Glauben überdenken und vertiefen - Bischof Rudolf zu Besuch in Kümmersbruck

20.03.2017

Das 40-jährige Bestehen des neuen Gotteshauses St. Wolfgang – ein moderner Anbau an die alte Kirche St. Anton – war für Bischof Rudolf Voderholzer Anlass für seinen Pastoralbesuch in der Pfarrei Kümmersbruck. Und am Gedenktag des Heiligen Josef ließ er es sich nicht nehmen, bei der anschließenden Begegnung im Pfarrsaal unter der Kirche allen Träger(inn)en dieses Namens zu gratulieren.

 

In seiner Predigt ging Bischof Voderholzer zuerst auf das Evangelium ein, die Begegnung Jesu mit der Frau aus Sychar in Samárien am Jakobsbrunnen. Aus der anfangs scheuen, verängstigten, gebückten und schuldbewussten Frau sei durch die Begegnung und das Gespräch mit Jesus „eine Missionarin geworden, aus der es nur so heraussprudelt, die allen erzählt, was ihr zugestoßen und wer ihr begegnet ist“, verdeutlichte der Bischof. Und er fragte die Gottesdienstbesucher: „Wie schaut unser Lebensweg aus? Ist die Begegnung mit Jesus Anlass, für ihn Zeugnis zu geben?“ Das Wasserschöpfen am Jakobsbrunnen stehe auch für Jesus, die Quelle des Wassers, die den Durst – auch und vor allem im geistigen Bereich bzw. der Seele – löscht, so Bischof Voderholzer weiter. Die im Bibeltext genannte sechste Stunde weise auf den Karfreitag, das Leiden und den Tod Jesu, hin. Das Evangelium möchte also, so der Oberhirte, dazu einladen, „unseren eigenen Glauben zu überdenken und zu vertiefen“.

Bei der anschließenden Begegnung im Pfarrsaal hieß die Pfarrgemeinderatssprecherin Renate Amrhein die Gäste willkommen. Sie wies darauf hin, dass sich die Weihe der Kirche konkret am 2. Juli zum 40. Mal jährt. Gut die Hälfte der ca. 10.000 Einwohner der politischen Gemeinde seien Katholiken, die Zusammenarbeit mit den evangelischen Christen laufe zudem sehr gut. Von einer „vitalen und äußerst vielfältigen Pfarrgemeinde“ sprach auch Bürgermeister Roland Strehl, der als Herausforderungen die vielen Neubürger und den in die Jahre gekommenen Kindergarten St. Raphael nannte. Von der Pfarrei erfährt auch das Caritas Baby Hospital in Bethlehem Unterstützung.