Bischof Rudolf feiert einen grandiosen Eröffnungsgottesdienst zur Miniwallfahrt 2014

05.08.2014

“Ich bin stolz auf Euch und ich danke Euch für Euren treuen Dienst“, sagte Bischof Rudolf Voderholzer am Montag zu den 5.500 Ministranten aus der Diözese Regensburg, die zum großen Eröffnungsgottesdienst in Sankt Paul vor den Mauern gekommen waren. Tosender Applaus und strahlende Gesichter gaben die Freude der Regensburger Ministrantenschar hörbar und sichtbar wider.

„Welch wunderbarer, herrlicher Anblick sind diese vielen jungen Leute hier in der imposanten Kirche“, hatte Bischof Rudolf bereits eingangs begeisternd gerufen. Auch für ihn war es eine Premiere, in Sankt Paul vor den Mauern die Heilige Messe feiern zu dürfen. In seiner Predigt erläuterte er die Bedeutung dieser Basilika mit dem Grab des Heiligen Paulus, das seit vielen Jahrhunderten Ziel der christlichen Rompilger ist. „Genauso wie Petrus hat auch Paulus sein Leben hingegeben  für den Glauben. Sie ließen sich lieber totschlagen, als ihren Glauben zu verleugnen. Was für ein Zeugnis“, rief der Bischof den jungen Leuten zu. Abschließend bat er die Ministranten, den Geist dieser Märtyrer hier in Rom aufzusaugen, erfüllt zu werden vom Pfingstgeist, der ihnen in der Firmung geschenkt wurde. „Ihr seid als Christen frei, Gutes zu tun“, bekräftigte er abschließend das Motto der Ministrantenwallfahrt.

Nach dieser Predigt brandete spontaner Applaus unter den jungen Wallfahrern auf und auch mit der Musik hatte die Gruppe „creazione unisono“ den Geschmack der Jugendlichen voll getroffen, die begeistert mitsangen und mitklatschten. Nach dem Gottesdienst ließen sich die vielen Pilgergruppen trotz brütender Hitze mit Begeisterung mit Bischof Rudolf vor dem Portal fotografieren. „Der Bischof hat echt eine Engelsgeduld, hat sich total nett mit uns unterhalten und freute sich über die Massen von Jugendlichen, schwärmte die 14-jährige Lena aus Landshut. Und der 16-jährige Christian aus Kemnath meinte, dass er noch nie so viele Priester bei einem Gottesdienst miterlebt hat. „Das war echt total feierlich. Und der Bischof hat auch so begeisternd gewirkt“, betonte er. Sein Freund, der 17-jährige Sebastian Hoffer, meinte: „Das Dankeschön vom Bischof zeigt die Verbundenheit von ihm mit seinen Ministranten. Und er hat damit gezeigt, dass er unseren Dienst sehr wertschätzt. Ich weiß, dass mir in Zukunft das Aufstehen zur Frühmesse bestimmt viel leichter fällt“.

Den Nachmittag nutzten die Regensburger Minis genauso wie die weiteren fast 50.000 Jugendlichen aus Deutschland um die Ewige Stadt zu erkunden. Dazu gehörte auch der vornehmste unter den sieben klassischen Hügeln Roms, der Palatin. Laut Legende spülte der Tiber an seinem Hang die Zwillinge Romulus und Remus an. Auf dem Palatin beginnt die Gründung der sogenannten „Roma quadrata“ im Jahr 753 vor Christus durch Romulus die historische Zeit der Stadt. Nicht minder interessant war das Colosseum, das größte je gebaute Amphitheater, das so eindrucksvoll die ursprüngliche Form veranschaulicht. „Wow, was müssen das früher für Künstler gewesen sein, die so was entworfen und gebaut haben. Ganz ohne Computerpläne, ohne Kräne und Bagger“, war da von den Jugendlichen zu hören, als sie Fassade, Arkaden, Cavea, das Oval, die Innenausstattung und Velaria, den Zuschauerraum, besichtigten. Natürlich führte bei dieser Tour auch kein Weg am Forum Romanum vorbei. Und wenn auch die heutigen Ruinen nur noch ungenügend den illustren Glanz der Antike zurückrufen können, so wirkt die Senke zwischen Campidoglio, dem Palatino und Viminal mit den aufragenden und umgestürzten Säulen der Tempel der Kurie, den verfallenen Basiliken und Triumpfbögen, Foren und Mauerresten doch höchst eindrucksvoll. Rundherum war es ein gelungener Tag in Rom, der um 7 Uhr mit Frühstück, um 10 Uhr mit dem unvergesslichen Gottesdienst in Sankt Paul vor den Mauern, den Erkundigungen in der Stadt, aufregenden Metro-Fahrten in überfüllten U-Bahnen begonnen hat und mit einem entspannenden Abend nach vielen Laufkilometern bei rund 35 Grad und vielen gewonnenen Eindrücken endete.

In unserer Mediathek können Sie Bilder vom Zusammentreffen der Ministranten aus den einzelnen Pfarreien mit Bischof Rudolf anschauen.

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