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Kondolenzbuch für Apostolischen Protonotar Dr. Albert Rauch

Kondolenz von Kardinal Walter Kasper aus Rom

Mit großer Anteilnahme habe ich die Nachricht vom Tod von Apostolischem Protonotar Dr. Albert Rauch erhalten.

Dr. Rauch gehört zum Urgestein der Ökumene in Deutschland mit den orthodoxen und den orientalisch-orthodoxen Kirchen. Durch zahlreiche persönliche Kontakte hat er viele Fäden geschlagen und ein weites Netzwerk von ökumenischen Kontakten geknüpft. Durch den Aufbau des Studienseminars hat er viele ostkirchliche Priester und künftige Bischöfe mit der Ökumene vertraut und zu Freunden der katholischen Kirche gemacht. Das alles war ihm möglich, weil er der ostkirchlichen Tradition und ihrer Liturgie von ganzem Herzen und mit großer Liebe innerlich zugetan war. Er war ein Ökumeniker des Herzens und aus ganzem Herzen. Mit dieser Ökumene der Liebe hat er der Ökumene der Wahrheit den Boden bereitet und selbst durch seine intime Kenntnis selbst einen bedeuteten Beitrag dazu geleistet. Wir alle haben Dr. Rauch sehr vieles zu verdanken und werden ihn als liebenswürdigen Menschen, als aufrichtigen Christ und als Mitbruder missen. Ich bin überzeugt, dass die Saat, die er ausgestreut hat, über seinen Tod hinaus aufgehen, wachsen und Frucht bringen wird. Gott, in dessen Reich er nun endgültig abberufen wurde, möge ihm seinen unermüdlichen Dienst reichlich lohnen.

Kondolenz von Konrad Heil aus Berlin

Dr. Albert Rauch hatte ich vor über einem halben Jahrhundert als Religionslehrer. Als Kaplan in Herz Jesu, Weiden, hat er in meinem Leben prägende Spuren hinterlassen. Durch ihn bin ich mit der Fokolar-Bewegung in Kontakt gekommen, wofür ich ihm zutiefst dankbar bin. Zuletzt habe ich ihn mit großer Freude bei meiner Primiz 2011 in Weiden gesehen, herzlich, freundschaftlich, als ob die Zeit stehen geblieben wäre...
Möge Gott nun in ihm vollenden, was ER in seinem Erdenleben begonnen hat.

Kondolenz von Bischof Dr. Feige aus Magdeburg, Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz

Mit großer Betroffenheit habe ich Kenntnis vom Tod von Prälat Dr. Albert Rauch erhalten. Als Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz und ihrer Arbeitsgruppe "Kirchen des Ostens" sowie auch ganz persönlich möchte ich mein tief empfundenes Beileid aussprechen.

Mit großem Dank schaue ich als Vorsitzender der Ökumenekommission auf das unermüdliche Engagement, mit dem Prälat Rauch sich über beinahe fünf Jahrzehnte für die Förderung der Einheit der Kirche eingesetzt hat. Insbesondere war ihm die Kontaktpflege zu den Ostkirchen ein persönliches Herzensanliegen, dem er sich zeitlebens bis zu seinem Tod mit großer Hingabe widmete. Seit 1966 engagierte sich der Verstorbene in der damals neu gegründeten Arbeitsgruppe "Kirchen des Ostens", die bis heute als eine Arbeitsgruppe der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz besteht, als Geschäftsführer. 35 Jahre lang prägte er in dieser Funktion mit großem Einsatz ihre Arbeit und trug so maßgeblich zum Aufbau und zur Intensivierung der Kontakte zwischen der katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen bei. Unschätzbar war seine profunde Sachkenntnis der Ostkirchen, die sich mit der Fähigkeit, verlässliche, ja freundschaftliche Beziehungen zu den orthodoxen Kirchen aufzubauen, verband. Auch als Berater der Ökumenekommission von 1968 bis 2006 brachte Prälat Rauch sich aktiv in die Gestaltungsprozesse der deutschen Ökumene ein.

Als langjähriger Direktor des Ostkirchlichen Institutes in Regensburg machte sich Prälat Rauch gemeinsam mit Prälat Wyrwoll besonders verdient um das Stipendienprogramm der Deutschen Bischofskonferenz für orthodoxe Theologen. Viele ehemalige Stipendiaten, die heute wichtige Ämter in ihren Kirchen bekleiden und im Dienst an der Einheit in ökumenischen Gremien weltweit mitarbeiten, hat Prälat Rauch auf ihrem Weg begleitet. Auf Initiative des Ostkirchlichen Institutes wurde mit der ORTHODOXIA ein Nachschlagewerk der Bischöfe aller orthodoxen und orientalisch­ orthodoxen Kirchen angefertigt, das seit seiner Erstherausgabe im Jahr 1982 eine ständige Aktualisierung erfährt. Es ist bis heute eine unverzichtbare Quelle für alle, die sich im katholisch-orthodoxen Dialog engagieren.

