Trägerwechsel bei den Dr.-Johanna-Decker-Schulen in Amberg

23.06.2004

(pdr) Die beiden Amberger Schulen des Ordens der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau werden zum Jahreswechsel von der Schulstiftung der Diözese Regensburg übernommen. Das entschied der Stiftungsrat unter Vorsitz von Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller am Montag, 21. Juni, nach eingehenden Verhandlungen mit der Ordensleitung. „Die Fortführung der Mädchenbildung in Amberg bleibt auch in der Zukunft gesichert“, so Bischof Gerhard Ludwig. „Der Erhalt und Ausbau unserer Schulen ist für mich von besonderer Bedeutung. Die Bildung unserer Kinder ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft. In unserem Bistum haben wir 65 Schulen in kirchlicher Trägerschaft und merken, dass die Nachfrage nach Schulplätzen in den letzten Jahren wächst. Gerade in der schwierigen finanziellen Lage, in der sich auch die Kirche zur Zeit befindet, müssen Prioritäten gesetzt werden. Ein blühendes Schulwesen zählt eindeutig dazu“. Die Übernahme erfolgt, vorbehaltlich der noch ausstehenden staatlichen Genehmigung, zum 1. Januar 2005.

In Amberg wurde die Entscheidung mit großer Freude aufgenommen, wie Schwester M. Salome Strasser, Provinzoberin der Armen Schulschwestern, berichtet. „Die Freude und Dankbarkeit war groß, als ich den Lehrern und Mitarbeitern diese positive Entscheidung mitgeteilt habe“, so Sr M. Salome Strasser gestern im Bischöflichen Ordinariat. „Wir danken allen, die die Fortführung der Mädchenbildung in Amberg ermöglicht haben.

Die Armen Schulschwestern betreiben in Amberg ein Gymnasium und eine Realschule. „Vor 165 Jahren wurde die Mädchenschule in Amberg von unserem Orden gegründet“, berichtet Sschwester M. Salome. „Zu dieser Zeit war die Bildung von Mädchen und Frauen bei staatlichen Einrichtungen noch kein Thema. Heute unterrichten wir in Amberg 1.130 Schülerinnen. Natürlich werden die Schulschwestern auch weiterhin selber unterrichten. Die Mädchen und jungen Frauen in Amberg werden weiterhin eine Schulbildung auf der Basis des christlichen Welt- und Menschenbildes erhalten.“