50 Schülerinnen und Schüler der Caritas-Berufsfachschulen für Altenpflege in haben in diesem Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen.

07.08.2017
Künftige Altenpflegende: Die Absolventen und Absolventinnen 2017 der Caritas-Berufsfachschule für Altenpflege und Pflegefachhilfe in Sulzbach-Rosenberg. Caritasdirektor Michael Weißmann (rechts) und Caritas-Personalchef Stefan Schmidberger (links) gratulierten.

Gestärkt ins Berufsleben 

„Einige Samen aber fallen auf fruchtbares Erdreich und bringen dort reiche Frucht“, sagte Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann in seinen Predigten an die Absolventen der beiden Caritas-Berufsfachschulen für Altenpflege in Landshut und Sulzbach-Rosenberg. Die Ausbildung hätte den Absolventen Wurzeln gegeben. So gestärkt könnten sie nun „hinaus ins Arbeitsleben gehen“. Die Caritas-Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe haben kürzlich ihre Absolventen verabschiedet. Die Festakte begannen jeweils mit einem Gottesdienst, in denen der Caritasdirektor als Diakon den jeweiligen Ortspfarrern assistierte. Anschließend erhielten die Azubis bei einem Festakt ihre Zeugnisse. Die Landshuter feierten im Bürgersaal in Altdorf, die Sulzbach-Rosenberger im Saal der Ökumenischen Sozialstation. 
  
In ihrer Rede an die 30 Landshuter Absolventen (21 Altenpfleger und Altenpflegerinnen sowie neun Pflegefachhelferinnen) verglich die Schulleiterin Sabine Wurzer das Leben mit einem Labyrinth, angelehnt an das Buch „Im Labyrinth sich selbst entdecken“ von Gernot Candolini. Das Labyrinth sei kein Irrgarten, sondern ein Weg, der zur Mitte führe. Es stehe für den Glauben an die eigene Stärke und das eigene Geschick. „Sie werden in ein paar Minuten Ihr Abschlusszeugnis in den Händen halten. Sie haben damit einen Teil des Labyrinths bewältigt. Jetzt geht es darum, das Erlernte verantwortungsbewusst anzuwenden.“ Dies würdigten in ihren kurzen Reden ebenfalls die Ehrengäste Stefanie Hellauer, Regierung Niederbayern, Dr. Thomas Keyßner, 2. Landshuter Bürgermeister, der Landshuter Landrat Peter Dreier, der Altdorfer Bürgermeister Helmut Meier sowie ein Vertreter der Agentur für Arbeit. 
  
Insgesamt erreichten die künftigen Altenpfleger und Altenpflegerinnen in Landshut einen Notendurchschnitt von 2,3 und die Pflegehelferinnen einen Durchschnitt von 2,7. Die Jahrgangsbeste unter den Altenpflege-Azubis war Svitlana Kriger mit einem Notendurchschnitt von 1,5. Ihr folgen Diana Baensch und Gerlinde Reichert mit 1,6. Die Jahrgangsbeste unter den Pflegefachhelferinnen war Katharina Wyszynski mit der Note 1,8. Geehrt wurden aber nicht nur Schülerinnen, sondern auch zwei Mitarbeiterinnen: Anita Stempfhuber und Jutta Weidauer feierten ihr 25-jähriges Dienstjubiläum und erhielten die Elisabeth-Medaille, die höchste Auszeichnung des Diözesan-Caritasverbandes Regensburg. 

Künftige Pflegefachhelfende: Die Absolventen und Absolventinnen 2017 der Caritas-Berufsfachschule für Altenpflege und Pflegefachhilfe in Sulzbach-Rosenberg. Caritasdirektor Michael Weißmann (rechts) und Caritas-Personalchef Stefan Schmidberger (links) gratulierten.

Den Festakt in Sulzbach-Rosenberg moderierte Schulleiterin Martina Schiener. Sie bedankte sich bei allen an der Ausbildung Beteiligten und begrüßte die Ehrengäste, darunter Bürgermeister Michael Göth. Die Reden an die 20 Absolventen (13 Altenpfleger und Altenpflegerinnen, sieben Pflegefachhelfer und Pflegefachhelferinnen) hielten die Klassenleiterinnen Regina Koller und Josefine Birner. Regina Koller sprach über die Vielseitigkeit im Altenpflegeberuf. „Die Altenpflege befasst sich nicht nur mit einer Lebensphase, sondern mit dem gesamten Lebenszyklus eines Menschen“, sagte sie. „Sie haben es mit Menschen zu tun, deren jetziges Verhalten von ihrer Kindheit und Jugend beeinflusst ist. Was der alte Mensch ist, ist er geworden.“ Josefine Birner erzählte in ihrer Rede die Geschichte eines Kindes, das im Mittelalter über die Baustelle des Regensburger Doms spazierte. Es fand einen Stein und fragte die Bauarbeiter: „ Was tut ihr?“ Nur einer antwortete voller Stolz, er würde gemeinsam mit anderen einen Dom bauen. Nur mit einer Vision entstehe Großes, sagte Birner. Sie ermunterte die Absolventen: „Wenn es manchmal anstrengend wird, stellt euch auf einen Stein, um die Perspektive zu wechseln, andere Wege zu erkennen, weiterzumachen.“ 
  
Die Jahrgangsbeste unter den Altenpflegerinnen in Sulzbach-Rosenberg war Isabel Meyer mit einem Notenschnitt von 1,5. Unter den Pflegefachhelferinnen erreichte Petra Gradl das beste Ergebnis mit 1,0. Bezirksrat Martin Preuß ehrte sie dafür mit dem Staatspreis. 
  
  

Zusatzinfo 

Die Caritas-Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe in Landshut und Sulzbach-Rosenberg bieten jeweils zwei unterschiedliche Ausbildungsgänge an. An der Berufsfachschule für Altenpflege kann die dreijährige Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Altenpfleger/in absolviert werden. Die Berufsfachschule für Altenpflegehilfe ermöglicht eine einjährige Ausbildung zum/zur staatlich geprüften Pflegefachhelfer/in (Altenpflege). Den Berufsfachschulen, die in der Trägerschaft des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V. stehen, liegt das christliche Menschenbild zugrunde. Die Schüler sollen während ihrer Ausbildung zu Persönlichkeiten heranreifen, die Verantwortung übernehmen können und die Individualität jeder Person achten. Da die Pflege alter Menschen einen hohen Anspruch an die Pflegenden stellt, erhalten die Schülerinnen und Schüler an den Schulen eine Ausbildung, die den ganzen Menschen in all seiner Vielfalt im Blick hat. Vermittelt werden fachliche Kompetenz, praxisbezogene und menschennahe Pflege sowie qualifiziertes theoretisches Wissen. Weitere Infos: www.caritas-regensburg.de/karriere.