Das Stundengebet – Tagzeitenliturgie
„Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang sei der Name des Herrn gelobt.“ (Psalm 113, Vers 3)
Die Laudes als Morgengebet und die Vesper als Abendgebet bilden die beiden Angelpunkte des täglichen Stundengebetes.
Die Wendepunkte des Tages – Morgen und Abend – nehmen seit Menschengedenken eine besondere Stellung ein. Sie sind Wendepunkte vom Licht ins Dunkel, vom Dunkel zum Licht. An ihnen sucht der Mensch im Gebet die besondere Nähe zu seinem Gott, um ihm zu danken, ihn zu loben und zu bitten. Die Tagzeitenliturgie entwickelte sich als gemeinschaftliches Gebet der Kirche und war ursprünglich Gemeindegottesdienst.
Kern des Stundengebets sind die Psalmen, über die gesagt wird: „Der Psalm ist die Ruhe des Herzens“. Sein Gleichmaß, sein ruhiger Atem, sein kraftvolles und gemessenes Wort, seine Melodien bringen Gelassenheit, aus der dann Besinnlichkeit wächst. Wer heute in den Gottesdienst kommt, kommt aus der Unruhe, aus der Hektik des Alltags. Im Gebet der Psalmen hat der Beter die Möglichkeit, wieder zur Ruhe zu kommen, um dann sein Leben im Licht der Frohen Botschaft anzuschauen und es im Gebet vor Gott zu bringen.
Struktur der...
Laudes Morgenlob – beim Sonnenaufgang (vom lateinischen laudare = loben) Eröffnung Hymnus Psalmodie 1. Psalm Gesang aus dem Alten Testament 2. Psalm Schriftlesung Responsorium (Antwortgesang) Benedictus Bitten Vaterunser Schlussgebet Segen und Entlassung Gebetsmotive: Gedächtnis an die Auferstehung Jesu Christi am Ostermorgen. In ihnen sind Bitten für die Anliegen des Beters enthalten, dass die Aufgaben und die Arbeit des Tages gelingen.
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Vesper Abendlob – beim Sonnenuntergang (vom lateinischen vesper bzw. vespera = Abend)
Eröffnung
Hymnus
Psalmodie 1. Psalm 2. Psalm Gesang aus dem Neuen Testament
Schriftlesung
Responsorium (Antwortgesang)
Magnificat
Fürbitten Vaterunser Schlussgebet
Segen und Entlassung
Gebetsmotive: Dank für den vergangenen Tag, aber auch für die Heilstaten Christi (Gründonnerstag, Karfreitag) und in den Fürbitten das Gebet für die Anliegen der Menschen
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