Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller hält Festrede bei der Studentenverbindung Rupertia

11.12.2006
Chargierte von fünf verschiedenen Verbindungen waren während des Weihnachtskommerses anwesend.

(pdr) Am vergangenen Samstagabend veranstaltete die Katholische Deutsche Studentenverbindung Rupertia im Cartellverband (CV) ihren Weihnachtskommers im 119. Couleursemester. Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller hielt die Festrede im vollbesetzten Saal des Parkhotels Maximilian in Regensburg. Der Regensburger Bischof sprach über das Thema „Papst Benedikt XVI. – ein Theologe von Weltrang auf dem Stuhl Petri“.

Bischof Gerhard Ludwig nannte es „providentiell, dass uns in Benedikt XVI. ein Papst geschenkt wurde, der zentrale Inhalte des christlichen Glaubens aktiv in die Zeit trägt“. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Biographie verleihe der Papst der Theologie jeweils eine ganz besondere Aktualität. Jeder Mensch guten Willens könne ihn verstehen.

Der Heilige Vater habe verdeutlicht, der Glaube sei nicht nur ein sentimentaler Vollzug der Seele, wohingegen eine Vernunft ohne Glauben zu einem seelenlosen technischen Wissen führe. „Zu den programmatischen Aussagen des Papstes in Regensburg gehört auch der eindrückliche Hinweis, dass der Glaube einfach ist“, so Bischof Gerhard Ludwig Müller. Bereits in der Vergangenheit sei Kardinal Joseph Ratzinger in Dialogen von Weltformat etwa mit Jürgen Habermas und Marcello Pera ein geschätzter Gesprächspartner gewesen. Erstmals seit der Aufklärung sei es somit zu einem konstruktiven Dialog mit Vertretern eines säkularen Vernunftverständnisses gekommen.

Besonders die Rede des Heiligen Vaters an der Uni Regensburg, aus der „krampfhaft Missverständnisse produziert wurden“, habe gezeigt, dass ein großer Theologe auf dem Stuhl Petri sitze, der mit den großen aktuellen Herausforderungen geschickt umzugehen wisse. Erst kürzlich habe die Reise Benedikts XVI. in die Türkei erwiesen, dass der Heilige Vater „sehr wohl zum Dialog fähig ist, sicher besser als seine Kritiker“. (ven)