„Die Situation ist in der Ukraine anders als in Deutschland“ – Bischof Milan Šašik CM trifft Bischof Voderholzer

07.10.2015
V.l.n.r.: Rektor Msgr. Petro Bezesch, Bischof Rudolf Voderholzer, Bischof Milan Šašik CM, Weihbischof Nil Luchchak OFM

Bischof Rudolf Voderholzer hat am Dienstagabend Besuch aus der Diözese Mukachevo in der Ukraine empfangen: Bischof Milan Šašik CM, Weihbischof Nil Luchchak OFM und Rektor Msgr. Petro Bezesch.

Milan Šašik CM ist sowohl Bischof der Diözese Mukachevo im Bezirk Transkarpatien als auch zugleich das Oberhaupt der ruthenischen griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine. Bischof Šašik stellte dem Regensburger Oberhirten unter anderem sein Bistum, die Eparchie Mukachevo, vor. Seit dem 6. Januar 2003 ist er dort Bischof. Etwa ein Viertel der dortigen Bevölkerung gehört der griechisch-katholischen Kirche an.

Ein zentrales Thema war außerdem die Situation der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine. Dort ist die Situation anders als in Deutschland - die Kirche erhält vom Staat keine finanzielle Unterstützung. Der Bau von neuen Gotteshäusern und Pfarrhäusern ist aber dringend notwendig. Viele Kirchen, die ursprünglich katholisch waren, fielen nach dem zweiten Weltkrieg an die russisch-orthodoxe Kirche. Die meisten sind bis heute nicht wieder zurückgegeben worden. Vielerorts führt das zu Spannungen mit der orthodoxen Kirche. Der Bau neuer Gebäude, so Bischof Šašik, könnte helfen, den ökumenischen Dialog zu verbessern.

Beim Gespräch wurde auch die Unterstützung der Jugend angesprochen: In der Ukraine sind viele Jugendliche in der Kirche aktiv. Für sie, aber auch für die Seelsorge, fehlt es an Unterstützung. Die Eparchie sucht beispielsweise Finanzmittel für die Unterhaltung des Priesterseminars in Uzhhorod und für den Bau von pastoralen und karitativen Zentren, um eine wirksame Pastoral durchführen zu können.