Was ist Wahrheit? – Prof. Karl-Heinz Menke spricht über Joseph Ratzinger: 19. April 2018

11.04.2018

Joseph Ratzingers Argumente für die Erkennbarkeit der einen Wahrheit diskutiert Prof. Dr. Karl-Heinz Menke, der Träger des Joseph-Ratzinger-Preises 2017, am 19. April 2018 im Akademischen Forum Albertus Magnus.

Sein Vortrag steht unter dem Titel „Das Tribunal des zeitgenössischen Relativismus“ und findet in Kooperation mit dem Institut Papst Benedikt XVI. statt. Auch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer wird teilnehmen.

Wann: Donnerstag, 19. April 2018, 19.30 Uhr

Wo: Café „Goldenes Kreuz“, Kaisersaal, Haidplatz 7, Regensburg



Ist die Wahrheitsfrage im Bereich von Religion und Glaube unangebracht?

Die meisten Zeitgenossen meinen, im Bereich von Religion und Glaube sei die Wahrheitsfrage unangebracht, weil es hier kein überprüfbares Kriterium für 'wahr' oder 'falsch' gebe. Man reduziert die „Wahrheit an sich“ auf eine „Wahrheit für mich“. Das, was man theologisch „Offenbarung“ nennt, wird als narratives Konstrukt zur Legitimierung der eigenen Tradition deklariert. Oder man erklärt Religionen im Anschluss an Ludwig Wittgenstein unter anderem als geschichtlich bedingte „Sprachspiele“, die nur solange von Bedeutung sind, als sie sich praktisch bzw. diskursiv bewähren.

Prof. Karl-Heinz Menke analysiert und resümiert die Gegenargumente des emeritierten Papstes. Er konfrontiert dessen Denken mit den Einwänden seiner Kritiker und stellt auch die Frage nach einem möglichen Ausweg aus der gegenwärtigen Krise des Christentums.

 

Karl-Heinz Menke (geb. 1950)

…studierte Philosophie, Katholische Theologie und Altphilologie in Münster und Rom. 1974 wurde er zum Priester geweiht. Er erwarb 1975 das Lizenziat in Theologie an der Gregoriana in Rom, 1978 erfolgte ebd. die Promotion zum Dr. theol., zwischen 1979 und 1981 war er Vikar, Religionslehrer und Dekanatsjugendseelsorger, bevor er 1981 Geheimsekretär des Bischofs von Osnabrück und Domvikar wurde. Von 1987 bis 1990 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Dogmatik an der Universität Freiburg; 1990 Habilitation. Er war ab 1990 Professor für Dogmatik und Theologische Propädeutik an der Universität Bonn. Menke ist Mitherausgeber der „Bonner Dogmatischen Studien“. 2001 wurde er Mitglied der Kommission I (Theologie) der Deutschen Bischofskonferenz. Menke ist zudem Mitglied der Internationalen Theologenkommission, Ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste sowie Träger des Joseph-Ratzinger-Preises 2017.