Wege aus der Sucht finden – Caritas-Suchthilfe

10.02.2017

Nach der letzten Schätzung von 2014 gibt es in Deutschland wohl 1,8 Millionen alkoholkranke Menschen. Hinzu kommt eine weitaus größere Zahl von betroffenen Angehörigen. „Bier, Wein und Schnaps sind die mit Abstand am weitesten verbreiteten Drogen unserer Gesellschaft“, sagt Christian Kreuzer, Referent für die Caritas-Suchthilfe.

 

Mehr als 6000 Personen im Jahr finden Hilfe bei der Caritas-Suchthilfe

Seit bald 90 Jahren besteht die Caritas-Fachambulanz für Suchtprobleme in Regensburg. Die Einrichtung hat sich immer an den aktuellen Anforderungen orientiert und ihr Angebot zunehmend professionalisiert. Die Aufgaben wurden anspruchsvoller, vielfältiger und mit der Zahl der Angebote und Klienten nahm auch die der Mitarbeiter zu. Heute ist die Caritas der „Vollsortimenter“ in der Suchthilfe. Insgesamt haben die elf ambulanten Suchthilfe-Einrichtungen der Caritas im Bistum Regensburg im letzten Jahr mehr als 6000 Personen beraten, in Einzelgesprächen oder in Gruppen.

 

Innovation und Vernetzung

Mit der „zunehmenden Ausdifferenzierung der Hilfsangebote und den sich wandelnden Herausforderungen gehen Flexibilität, Innovationsbereitschaft und Vernetzung unserer Experten einher“, sagte Diözesan-Caritasdirektor Weißmann bei der Bilanz-Pressekonferenz. Die offene Haltung der Mitarbeitenden präge die Fachambulanz seit Jahrzehnten und werde auch in Zukunft für passgenaue und effiziente Leistungen in der Suchthilfe sorgen, so der Caritasdirektor. Es sei die Aufgabe der Caritas, sich aller Menschen in Not anzunehmen. „Die Frage nach der Schuld stellen wir da nicht. Wir verlangen aber von den uns anvertrauten Menschen die Bereitschaft, sich zu öffnen und mit unserer Unterstützung Initiative zu ergreifen“, sagte Weißmann.   

Es gehe für die Caritas darum, immer wieder auf die Nöte der Zeit passgenau zu reagieren. Eine solche Flexibilität ist heute nötiger denn je. So kommen Caritas-Mitarbeiter inzwischen an die Brennpunkte des Geschehens, zum Beispiel in Form von Streetwork oder Besuchen von Festivals und Clubs (Projekt „mindzone“). Durch Beratung in Krankenhäusern und Justizvollzugsanstalten wird der frühzeitige wie niedrigschwellige Kontakt zu (potenziellen) Drogenkonsumenten gesucht. Diese entscheidenden ersten Schritte münden idealerweise in nachhaltige Maßnahmen. Zu den innovativen Angeboten der Caritas zählt auch SKOLL. Dieses „SelbstKOntroLLtraining“ wendet sich an Menschen mit problematischem Konsumverhalten und will Fehlentwicklungen bereits frühzeitig entgegensteuern. Wer zu viel trinkt oder raucht, wer zu oft am Computer oder in der Spielhalle spielt und etwas ändern möchte, ist hier richtig.

 

Mehr Informationen zur Caritas-Suchthilfe gibt es auf www.suchthilfe-ostbayern.de.

Die Regensburger Fachambulanz ist erreichbar unter Telefon 0941/630 82 70 oder per E-Mail: suchtambulanz@caritas-regensburg.de.

Online Welt wieder einblenden

Onlinewelt öffnen
Onlinewelt schließen