Diözese Regensburg pilgert zu den Heiligen Pforten Roms

29.03.2016

Mehr als 450 Pilger aus der Diözese Regensburg sind dem Aufruf von Bischof Rudolf Voderholzer gefolgt und reisen von Ostermontag an fünf Tage nach Rom - in die Ewige Stadt. Es ist eine Wallfahrt zu den Heiligen Pforten Roms. Denn im von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit wurden in fast allen Kirchen Roms Heilige Pforten installiert. Täglich besuchen die Regensburger Pilger Gotteshäuser, um dort die Pforten zusammen mit Bischof Rudolf zu durchschreiten und gemeinsam mit ihm die Heilige Messe zu feiern.

Gleichzeitig feiern die Regensburger mit ihrer Pilgerfahrt auch das zehnjährige Jubiläum des Pastoralbesuchs des mittlerweile emeritierten Papstes Benedikt XVI., der 2006 nach Regensburg gereist war und unter anderem mit zehntausenden von Pilgern die Heilige Messe auf dem Islinger Feld feierte. Der Schar der Gläubigen voran, wird stets das Kreuz der Jugendverbände getragen, dass 2006 zur Vorbereitung auf den Papstbesuch geschaffen wurde, und dass Benedikt XVI. sogar persönlich signierte.

Bischof Rudolf und einige Pilger berichten von ihren ersten Eindrücken:

 

 

 

 

 

Zu Gast im "Altötting" von Rom

Am ersten Tag führte die Rompilger der Weg in die Kirche Santa Maria Maggiore, in den darauf folgenden Tagen in den Petersdom, zu St. Paul vor den Mauern und zur Lateranbasilika. Ein weiterer Höhepunkt bildet die Generalaudienz mit Papst Franziskus am Petersplatz. Auch darf selbstverständlich nicht die Erkundung dieser einzigartigen Stadt bei der Reise fehlen und so werden die Pilger unter anderem die Domitilla-Katakomben, das Kolosseum, das Forum Romanum, das Kapitol besichtigen und eine Reise zu den Ursprüngen des antiken Roms erleben.

Diözesanmusikdirektor Dr. Christian Dostal initiierte für die Fahrt extra einen dreißigköpfigen Chor, bestehend aus Mitarbeitern des Ordinariats, ehemaligen Domspatzen und Singbegeisterten, die die verschiedenen liturgischen Feiern musikalisch gestalten. Sie werden eigens von einem Bläserensemble begleitet.

Santa Maria Maggiore ist eines der bedeutendsten Marienheiligtümer von Rom, betonte Bischof Rudolf in seiner Begrüßung. Es sei sozusagen das Altötting von Rom. Mit Maria habe das Heilswirken Jesu erst beginnen können. Sie ist gleichsam die Pforte der Barmherzigkeit. Und so sei es gut, so der Oberhirte, dass die Pilgerreise in diesem Gotteshaus ihren Anfang fände.

Im Rahmen der diesjährigen Pilgerreise dürfe man auch das Thema des Ablasses mit hineinnehmen. Seit alters her sei auch diese Verheißung mit der Wallfahrt nach Rom und dem Durchschreiten der Heiligen Pforten in Rom verbunden. Wenn man das Bußsakrament empfängt, Freud und Leid erlebt, die Eucharistie empfängt, und sich um eine Vertiefung des Glaubens bemüht, dann erlebt der Mensch eine Versöhnung mit der Kirche, dem heiligen Petrus und den Aposteln. Damit ist ihnen sozusagen der Schlüssel gegeben für den Schatz der Liebe, die uns die Heiligen verliehen haben, sodass die Sünden der Kirche aufgewogen werden durch den Mehrwert der Verdienste der Heiligen, erklärte Bischof Rudolf Voderholzer weiter.

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