Before I die ... - Heaven is ...

18.05.2017
Mit Kreide kann man die Aktionstafeln selbst mitgestalten.

"Before I die... - Heaven is..." wurde in Regensburg von der Katholische Erwachsenenbildung in der Stadt Regensburg e.V. (KEB), der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG), dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg e.V. (EBW), der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) und dem Kulturamt der Stadt Regensburg ins Leben gerufen. Der Projektzeitraum geht über insgesamt zwei Wochen, vom 15. – 28. Mai 2017. Dabei werden die Tafeln täglich zweimal (morgens und nachmittags) protokolliert.

 

Nachdenken und Innehalten

Ob gestresst vom Wocheneinkauf, unter Zeitdruck eine Vorlesung nachbereiten, noch schnell ein Formular abgeben, oder einfach gemütlich schlendernd beim Bummeln, die Regensburger treffen in diesen Tagen auf Aktions-Tafeln des Projektes "Before I die - Heaven is" und werden dazu angeregt, sich mit einer ganz anderen Dimension ihres Lebens zu befassen.

Sie denken plötzlich mitten im Alltag über ihre Existenz als sterblicher Mensch nach und währenddessen rückt das Problem, welche Jacke bei der Anprobe besser aussah, vielleicht völlig in den Hintergrund. Jedoch geht die Aktion in Regensburg noch einen Schritt weiter. Als Innovation wird das Konzept passend zum diesjährigen Jahresthema "Stadt und Glaube" durch die Perspektive des "Himmels" erweitert. Durch ""Heaven is ..." soll erreicht werden, dass Menschen sich darüber Gedanken machen, wie sie sich den Himmel vorstellen, was er für sie ist und was Himmel für sie bedeutet.

Als Grundlage des Projekts dient die Geschichte von Candy Chang, die nach dem Verlust eines geliebten Menschen ihrem Schmerz Ausdruck verleihen wollte. Daher schrieb sie an eine Hauswand in New Orleans die Worte: "Before I die, I want to ...". Durch diese Aktion brachte sie andere Menschen dazu, über ihr eigenes Leben, ihre Sehnsüchte und Hoffnungen nachzudenken und sie mit der Welt zu teilen. Schon nach wenigen Tagen wurde die Hauswand zu einem bunten und aussagekräftigen Kunstwerk. Changs Idee wurde seitdem in über 70 anderen Ländern lokal umgesetzt und soll jetzt durch eine Gemeinschaftsaktion dazu bewegen, in sich zu gehen und ihre Gedanken über die eigene Sterblichkeit, aber auch über Ihre Hoffnungsperspektiven niederzuschreiben.

 

 

v.l. Markus Holzapfel (KHG), Dr. Gabriele Kainz (ESG), Roland Preußl (KEB).

Mitmachen in Regensburg

An der OTH Regensburg, vor den Arcaden und am Neuen Rathaus können im Zeitraum vom 15. bis 28. Mai daher - ganz im Sinne der Rezeptionsästhetik - die Sätze "Before I die ..." und "Heaven is ..." auf Tafeln mit Kreide zu einem Kunstwerk vervollständigt werden. Es können die Erfahrung und die Eindrücke des bisher gelebten und reflektierten Lebens zum Ausdruck gebracht werden. Jede Person hat so die Möglichkeit, über das eigene Leben nachzudenken, was sie im Leben noch erleben, verstehen oder erreichen möchte oder was sie der Welt hinterlassen will. Die Gestaltung der Aussagen, die man treffen möchte, ist völlig frei wählbar. Es spielt also keine Rolle, ob der Einleitungssatz mit Wörtern ergänzt wird oder aus den eigenen Gedanken und Vorstellungen eine Zeichnung entsteht. Zweimal täglich werden die Tafeln abfotografiert und die Aussagen dokumentiert. Eröffnet wird die Aktion durch einen Morgenimpuls im "Raum der Stille" um 07.30 Uhr an der OTH und einen Gottesdienst in der Unikapelle am Mittwoch, den 17. Mai 2017 um 12.00 Uhr im Rahmen der "Atempause".
Im Herbst werden die Ergebnisse und Auswertungen der Kunst-Glaubens-Aktion dann vorgestellt. Man darf gespannt sein, was Menschen in Regensburg über das Sterben, den Himmel und letztlich über sich selbst denken.

 

Mehr Informationen dazu gibt es auch auf der Facebookseite des Kunstprojekts.