Bischof Rudolf Voderholzer begegnet Bischof Andrej (neuer Administrator der serbisch-orthodoxen Eparchie von Frankfurt und ganz Deutschland)

12.01.2018

Die Ökumene ist ein besonderes Anliegen für Bischof Rudolf Voderholzer. Deshalb freute er sich am Donnerstagnachmittag über die Begegnung mit Bischof Andrej, dem neuen Administrator der serbisch-orthodoxen Eparchie von Frankfurt und ganz Deutschland sowie mit Pfarrer Bojan Simic, der für die serbischen Christen im Bistum Regensburg zuständig ist. In Deutschland gibt es Schätzungen zufolge 500.000 serbisch-orthodoxe Christen, im Bistum Regensburg sind es rund 1.500 bis 2.000.

In freundschaftlicher und heiterer Atmosphäre gedachten beide Bischöfe der bereits erzielten Fortschritte im ökumenischen Gespräch zwischen katholischen und orthodoxen Christen und waren sich darin einig, den gemeinsamen Dialog noch weiter zu intensivieren und stärker zusammenarbeiten zu wollen.  Dabei erinnerten sie auch an das segensreiche ökumenische Wirken der Prälaten Albert Rauch und Nikolaus Wyrwoll im früheren Ostkirchlichen Institut Regensburg. Deren Arbeit wird nunmehr vom Ostkircheninstitut der Diözese Regensburg durch P. Dr. Dietmar Schon O.P. fortgeführt.

 

Zur Person Bischof Andrej

Bischof Andrej (Ćilerdžić) wurde am 21. August 1961 als zweiter Sohn eines Erzpriesters in Osnabrück geboren. Nach seinem Abitur in Düsseldorf studierte er in Belgrad und im griechischen Thessaloniki Theologie, zwischenzeitig lebte er auf dem Heiligen Berg Athos in Griechenland. Von 1993 bis 2005 diente er dem obersten Leitungsgremium seiner Kirche, dem Heiligen Synod in Belgrad, als Sekretär für zwischenkirchliche Beziehungen.

Von 2008 bis 2011 arbeitete er an der Ludwig-Maximilians-Universität München zunächst als wissenschaftliche Hilfskraft und schließlich als Assistent am Lehrstuhl für systematische Theologie, Dogmatik und Ökumenik. Im Mai 2011 wählte die Bischofsversammlung Andrej zum Weihbischof des serbischen Patriarchen Irinej und im Mai 2014 zum Bischof von Österreich und der Schweiz. 2017 wurde er außerdem zum Administrator der Eparchie von Frankfurt und ganz Deutschland gewählt. Er hat seinen Sitz in Wien.