Ministrantenwallfahrt nach Rom ist zu Ende: Weltmeisterliche Stimmung bei einem großartigen Gemeinschaftserlebnis

11.08.2014

„Es war ein großartiges Gemeinschaftserlebnis und wir wissen, dass Jesus mit uns den Weg unseres Lebens geht.“  Dieses Resümee zogen die Jugendlichen auf der Heimfahrt der Ministrantenwallfahrt am Freitag. Um sechs Uhr ging es los mit Wecken, Frühstück, dann Abfahrt aus Rom. Nach den sechs anstrengenden Tagen war sofort Ruhe im Bus und alle genossen ein ausgedehntes Nickerchen.

Am Mittwoch oder Donnerstag waren viele am Meer beim Baden. Die Wellen begeisterten die Jugendlichen und das Baden mit so vielen Gleichaltrigen machte ohne Frage Spaß. Für manche war es das erste Mal, dass sie das Meer sahen und in ihm badeten. Lustig war es, als die Betreuer „entführt“ wurden und beim Tanzprogramm am Strand mitmachen durften.

Andere Gruppen hatte es statt zum Baden noch einmal nach Rom gezogen. Sie besichtigten unter anderem die Katakombe Sanct Priscilla. Das war ein absolutes Kontrastprogramm zu den vorangegangenen Tagen an den überlaufenen Stätten. „Wir konnten die Ruhe und Stille sehr intensiv genießen bei unserer Führung“, erzählt die 14-jährige Steffi. Für die Gruppe sei die liebevolle Ehrfurcht spürbar gewesen, mit der die ersten Christen ihre Toten begraben haben. Und auch der Auferstehungsgedanke sei wunderbar näher gekommen. Wieder andere besuchten die Spanische Treppe oder die Engelsburg, machten Einkaufsbummel und gingen auf Jagd nach Souvenirs.

Über all diese Erlebnisse tauschten sich die Jugendlichen auf der Rückfahrt aus. Das absolute Highlight der Wallfahrt war die Sonderaudienz mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz. „Und natürlich waren unsere beiden diözesanen Gottesdienste auch ganz super“, so Julian und seine Freunde. Viel Spaß hat auch das Tüchertauschen mit den Minis der anderen Diözesen gemacht.

So großartig alles war, so entsetzt waren die Ministranten aber auch vom Müll in der Ewigen Stadt, den überquellenden Mülleimern und dicht gesäten Verpackungsresten entlang der Straßen, Wege und Plätze. „Die ständig überfüllte Metrobahn, aber auch ewig-lange Wartezeiten am Eingang der Sehenswürdigkeiten waren  ganz schön nervig“,  erklärte Lukas. Stressig war dies auch für die Gruppenleiter, weil die Aufsichtspflicht enorm gefordert war. Zu schnell kam man bei dem Gedränge und Geschiebe auseinander. „Das ist echt der Wahnsinn. Du traust dich schon fast nicht mehr, in die volle Metro einzusteigen und dann drücken sich an der nächsten Haltestelle nochmals zehn Leute rein“, fanden die Jugendlichen übereinstimmend.

 

Jugendliche nehmen verschiedene Eindrücke mit

„Frei! Darum ist es  erlaubt, Gutes zu tun“, hieß das Motto der Fahrt. Sie hatte eingeladen darüber nachzudenken, welche Rechte, aber auch Pflichten aus dieser Freiheit für das Leben im Glauben entstehen. Dem wurde nachgespürt in einer bunten, lebendigen Stadt mit einer reichen Geschichte, in vielfältigen Begegnungen mit Jugendlichen aus ganz Deutschland  und nicht zuletzt in beeindruckenden Gottesdiensten und der Begegnung mit dem Papst auf dem Petersplatz. „So lebendig  erlebt man die Kirche nicht immer. Meine Einstellung zum Glauben wurde auf alle Fälle verstärkt durch das Erlebnis dieser Glaubensgemeinschaft mit Gleichgesinnten und Gleichaltrigen“, resümierte die 14-jährige Sophia. Bei der „Tagesaufgabe“, dem Nachdenken darüber, was die Ministrantenwallfahrt für einen selbst ist, kamen Gedanken wie „ein cooles Gemeinschaftserlebnis“ oder „die ewige Suche nach Trinkwasserbrunnen“, aber auch „eine Stärkung in meinem Glauben“ oder „ich ministriere auf alle Fälle noch weiter, um bei der nächsten Wallfahrt noch einmal dabei sein zu können.“  Mit Kartenspielen, Ratschen, kurzen Schlafpausen oder Lesen verging die Heimfahrt und zu Hause konnte ein großer Rucksack an Eindrücken und  Erlebnissen ausgepackt werden.

Den Abschlussgottesdienst in der Lateranbasilika am Donnerstagnachmittag können Sie bei uns in Bildern nachverfolgen.

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