Oskar und die Dame in Rosa

104 min, 2009, ab 12 Jahren


Oskar ist gerade einmal zehn Jahre alt – und hat nicht mehr viele Tage zu leben. Er leidet an einer besonders aggressiven Form von Leukämie. Doch keiner hat den Mut, ihm die Diagnose zu eröffnen – weder seine Eltern, noch der Arzt oder die Krankenschwestern. Sie alle flüchten sich in distanzierte Höflichkeit. Aus Trotz tritt Oskar in Redestreik. Erst als er in der Klinik die Dame in Rosa trifft, die erste, die ihn endlich wie einen normalen Menschen behandelt, spricht er wieder, aber ausschließlich mit ihr. Nach anfänglichem Sträuben – die Dame in Rosa hat eine starke Abneigung gegen Krankenhäuser – freunden sie und Oskar sich schnell an. Sie ermuntert Oskar zu einem Spiel: Er soll sich vorstellen, dass jeder Tag von nun an zehn Jahre bedeutet. In seiner Phantasie hat der todkranke Oskar nun die Möglichkeit, doch noch ein ganzes, erfülltes Leben zu führen – eine Zukunft im Schnelldurchlauf. Mit Rose an der Seite durchlebt Oskar seine Flegeljahre, den ersten Kuss, die erste Liebe, Midlifecrisis und Gebrechlichkeit. Und auch für die Dame in Rosa bleibt dieses „Spiel“ nicht ohne Konsequenzen.
(Nach dem Besteller von Eric-Emmanuel Schmitt)




Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen

106 min, 2010, ab 12 Jahren




Schon als Kind empfängt Hildegard Visionen und wird im Alter von acht Jahren in ein Benediktinerkloster gebracht. Dort hält der strenge Abt Kuno das Zepter fest in der Hand und übergibt das Mädchen schließlich an ihre Mentorin Jutta von Sponheim. Sie fördert nicht nur die musikalische Begabung, sondern bringt ihr christliche Werte, Lesen, Schreiben und viel Wissen über die Heilkraft der Kräuter bei. Acht Jahre später wird sie Nonne und trifft auf den jungen Mönch Volmar, der sie drängt, ihre Visionen aufzuschreiben.





Der Junge im gestreiften Pyjama

94 min, 2008, ab 14 Jahren



Der 8jährige Bruno, Sohn eines NS-Offiziers zieht mit seiner Familie 'aufs Land' gen Osten, wo der Vater in einem Vernichtungslager eingesetzt wird. Das Kind ahnt nicht, was hinter dem Zaun des Lagers vor sich geht. Es schließt Freundschaft mit einem jüdischen Jungen und gerät dadurch selbst in große Gefahr. Ein Blick auf den Holocaust aus kindlicher Perspektive, der Schock- und Schreckensszenarien außen vor lässt. Er nähert sich vielmehr dem Massenmord auf irritierend naive Weise an, wobei dessen perverse Banalität umso aufwühlender offen gelegt wird. (Nach dem gleichnamigen Roman von John Boyne)




Ihr könnt euch niemals sicher sein

90 min, 2008, ab 14 Jahren

Ein 17-Jährige Gymnasiast bringt seine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse gern in Hip-Hop-Texten zum Ausdruck. Als ihm seine Lehrerin eine Sechs für eine Deutscharbeit über 'Das Leiden des jungen Werther' gibt, die er im Stil eines Rap getextet hat, verlässt er enttäuscht und wutentbrannt die Klasse. Dabei verliert er einen Zettel, der unter anderem die Zeile 'Ich knall' euch alle ab' enthält. Aus Angst, einen potenziellen Amokläufer im Haus zu haben, informiert die Schulleitung die Polizei. Der Junge rückt nicht eindeutig von seinem Song ab, keiner weiß so recht, ob man dem Jungen trauen kann. Er wird vorübergehend in die Jugendpsychiatrie eingewiesen. Nach der Entlassung wird die Situation immer schwieriger und eskaliert.Hauptdarsteller Ludwig Trepte bringt alles mit, was ihn in der Welt der Erwachsenen und aus Sicht des Publikums zum Antagonisten stempeln würde. Trotzdem gelingt es Trepte, Oliver als Sympathieträger zu spielen: Er ist kein Täter, sondern bloß ein junger Mann, der an der Intoleranz einer gleichgültigen Umgebung scheitert.




Let´s make money

107 min, 2008, ab 14 Jahren



Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten! Wir sollen unser Geld einer Bank, einer Versicherung, einem Investmentfond anvertrauen und von den Zinsen profitieren. Doch was bedeutet dieses Angebot? 'We feed the world'-Regisseur Erwin Wagenhofer nimmt diesen Werbespruch als Ausgangspunkt für eine Tour durch die internationale Finanzwelt: er reist in die USA, nach Afrika, Europa und Asien, und spricht mit Vertretern und Kritikern der internationalen Finanzmärkte. Er kontrastiert oder ergänzt deren Aussagen durch eigene Bilder. Dabei konzentriert sich Wagenhofer auf diejenigen, die von den Geschäften der Börsenmakler und Investoren betroffen sind: die Menschen.




11th Hour - 5 vor 12

89 min, 2007, ab 14 Jahren


Ambitionierter Dokumentarfilm über die Ursachen und Folgen der Klimaerwärmung, dem Leonardo DiCaprio sein Gesicht als medialer Blickfang leiht. Mehr als 50 Wissenschaftler analysieren in Studio-Interviews, wie die Menschheit in diese Sackgasse geriet und welche Auswege es gibt. Ein komplexer, aber auch atemloser "Crash-Kurs", dessen gewaltige Informationsflut eigentlich nur durch die Website des Films erfassbar wird, wo sich die Einzelthemen nachrecherchieren lassen.




Das Leben der Anderen

132 min, 2006, ab 14 Jahren


Ost-Berlin, November 1984. Der DDR-Staat sichert seinen Machtanspruch mit einem erbarmungslosen System aus Kontrolle und Überwachung. Als Oberstleutnant Anton Grubitz den linientreuen Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler auf den erfolgreichen Dramatiker Georg Dreyman und seine Lebensgefährtin, den Theaterstar Christa-Maria Sieland ansetzt, verspricht er sich davon einen Karriereschub. Womit er nicht gerechnet hat: Das intime Eindringen in das Leben der anderen – in Liebe, Literatur, freies Denken und Reden – eröffnet Wiesler eine nie gekannte Welt, der er sich immer weniger entziehen kann. Ein gefährliches Spiel beginnt ...
(Oscar 2007 in der Sparte "Bester Nicht-englischsprachiger Film")




We feed the world

96 min, 2005, ab 14 Jahren


Dokumentarfilm, der die Abgründe industrialisierter Nahrungsmittelproduktion ausleuchtet und die Folgen ihrer weltweiten Vernetzung thematisiert. Dabei kommen Bauern, Fischer, der UN-Sonderbeauftragte für das Menschenrecht auf Nahrung und der Konzernchef von Nestlé zu Wort. Der Film will aufrütteln, indem er die sozialen, politischen und ökologischen Folgekosten der Agrarindustrie auflistet, er spricht aber auch das Verantwortungsbewußtsein der Verbraucher an, denn Veränderungen beginnen im Alltag, etwa durch den bewußten Einkauf.

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