News Bild Ein starkes Fundament zum Brückenbauen – Grenzüberschreitendes Pontifikalamt im tschechischen Bergreichenstein anlässlich des Festes Maria Schnee

Ein starkes Fundament zum Brückenbauen – Grenzüberschreitendes Pontifikalamt im tschechischen Bergreichenstein anlässlich des Festes Maria Schnee

Home / News

Bereits beim Katholikentag nahmen hunderte Menschen an der deutsch-tschechischen Wallfahrt nach Neukirchen beim Heiligen Blut teil und halfen mit, Brücken - auch grenzüberschreitend - zu bauen. Diese Brücken aufrechtzuerhalten und zu stärken ist ein wahrhaft christlicher Auftrag, der nicht nur Bischof Rudolf Voderholzer besonders am Herzen liegt. Zum Fest „Maria Schnee“ feierte der Regensburger Oberhirte ein deutsch-tschechisches Pontifikalamt in Bergreichenstein (Kašperské Hory), zu dem viele Gläubige aus beiden Ländern in der St. Margaretenkirche zusammenkamen. Am Ende des Gottesdienstes stellte ein Blumenregen aus unzähligen weißen Blütenblättern die Legende vom Ursprung dieses Festes sinnbildlich vor Augen: „Maria Schnee“ wird zum Gedenken an die Weihe der römischen Basilika Santa Maria Maggiore gefeiert. Der Legende nach sollte zu Ehren Mariens an jenem Ort ein Gotteshaus errichtet werden, der am Morgen des 5. August im Jahre 358 weiß von Schnee bedeckt war.

„Ich freue mich, dass ich das Patrozinium Ihrer Heimatkirche 'Maria Schnee' feiern darf“: Bischof Voderholzer hieß die Gläubigen aus beiden Ländern herzlich zum Pontifikalgottesdienst willkommen. In seiner Predigt erinnerte der Bischof an die Väter und Mütter im Glauben, die die Kirche in Bergreichenstein errichtet haben, um darin das Wort Gottes zu hören. Dieses Wort an die kommenden Genrationen weiterzusagen sei ein wichtiger Auftrag auch unserer Zeit: „Auf dieses Fundament können wir viele starke Brücken bauen.“ So wurde auch das Evangelium in beiden Sprachen verlesen. In den zweisprachigen Fürbitten schloss die Gemeinde die Partnerstadt Grafenau sowie das gesamte Bistum Regensburg in das Gebet ein. Als Brüder und Schwestern im Glauben beteten die Mitfeiernden das Vaterunser jeweils in der eigenen Sprache und doch gemeinsam und zur selben Zeit.

Weitere <link http: www.bistum-regensburg.de multimedia mediathek maria-schnee-388 external-link-new-window external link in new>Bilder des gemeinsamen Gottesdienstes finden Sie in der Mediathek.

 

Mitfeiernde Christen über das Fest „Maria Schnee“ und deutsch-tschechische Wallfahrten:

Das Feierlichkeiten rund um den 5. August anlässlich des Festes der Offenbarung der Gottesmutterschaft locken jedes Jahr unzählige Gläubige in die Stadt, so auch zwei Pilgerinnen aus Wenzenbach, die das gesamte Wochenende in Kašperské Hory verbracht haben. Die Verbindung dorthin fanden sie durch Wenzenbachs tschechische Partnerstadt Sušice, die unweit von Bergreichenstein gelegen ist. „Mich fasziniert das Miteinander bei den deutsch-böhmischen Wallfahrten“, erzählt Ortrun Herzog, die sich auch durch ihre familiären Wurzeln hierher verbunden fühlt, „durch die Begegnung der Kirchen wurden die Fronten, die durch den Kalten Krieg entstanden sind, aufgelöst. Man kann sich wieder treffen und so steht heute das Positive aus der Vergangenheit im Vordergrund.“

Auch Emmy Preisler stammt aus Sudentendeutschland und wollte durch die Fahrt nach Kašperské Hory die Erzählungen um „Maria Schnee“ genauer kennenlernen. Ihre erste grenzüberschreitende Wallfahrt war es aber nicht: „Ich war bereits bei der Wallfahrt nach Neukirchen beim Heiligen Blut im Rahmen des Katholikentags dieses Jahr dabei. Es war wirklich wunderschön.“

Vor allem aber aus der deutschen Partnerstadt Bergreichensteins nahmen viele Menschen am gemeinsamen Gottesdienst teil, so auch die „Großarmschläger Sänger“ aus Grafenau, die die Wallfahrt schon seit vielen Jahren begleiten. Am Nachmittag gestalteten sie die Vesper in der Maria Schnee Kirche in Bergreichenstein musikalisch.

Auch Wolfgang Kunz, der zweite Grafenauer Bürgermeister, kommt seit 1991 jedes Jahr zum Festtag nach Bergreichenstein: „Viele Menschen, die von hierher auswandern mussten, sind im niederbayerischen Raum sesshaft geworden – und das verbindet. Die Wallfahrt trägt dazu bei, dass die Völker wieder näher zusammengeführt werden.“



Nachrichten