Erste Tagung OSTEUROPA der geweihten Jungfrauen - "Regensburg goes Slowakia"

07.07.2015

Vom 02.- 05. Juli fand im Priesterseminar St. Franz von Xaver in Badin (Slowakei) die erste Tagung für Kandidatinnen und Interessentinnen der Virgines consecratae statt. Die Idee dazu ist am 4. Oktober 2014 nach einer feierlichen Jungfrauenweihe in St. Emmeram in Regensburg entstanden. Kandidatinnen und Virgines consecratae aus Osteuropa wollten sich im Osten Europas treffen und wurden dazu in Regensburg sozusagen inspiriert.

Gottgeweihte Jungfräulichkeit als Berufung

Das Thema der Tagung lautete: "Die Berufung gottgeweihter Jungfräulichkeit in der Welt." Die Teilnehmerinnen kamen aus Tschechien, aus der Slowakei, aus Russland und Ungarn. Frau Ordinariatsrätin María Luisa Öfele ist zu dieser Tagung als Referentin eingeladen worden und sprach zum Thema des Bundes im Ritus der Jungfrauenweihe.

Frau Dr. Jitka Dominika Krausová aus Tschechien referierte über die positive und negative Bedeutung des Zölibats aus der Sicht einer Psychotherapeutin. Dr. Ratislav Adamko, Priester aus der Slowakei, legte Aspekte der Spiritualität der Hymnen zu Festen der Jungfrauen im Stundengebet dar. Die Bedeutung der Einsamkeit im geistlichen Leben schilderte P. Martin Sedlone (OMI) aus dem Bistum Pilsen. Auch die Ursprünge der Berufung gotgeweihter Jungfräulichkeit in der Welt und deren Entwicklung wurde angesprochen. Hierzu referierte Dr. Alexander Puss SJ aus Ungarn. Dr. Stefan Novotý, Priester aus der Slowakei und Regens, legte ausgewählte Stellen des 2. Korintherbriefes dar. Der Regens des Priesterseminars in Badin, Lic. Ján Viglás führte in die Symbolik des Mosaiks von M.I. Rupnik in der Seminarkapelle ein. Ein Besuch des Marienwallfahrtsortes Staré Hory und die gemeinsame Vesper in der Benediktinerabtei in Sampor rundeten das Programm ab.

Ein Höhepunkt war die Hl. Messe am Sonntag, an dem sowohl die Kirche in Tschechien als auch in der Slowakei den Heiligen Cyrill und Methodius feiern. Dazu wurde von Dr. Adamko eigens ein Hymnus zur Laudes komponiert. Die verschiedenen Sprachkenntnisse der Teilnehmerinnen ermöglichten auch den Austausch untereinander, sei es auf Tschechisch, Slowakisch, Russisch, Polnisch, Englisch oder Italienisch. Dankbar sind alle wieder in ihre Länder zurückgereist; einige freuen sich schon auf ein Wiedersehen in Rom im Januar 2016 zum Abschluss des Jahres des geweihten Lebens und in Regensburg Mai 2016. Im Jahr 2017 soll es die nächste "Tagung-OST" geben.

Für Frau Öfele war diese Tagung eine Erfahrung, die sie darin bestätigt hat, dass es sich weiterhin lohnt: "Mit Christus Brücken bauen", denn seit 2007 ist sie auch mit Virgines consecratae aus Osteuropa vernetzt. 

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