Aufgeschlagene Bibel neben einer Kerze

Liturgische Dienste & Gottesdienstvorbereitung

Kommunionhelfer, Lektoren, Vorbeter – der liturgische Dienst ist nicht rein einem Priester vorbehalten.  Er wird häufig von ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Sie helfen nicht nur während der Liturgie, sondern oftmals auch in der Gottesdienstvorbereitung. Meist junge Helfer sind zum Beispiel die Ministranten. Aber selbstverständlich können Sie sich auch im Erwachsenen-Alter an liturgischen Diensten und der Gottesdienstvorbereitung beteiligen. Dafür bietet das Liturgiereferat des Bistums Regensburg im Rahmen des Pastoralliturgischen Seminars auch einige Kurse an, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen wollen.

Kommunionhelferdienst

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie Sie Kommunionhelfer werden können? Und welche Aufgaben zu diesem Ehrenamt dazu gehören? Wir verraten es Ihnen. Mittlerweile sind rund 4000 Frauen und Männer im Bistum Regensburg als Kommunionhelfer ausgebildet. Sie alle sind beauftragt

  • beim Austeilen der Hl. Kommunion während der Messfeier zu helfen
  • den Kranken und Alten die Eucharistie zu bringen
  • zum Dienst am Krankenbett
  • und in besonderen Situationen die Eucharistie zur Verehrung auszusetzen.

Einführung in den Kommunionhelferdienst

Die Teilnahme am Einführungskurs ist Voraussetzung zur Bischöflichen Beauftragung zum Kommunionhelferdienst. Anmeldungen können nur durch die zuständigen Pfarrer, Priester in der Sonderseelsorge und Ordensobere mit dem entsprechenden Formular erfolgen: Anmeldeformular Kommunionhelfer

Teilnehmen können Damen und Herren ab 25 Jahren. Hier finden Sie weitere Voraussetzungen für den Dienst der Kommunionhelfer.

Inhalt: Einführung in den Kommunionhelferdienst während der Messfeier anhand der diözesanen Ordnung.

Verlängerung der Beauftragung

Die bischöfliche Beauftragung zum Kommunionhelferdienst ist befristet auf drei Jahre. Danach kann sie verlängert werden. Eine Verlängerung ist an die Teilnahme an einem Besinnungs-, Bildungs- und Begegnungstag gebunden.

Inhalte: Spirituelle Vertiefung – pastoralliturgische Fort- und Weiterbildung (Schwerpunkt: Der Dienst am Krankenbett) – Begegnung und Austausch mit anderen Kommunionhelfern aus den teilnehmenden Pfarreien der Diözese Regensburg mit den unterschiedlichsten Erfahrungen und Fragen und evtl. Hilfestellungen seitens des Referats Liturgie.

Bitte bringen Sie die Urkunden zum Kurs mit.

Der Dienst am Krankenbett

Seit Jahren hat sich vielerorts die gute Tradition entwickelt, nach der sonntäglichen Eucharistiefeier oder während der Woche kranken bzw. alten Menschen zu Hause oder in den Krankenhäusern und Heimen regelmäßig die heilige Kommunion zu spenden. Viele Männer und Frauen versehen hier einen wichtigen Dienst an denen, die durch eine Krankheit oder wegen ihres hohen Alters nicht zur gottesdienstlichen Versammlung der Gemeinde kommen können. Diesem Anliegen widmen sich Fortbildungstage zu den Themen: Krankenkommunion zu Hause, in Krankenhäusern und in Altenheimen.
Die Studientage richten sich an bischöflich beauftragte Kommunionhelfer-/innen, die den Dienst am Krankenbett (Krankenkommunion) ausüben (sollen).

Inhalte: Begegnung mit Kranken und deren Angehörigen - Der Krankenbesuch - Die Feier der Krankenkommunion - Impulse zur Organisation der Krankenkommunion

Eucharistische Verehrung

Die Beauftragung zum Kommunionhelfer schließt die Möglichkeit ein, in Abwesenheit von Priester und Diakon die Eucharistie zur Verehrung auszusetzen und das Gebet vor dem Allerheiligsten anzuleiten.

