Das Akademische Forum: katholische Weite, die den Geist auf die Mitte hin ausrichtet

06.02.2018
Direktor Prof. Dr. Sigmund Bonk begrüßte die zahlreich erschienenen Freunde des Akademischen Forums Albertus Magnus.

Im Konzertsaal des Hauses der Musik hat am Montagabend in Regensburg ein sehr anregender Festabend stattgefunden, der Freunde und Begleiter des Akademischen Forums Albertus Magnus im Bistum Regensburg bei Literatur, Musik und Geselligkeit vereinte. Anlass war das Bestehen der Einrichtung seit drei Jahren. Anfang 2015 hatte die erste Veranstaltung des Forums stattgefunden. Das Forum ist als eine Art Akademie in der Diözese Regensburg konzipiert. Direktor ist Diakon Prof. Dr. Sigmund Bonk, der außerdem als Koordinator der wissenschaftlichen Institute des Bistums sowie als Akademiker-Seelsorger fungiert.

Anastasia Zorina hatte in der Vergangenheit bereits vor der Uno gespielt. In Regensburg trug die russische Virtuosin Chopin und Liszt vor.

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer erklärte während der sehr gut besuchten Feierveranstaltung, dass das Akademische Forum alle Erwartungen übertroffen habe. Es hat nicht nur Anteil am Verkündigungsauftrag und -dienst des Bischofs in der Diözese, sondern wirkt auch maßgeblich in die Gesellschaft hinein. Außerdem drückte der Regensburger Bischof seine Freude darüber aus, dass Prof. Bonk für das Amt des Direktors gewonnen wurde. Er verwirkliche die „katholische Weite, die immer Kultur, Literatur, Theologie und Philosophie einbezieht und auf die Mitte hin ausrichtet“.

Albert von Schirnding trug aus seinem jüngsten Band vor. Er weilte bereits 44 Mal in Rom. Von Eindrücken dort trug der Publizist vor; dann sprach er über (s)eine Kindheit mit der Kirche in Regensburg.

Am Dienstagabend nun trug der renommierte Publizist Albert von Schirnding aus seinem neuesten Buch „Albergo Sole – Erinnerungen an dreißig römische Lieblingsorte“ vor. Dieser besondere Ausdruck der Verbundenheit mit Rom wurde ergänzt durch eine weitere Lesung von Schirndings, in der er Begegnungen mit Glaube und Kirche in seiner Kindheit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in Regensburg schildert. Weitere Höhepunkte waren die musikalischen Darbietungen der russischen Pianistin Anastasia Zorina. Die Virtuosin gab dem Abend mit Chopins Ballade Nr. 1 in g-Moll sowie mit Liszts Etüde La Campanella ein ganz eigenes Gepräge, das ein behutsames Licht auf die Endlichkeit und letztlich auch Beschränktheit oder doch Ergänzungsbedürftigkeit von Intellektualität warf.

 

Immerhin die Dreifaltigkeit Gottes

Vielfältige Gespräche bei kulinarischen Stärkungen und Erfrischungen folgten und waren ein weiterer Hinweis, wie das Akademische Forum Albertus Magnus Menschen in Freundschaft und Respekt zusammenführt. Ganz zu Beginn des Festabends hatte Direktor Bonk den Jubiläumsanlass „3 Jahre“ für die Feier begründet: mit Hinweis auf die christliche Bedeutung der Dreizahl, die immerhin die Dreifaltigkeit Gottes beschreibt.

Prof. Dr. Sigmund Bonk dankte der virtuosen Pianistin Anastasia Zorina herzlich für ihre Vorführungen.
Bischof Dr. Voderholzer erklärte, das Akademische Forum habe die in es gesetzten Erwartungen übertroffen.
Von links: Publizist Albert von Schirnding, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Clemens Unger, Kulturreferent der Stadt Regensburg, und Direktor Prof. Dr. Sigmund Bonk, Leiter des Akademischen Forums.