Für seine vielfältigen Verdienste wurde der Verstorbene vielfach von katholischer und orthodoxer Seite ausgezeichnet. Ich darf an dieser Stelle besonders erwähnen, dass die Deutsche Bischofskonferenz sein Lebenswerk im Jahr 2013 mit der Verleihung der Bonifatiusmedaille gewürdigt hat. Die Deutsche Bischofskonferenz ist dem Verstorbenen insbesondere für seine Impulse zu Fragen der Orthodoxie zu bleibendem Dank verpflichtet.

Mit dem Tod von Prälat Rauch verliert die katholische Kirche einen leidenschaftlichen Seelsorger und Pionier des katholisch-orthodoxen Dialogs. Seine Erfahrungen und die Sensibilität, mit der er den ökumenischen Dialog führte, bereicherten stets die Kontakte zwischen der katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen. Ich darf versichern, dass die Deutsche Bischofskonferenz dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren wird. Möge Gott der Herr dem Verstorbenen in der Herrlichkeit der Auferstehung den ewigen Lohn für seine irdischen Mühen schenken.

Kondolenz von pictorii Maria #351;i Grigore Popescu aus România, Câmpulung Muscel, jud. Arge#351;


Lumina care ne-aţi dăruit-o în viaţă ne va lumina încontinuare.
Calea urcuşului să Vă fie lumină din Lumina Taborică.

pictorii Maria şi Grigore
Bucureşti

Kondolenz von Prof. Dr. Konstantinos Nikolakopoulos aus München

In großer Trauer denke ich an den verstorbenen Prälats Dr. Albert Rauch und bete inbrünstig für die ewige Ruhe seiner Seele. Der "Dr. Rauch" war ein unermüdlicher Unterstützer der Ökumene und ein tiefer Kenner der Orthodoxie in all ihrer Breite. Wie unzähligen orthodoxen Stipendiaten stand er auch mir und dann meiner Familie in unseren ersten Jahren ab 1984 anfangs im OKI (Regensburg) und später in München bei. Für diese ersten Jahre bin ich ihm zutiefst dankbar. Möge Gott ihm die Ruhe gewähren; sein Gedenken bleibe ewig!

Kondolenz von Stefan Bächer aus München

Auferstehung ist unser Glaube,
Wiedersehen unsere Hoffnung,
Gedenken unsere Liebe.

Kondolenz von Wilfried Wehling aus Moskau - Russland

Es ist mir und meinen Moskauer Freunden ein Anliegen, einige Zeilen zu schreiben, um diese außergewöhnliche kirchliche, ökumenische und menschliche Persönlichkeit zu würdigen.
Seit den achtziger Jahren kenne ich Prälat Rauch. Ich traf ihn zum ersten Mal bei einem Regensburger Symposium. Damals bereitete ich mich vor, nach Moskau umzuziehen, um dort nun schon seit 1990 für die Fokolar-Bewegung zu arbeiten. Sein Rat und seine Erfahrung haben mir geholfen, in Moskau Fuß zu fassen und viele Kontakte zur orthodoxen Kirche aufzubauen.
Auch in den schwierigen Zeiten der Missverständnisse und Spannungen zwischen der russisch-orthodoxen und der katholischen Kirche (Anfang der neunziger Jahre und besonders um das Jahr 2000 herum) war Dr. Rauch immer ein willkommener Gast bei der russisch orthodoxen Kirche. Wir sprachen öfter miteinander bei seinen nicht seltenen Besuch in Moskau. Von ihm lernte ich, die Russen besser zu verstehen und Geduld mit ihnen zu haben, die heute vielleicht einmal aufbrausen und beleidigt sind, aber morgen froh sind, wenn man so tut als wäre nie etwas gewesen. Er war ein ausgezeichneter Mann des Dialogs, ein Brückenbauer zwischen unseren Kirchen, immer verständnisvoll, immer positiv.

Eine Delegation unserer russischen Fokolar-Bewegung, die in Moskau hauptsächlich aus orthodoxen Christen besteht, besuchte im Jahr 2000 und im Jahr 2010 das Ostkirchliche Institut in Regensburg. Prälat Rauch war ein vorzüglicher Gastgeber und viele haben beste Erinnerungen an ihn und möchten auf diesem Weg ihre Dankbarkeit ausdrücken, ihn kennengelernt und schätzen gelernt zu haben.

