiedenen Projekten, u. a. einem Altenheim-Besuchsdienst, die Akteure in den Altenheimen, der Tafel, einem Kleiderladen, in Lesepatenschaften und Kinder philosophieren.

Claudia Bauch

Claudia Bauch ist 43 Jahre alt und kommt aus der Pfarrei Pförring bei Bad Gögging. Sie ist von Beruf Ergotherapeuthin und arbeitet im Altenheim in Pförring.
 
Sie ist verheiratet und hat eine Tochter.

Steffi Lang

Steffi Lang ist 20 Jahre alt, kommt aus Regensburg und studiert Latein und Religion auf Lehramt Gymnasium. Sie ist Oberministrantin in der Pfarrei St. Emmeram.