Bayerische Lebenswirklichkeit durch Kunst

18.05.2017
Foto: Projekt „Lebenswirklichkeit in Bayern“

Das neue Kulturprojekt: Lebenswirklichkeit in Bayern - der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V.

Integrationsministerin Müller: "Gelingt den Müttern die Integration, gelingt sie auch ihren Familien"

Das neue Modellprojekt "Lebenswirklichkeit in Bayern - ein Projekt für Frauen und Kinder mit Migrationshintergrund", wird in Regensburg von der Katholischen Jugendfürsorge in enger Kooperation mit dem Amt für Jugend und Familie der Stadt Regensburg und dem Landkreis Regensburg durchgeführt und richtet sich speziell an bleibeberechtigte Migrantinnen. Der Freistaat fördert damit eine primär den eingewanderten Frauen zugutekommende Kultur- und Wertebildung, die im zweiten Schritt auch der Integration der Familien dient.

"Frauen kommt eine Schlüsselrolle bei der Integration ihrer Familien zu. Denn ihre Einstellung, ihre Bereitschaft und ihr Wille zur Integration sind für die Integrationserfolge der gesamten Familie entscheidend. Frauen und Mütter liegen mir deshalb besonders am Herzen, wenn es um die Vermittlung unserer Kultur und unserer Werte geht", erklärte in einer Pressemitteilung vom Januar 2017 Bayerns Familien- und Integrationsministerin Emilia Müller.

 

Türöffner für mehr gesellschaftliche Teilhabe

Ziel dieses Projektes ist es, einen interkulturellen Dialog mit Frauen zu initiieren. Ein Austausch über die gelebten Werte und kulturellen Erfahrungen kann für die Frauen und ihre Familien ein Türöffner zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft sein. Im Hinblick auf eine fachgerechte und effektive Unterstützung bei der Integration wurde das Projekt gezielt für bleibeberechtigte Migrantinnen konzipiert. In Regensburg hat sich der Träger des Projektes, die Katholische Jugendfürsorge, zum Ziel gesetzt, die Themen lebensnah und niederschwellig durchzuführen, damit die vermittelten Inhalte im alltäglichen Leben umgesetzt werden können. Die Frauen lernen im Rahmen verschiedener Module das Alltags- und Kulturleben in Bayern kennen. Zudem sollen sie ihre eigenen Fähigkeiten und ihr Selbstbewusstsein stärken. Die Inhalte der Kurse sind vielfältig. Sie umfassen z. B. Essen und deutsche Kochkultur, Kunst und Handwerk, Erziehung und Bildung, aber auch Feiern und Feste sowie Musik, Tanz, Theater, Film und Literatur. Nach jedem Modul bekommen die Teilnehmerinnen ein Zertifikat, welches auch für Bewerbungen vorgelegt werden kann. Um insbesondere den vielen Müttern die Teilnahme zu ermöglichen, können Kinder zu den Kursen mitgebracht werden.

 

 

Foto: Projekt „Lebenswirklichkeit in Bayern“

Erstes Modul: "Kunst und Handwerk"

Bei der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg wird das Projekt "Lebenswirklichkeit in Bayern" von der Pädagogin Katja Ferstl und der Sozialpädagogin Doris Fuchs umgesetzt. Im Mai startet das erste Modul "Kunst und Handwerk" in Kooperation mit dem Stadtteilprojekt Nord des Amtes für Jugend und Familie der Stadt Regensburg und dem Familienzentrum "Kontrast" der Katholischen Jugendfürsorge. Vorgespräche wurden bereits durchgeführt mit der Integrationsstelle des Landkreises Regensburg, um auch der Bevölkerung der umliegenden Gemeinden eine Teilnahme an den Modulen zu ermöglichen. Das Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.