Der Montag gehört den Priestern und Diakonen

19.06.2017

Am heutigen Vormittag feierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer das Pontifikalamt mit den Priestern und Diakonen in der Basilika St. Emmeram. In seiner Begrüßung verwies der Bischof auf die schon traditionelle Besonderheit des Montags in der Wolfgangswoche: "Der Montag gehört den Priestern und Diakonen!". Umso passender sei es diesen in der Wiege des Bistums, der Regensburger Pfarrei St. Emmeram, feiern zu können. Bischof Rudolf betonte wie wichtig es ist sich somit immer wieder seiner Herkunft zu versichern; sich zu verwurzeln, für die Herausforderungen der täglich anbrechenden Zukunft. Galt der Glückwunsch des Bischofs Pater Johannes Bosco, der erst kürzlich die Priesterweihe empfing, so war das Gebet heute im Besonderen für die derzeit sechs Weihekandidaten und ihrer Vorbereitung auf die anstehende Priesterweihe in Regensburg gedacht.

Die Wolfgangswoche 2017 steht unter dem Leitwort "Was er euch sagt, das tut" (Joh 2,6). Dieses griff Bischof Voderholzer auf, um auf das Marianische Doppeljubiläum als auch über das Reformationsjahr zu sprechen. Jesus soll dabei stets Höhepunkt und Quelle des Glaubens sein. Die "Schar der Glaubenszeugen" in der Basilika, wie Voderholzer sie nannte, muss sich seine Worte als Grund ihrer Zusammenkunft stets bewusst machen: "Tut dies zu meinem Gedächtnis" (1Kor 11,24-25).

 

"Anschlag" auf den höchsten Wochentag

In seiner Predigt nahm Bischof Dr. Rudolf Voderholzer eine deutliche Stellung zur aktuellen Debatte um den Verkaufsoffenen Sonntag. Er stellte klar, dass der Sonntag der "Urfeiertag" der Christen, wie auch der abendländischen Lebensweise sei: Nämlich ein arbeits- und handelsfreier Tag. Nicht nur vier, wie bisher, sondern zehn Verkaufsoffene Sonntag fordert der Handel. Diesen "Anschlag" auf den höchsten Wochentag weist Bischof Rudolf zurück. Bereits jetzt nehmen Gastronomie, Verkehr, Kranken- und Pflegedienste, Polizei und Andere, u.a. auch wichtige Dienste, ihren Platz am Sonntag ein. Eine "weitere Aushöhlung ist unnötig und kann nicht hingenommen werden!", so Voderholzer.

Um die Allianz für den arbeitsfreien Sonntag zu stärken spricht sich Bischof Rudolf ebenso für eine Zusammenarbeit mit nicht-christlichen Vereinigungen aus. Damit der "Tag an dem sich die Menschen miteinander und vor Gott versammeln können" seine ursprüngliche Bedeutung beibehält. So sollen sich Pfarrfeste zuerst der sonntäglichen Eucharistiefeier widmen, für die jeder Aufwand angemessen ist. Ebenso sollen Ministranten, Chöre und Bibelkreise den Sonntag stets "im Blick haben", um ihm gerecht zu werden: Sodass "wir für ihn und auf ihn hin leben!". Denn wo die sonntägliche Eucharistiefeier dauerhaft vernachlässigt wird, da "verdorrt der Glaube, verkümmert die Hoffnung und verarmt die Liebe".

Im Anschluss an das Pontifikalamt fanden sich Priester und Diakone zur Teilnahme an der Jahreshauptversammlung des Klerusverbandes im Pfarrheim St. Emmeram zusammen.