Eine BiMaMü in Afrika – Schüler finanzieren Schulbau durch Spendenlauf

15.12.2015

Bischof Manfred Müller, der im Mai dieses Jahres verstarb, wäre sicher stolz auf die Schüler der nach ihm benannten Regensburger Schule gewesen. In einer großangelegten Spendenaktion sammelten die Mädchen und Jungen insgesamt 30.000 Euro, um damit ärmere Kinder zu unterstützen. Mit dem Geld wird der Bau eines Jungeninternats im südlichen Afrika mitfinanziert. Und das Schönste daran: Die Verantwortlichen vor Ort waren über die Summe so begeistert, dass auch diese Schule den Namen des ehemaligen Bischofs von Regensburg tragen wird, die „Bischof Manfred Müller Boys Boarding“.

 

Eine ganze Schule läuft für ärmere Kinder!

Seit der Gründung der Bischof Manfred Müller Schule in Regensburg ist es den Verantwortlichen ein großes Anliegen, die Schüler für ein soziales Projekt zu begeistern und damit das Prinzip der christlichen Nächstenliebe aktiv zu leben. Wie sollte man aber nun die Gelder für das Projekt in Afrika auftreiben? Schnell war die Idee geboren, durch einen Spendenlauf von Schülern, Eltern und Lehrern die dringend benötigte Summe zusammenzutragen.

Zahlreiche mögliche Sponsoren wurden angeschrieben und die gesamte Schule mobilisiert. Im April 2015 ging es dann los: Einen gesamten Tag drehten die Mädchen und Jungen der Bischof Manfred Müller Schule ihre Runden auf dem Sportplatz. Aber auch die Schulleitung, Lehrer, Mitarbeiter aus Küche und Verwaltung, Eltern und sogar der Direktor der Schulstiftung, Domkapitular Prälat Johann Neumüller, liefen für den guten Zweck. Für jede absolvierte Runde zahlten die Sponsoren zwischen 1 und 10 Euro.

Die Bauarbeiten für den neuen Anbau haben bereits begonnen

 

Ein Internat für afrikanische Jungen

Bei der Wahl für ein soziales Projekt entschied sich Direktor Konrad Wacker zusammen mit seinen Mitarbeitern, den Eltern und Schülern für die Förderung von Kindern im südlichen Afrika – im Königreich Lesotho. Der Verein Yes we care! e.V. nimmt sich dort den von der Aids-Epidemie betroffenen Menschen an. Dabei geht es im speziellen um die Unterstützung von zwei Schulen in der Stadt Pitseng, die Pitseng High School und Pontmain Primary School. Viele Kinder haben dort ihre Eltern durch Aids verloren, Lesotho gehört zu einem der ärmsten Länder der Welt.

Besonders am Herzen liegt den Projektverantwortlichen die finanzielle Unterstützung der dringend nötigen Renovierungen und Erweiterungen an den Gebäuden der Schulen, sowie Verbesserung der Ernährungssituation durch Anschaffung von Nutztieren wie Milchkühen und Hühnern. Mit den „erlaufenen“ Geldern konnte nun der Anbau eines Internats für Jungen in Angriff genommen werden. Und in der zweiten Adventswoche erreichte Direktor Konrad Wacker die freudige Nachricht aus Afrika: Der Spatenstich für die Bauarbeiten wurde vollzogen.

Nähere Informationen gibt es hier!

 

Bildnachweis: Bischof Manfred Müller Schule