Inhalte: Bedeutung der Eucharistieverehrung – Ehrfurcht als Grundhaltung – Anlässe und Formen der Eucharistieverehrung – Anregungen und Impulse zur Verehrung der Heiligen Eucharistie in der Pfarrgemeinde.

Der Dienst des Vorbetens

Gerade in der heutigen Zeit beteiligen sich viele Frauen und Männer aktiv in der Liturgie. Dieses wichtige liturgische Engagement ist aus den meisten Pfarrgemeinden unserer Diözese nicht mehr wegzudenken.
Daraus erwächst den Pfarrgemeinden nun die Chance, die lebendige Vielfalt der Gottesdienste, die in den letzten Jahrzehnten weithin zurückgedrängt worden war, neu zu entdecken und gezielt wiederzubeleben.
Die deutschen Bischöfe benennen in ihrer Arbeitshilfe DBK 62 („Zum gemeinsamen Dienst berufen.“ Die Leitung gottesdienstlicher Feiern – Rahmenordnung für die Zusammenarbeit von Priestern, Diakonen und Laien im Bereich der Liturgie) verschiedene Gottesdienste, die von Laien ohne Beauftragungen durch den Bischof geleitet werden können: Tagzeiten und Andachten.

Das Stundengebet mit der Gemeinde feiern

Auf der Suche nach neuen Gottesdienstformen, die dem heutigen Menschen entgegenkommen, bietet sich das Morgen- und Abendlob der frühen Kirche an, einer Gottesdienstform, die trotz ihres Alters von bleibender Aktualität geblieben ist: das Stundengebet.
Seit mehreren Jahren bietet das Referat Liturgie/Kirchenmusik den Dekanaten die Möglichkeit eines „Tagzeiten-All-inclusive-Pakets“ an. Bisherige Stationen waren z. B. die Dekanate Frontenhausen-Pilsting, Geiselhöring, Roding und Bogenberg-Pondorf.

Inhalte: Innerhalb von nur zwei Stunden werden die liturgischen Grundlagen für die „Feier des Stundengebets mit der Gemeinde“ vermittelt. Am Beispiel einer konkreten Vesper mit einer integrierten Übungsphase soll bei den Teilnehmern die Freude am gemeinschaftlichen Beten und Singen geweckt werden. Stimmungsvollen und krönenden Abschluss bildet daher die gemeinsam gesungene Vesper in der Kirche.

Vorbereitungen im Dekanat: Das Dekanat legt in Abstimmung mit dem Referat Liturgie/Kirchenmusik Zeit und Ort fest und kümmert sich dort um die Logistik (Veranstaltungsraum und Kirche). Die Pfarreien werden über den Dekanatsleiter für Liturgie eingeladen, die Kirchenchöre über den Dekanatskirchenmusiker.

Lektorenschulung in den Pfarreien

Wer wünscht sich nicht, dass beim Hören des Wortes Gottes der Funke überspringt und seine Kraft und Schönheit die Hörer auch erreicht?

Lektorinnen und Lektoren leisten einen wichtigen Beitrag zur Verkündigung des Wortes Gottes. Erfahrungsgemäß bestehen aber auch viele Unsicherheiten. Diese Initiative soll Frauen und Männern helfen, sich noch besser auf diesen Dienst vorzubereiten, sie theoretisch und praktisch zu schulen und ihnen somit mehr Sicherheit zu geben, um mit Kompetenz und Würde das Wort Gottes zu verkündigen.

Terminvereinbarung: Dr. Lioba Faust, Tel.:  0941/29 83 718; oder: Pfarrer Matthias Effhauser, Tel.: 09421/31 246

Lektorenschulung durch die Stephanus-Gemeinschaft, Terminvereinbarung: Michael Meier, Tel.: 09491/16 69