Ökumenische Donausegnung in Regensburg

07.01.2016

Am Sonntag, den 10. Januar 2016, findet zum dritten Mal in Regensburg eine ökumenische Donausegnung in griechisch-orthodoxer Tradition statt. Mitwirkende sind die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland-Vikariat in Bayern, das Bistum Regensburg und die Evang.-Luth. Kirche in Bayern. Alle evangelischen, orthodoxen und katholischen Christen und weitere Interessierte sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Die Flusssegnung beginnt mit einer ökumenischen Vesper um 15.00 Uhr im Regensburger Dom St. Peter.

An der Donausegnung werden der Bischof von Regensburg, Dr. Rudolf Voderholzer, der Weihbischof der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, Bischof von Lefka Evmenios, der evangelische Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss, als Vertreter des Landesbischofs Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der Bischöflicher Vikar in Bayern der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, Erzpriester Apostolos Malamoussis und Erzpriester Ioannis Minas, der die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde Regensburg leitet, teilnehmen.

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Bischof von Lefka Evmenios und Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss werden der Vesper, die musikalisch von einem Männerchor der Regensburger Domspatzen und dem Byzantinischen Kantorenchor München gestaltet wird, vorstehen. Nach der Vesper begibt sich eine feierliche Prozession mit allen Gläubigen zur Steinernen Brücke. Dort wird gegen 16.00 Uhr nach orthodoxer Tradition mit Hymnen, Psalmen und Lesungen das Wasser gesegnet. Schließlich wird ein Kreuz in den Fluss geworfen. In Griechenland ist es Brauch, dass dieses Kreuz von Gläubigen, die ins Wasser springen, aus dem Wasser geholt und wieder zum Bischof zurückgebracht wird. In Regensburg wird hier die Kreiswasserwacht gebeten werden, Schwimmer zu stellen, die das Kreuz zurückholen. Es werden zudem Grußworte von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss sowie von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs gesprochen. Auch der Regierungspräsident der Oberpfalz, Herr Axel Bartelt, wird an der Donausegnung teilnehmen.

Hintergrund

Einer der größten Feiertage im orthodoxen Kirchenjahr ist der Tag der Epiphanie, der Taufe Jesu Christi, am 6. Januar. In allen orthodoxen Kirchen wird an diesem großen Feiertag eine Segnung des Wassers zelebriert, um damit die Gläubigen, deren Häuser, Äcker und Tiere segnen zu können. In vielen orthodoxen Ländern gibt es darüber hinaus die altehrwürdige Tradition, an diesem Tag (oder an den darauffolgenden Tagen) alle Gewässer zu segnen, das Meer, die Seen, die Flüsse, die Quellen und die Brunnen.

"Die griechisch-orthodoxen Gläubigen Regensburgs, die nun schon seit Jahrzehnten die Epiphanie hier in Regensburg feiern, denken oft an jene schöne Zeremonie der Gewässersegnung zurück, die sie früher in ihrer Heimat erleben durften. So ist es schon lange der Wunsch der orthodoxen Gläubigen, die Donau zu segnen, da die schöne Stadt Regensburg inzwischen ihre zweite Heimat geworden ist und sie deshalb mit dieser Zeremonie einen weiteren Beitrag zum kulturellen und geistigen Leben Regensburgs und ganz Bayerns leisten möchten", erklärt der Bischöfliche Vikar in Bayern der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, Erzpriester Apostolos Malamoussis.