Möge Gott ihm das Hundertfache für seinen Einsatz schenken und möge Prälat Rauch vom Himmel aus jetzt jegliches Bemühen um die Einheit der Kirchen unterstützen.

Wilfried Wehling
auch im Namen der Fokolar-Bewegung der Zone Moskau

Kondolenz von Maria Lorenz aus EppelheimHeidelberg

Dr. Albert Rauch war für mein Leben und das meiner Ursprungsfamilie sehr bedeutsam. Ich glaube, dass ich ohne sein Lebenszeugnis keine Christin geblieben wäre. Sein einfacher und so tief gelebter Glaube holte mich aus den Glaubenskrisen der frühen Jugend. Er begleitete mich (und viele andere) als Pfadfinderin in Weiden. Durch ihn kam ich mit der Fokolar-Bewegung in Kontakt, die meine geistliche Heimat geworden ist, in die ich mich fest eingebunden habe. Er war Studentenpfarrer in meiner Regensburger Zeit. Noch viele Male überkreuzten sich unsere Wege, gerade auch durch die Treue, mit der er Kontakte aufrecht erhielt. Immer wieder faszinierten mich seine tiefe Gottverbundenheit, sein unverbrüchlicher Glaube an das Eingreifen Gottes in schwierigen Situationen, seine frohe Heiterkeit und Gelassenheit, seine immense Intelligenz, Belesenheit, Weisheit, Vielsprachigkeit und gleichermaßen die Einfachheit und Bescheidenheit, mit der den Menschen auf seinem Weg begegnete. Seine Liebe zur Orthodoxie entsprang dem tiefen Wunsch nach der Einheit der Christen: dafür hat er sich verzehrt. Ich habe in ihm einen väterlichen Freund verloren - und vielleicht mehr denn je gefunden.

Kondolenz von Wilfried Hagemann aus Ottmaring bei Augsburg

Vom ersten Tag meines Studiums in Rom/Germanikum ist mir Albert Rauch ein Freund geworden. Ich erlebte ihn als einen marianischen Menschen, demütig, voller Glauben und Gottvertrauen, zupackend, hilfsbereit, auf die Liebe zu jedem ausgerichtet, ein Mann der Einheit. Seine Liebe zur Orthodoxie, die er mit Klaus Wyrwoll teilte, hat mich angesteckt.Unsere Verbundenheit im Priesterfokolar verstärkte dies enorm. Ich wünsche unseren Kirchen den langen Atem der inspirierenden Liebe zu den orthodoxen Kirchen, die in Albert Rauch lebt.

Kondolenz von Karekin II, Katholikos aller Armenier aus Armenien

Mit großer Bestürzung haben wir vom Ableben des Apostolischen Protonotars Hochwürdigsten Dr. Albert Rauch erfahren. Im Namen des Obersten Geistlichen Rates der Armenisch-Apostolischen Kirche und der Bruderschaft vom Hl. Etchmiadzin möchten wir auf diesem Weg unser aufrichtiges Beileid und unsere Anteilnahme an diesem schmerzhaften Verlust zum Ausdruck bringen.

Unschätzbar ist das über fünf Dekaden herausragende Wirken des selig Verstorbenen im Dienst der Kirche Jesu, das er mit unerschöpflicher Liebe und als guter Hirte geleistet hat. In ganz besonderem Maße möchten wir jene einzigartige Beziehung und Liebe zur Orthodoxie unterstreichen, die Dr. Albert Rauch ein Leben lang ausgezeichnet hat. In großer Dankbarkeit und Wertschätzung erinnern wir uns heute an die großzügige Hilfe und den Beistand, den viele armenische Studenten des Hl. Stuhls von Etchmiadzin bei ihren Studien am Ostkirchlichen Institut Regensburg von Dr. Albert Rauch erfahren durften.

Er wird uns fehlen. Umso mehr werden wir ihn in bester Erinnerung bewahren.

In dieser Zeit des Gebets bitten wir innigst, dass der Auferstandene Christus die Seele Seines verstorbenen Dieners mit Seiner unendlichen Barmherzigkeit empfängt und sie in den himmlischen Herbergen ruhen lässt. Möge Gott alle trauernden Herzen durch gestärkten Glauben kräftigen und trösten.

Das Andenken des Gerechten sei gesegnet. Amen.

In ökumenischer Gebetsverbundenheit und mit innigster Anteilnahme

KAREKIN II
OBERSTER PATRIARCH UND KATHOLIKOS ALLER ARMENIER