Porträtfotos der Kandidaten für die Priesterweihe 2014: Christian Blank, Dr. Thomas Hösl und Markus Hochheimer
von links: Christian Blank, Dr. Thomas Hösl und Markus Hochheimer

"Wir bitten ums Gebet!" - Die Kandidaten für die Priesterweihe stellen sich vor

16.06.2014

„Als Priester will ich ganz für die mir anvertrauten Menschen da sein und auf Christus, die Quelle des Lebens verweisen“ - Christian Blank aus Kümmersbruck, 27 Jahre alt, ist einer von drei Männern, die am 28. Juni 2014 im Regensburger Dom St. Peter die Priesterweihe empfangen werden. Zusammen mit ihm werden Dr. Thomas Hösl aus Nabburg, 48, und Markus Hochheimer aus Obernried, 35, vor den Weihealtar treten.
Bereits am Pfingstmontag wurde der 33-jährige Prämonstratenser Fr. Lukas Florian Prosch O.Praem in der Klosterkirche Speinshart durch Weihbischof Reinhard Pappenberger  für seinen Orden zum Priester geweiht.

Wer sind die vier Männer? Was bewegte sie zu der Entscheidung, sich als Priester ganz für Gott und die Menschen in Dienst nehmen zu lassen? Hier stellen sie sich Ihnen vor.

Vier Menschen - vier Wege zum Priestertum

Die Berufungswege sind so unterschiedlich wie die Kandidaten, ebenso sind es ihre Ausbildungswege zum Priester.

Christian Blank hat den klassischen Weg durchlaufen: Ministrant, Abitur, Priesterseminar und Theologiestudium, Pastoralkurs, Diakonenweihe. Für seine Berufungsfindung war entscheidend, dass er als (Ober-)Ministrant in seiner Heimatpfarrei Priester und Priesteramtskandidaten sehr positiv erlebt hat: Es waren Kapläne und auch Praktikanten, “die neben meinem Heimatpfarrer ein authentisches Zeugnis abgelegt haben“, durch die er einen leisen Ruf vernahm, der mit den Jahren immer weiter wuchs.


Dr. Thomas Hösl dagegen hat einen längeren Berufungsweg hinter sich. Zunächst machte er eine Ausbildung als Elektroinstallateur. Nach mehreren Jahren bei der Bundeswehr entschloss er sich, das Abitur an der Spätberufenenschule Fockenfeld nachzuholen. Darauf folgten Studium und Doktor in Philosophie. Durch seine Mitarbeit bei Radio Horeb fand er schließlich ein Umfeld, das ihn dazu ermutigte, “Ja” zum Ruf Gottes zu sagen - einen Ruf, den er schon einige Zeit verspürt hatte: “An sich ist der Priesterberuf natürlich eine herrliche Berufung, aber sehr anspruchsvoll. Diesem Anspruch glaubte ich nicht zu genügen. Für mein Ja zum Priestersein war entscheidend, dass mir Gott im Entschluss, nicht Priester zu werden, keine Ruhe schenkte.”

Markus Hochheimer hatte zunächst ebenfalls einen anderen Weg eingeschlagen. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel und arbeitete mehrere Jahre in diesem Beruf. Der Glaube an Jesus Christus spielte in seinem Leben nicht immer eine zentrale Rolle. Durch einen “jahrelangen Umbruchprozess” gewann dieser Glaube aber immer mehr an Bedeutung und wandelte sein Leben: “Ähnlich wie es bei Paulus so wunderbar geschehen war, half mir Jesus Christus, den ‘alten Menschen’ nach und nach abzustreifen, so dass in meinem Leben das Undenkbare denkbar geworden war - dafür gebührt Ihm mein größter Dank”, sagt Markus Hochheimer. Auch für seine Entscheidung, einen Weg in der engeren Nachfolge einzuschlagen, war die Begegnung mit “begeisterungsfähigen Priestern” sowie Ordensleuten, geistlichen Gemeinschaften und Weltchristen wesentlich. Markus Hochheimer beschritt den sogenannten Dritten Bildungsweg und erhielt seine wissenschaftliche, theologisch-philosophische Ausbildung am Bischöflichen Studium Rudolphinum

P. Lukas Florian Prosch O.Praem, der bereits am Pfingstmontag im Bistum Regensburg für die Prämonstratenser-Chorherren in Speinshart geweiht wurde, waren “die Freude am Glauben und die Begeisterung für die Botschaft Jesu” die Motivation, Ordensmann und Priester zu werden. Diese Freude und Begeisterung nicht für sich zu behalten, trieb ihn an: “Es gibt für mich nichts Schöneres, als den Menschen die frohe Botschaft zu verkündigen. Deshalb wollte ich Priester werden, um ganz für diesen Dienst da zu sein.” 


Mit Bischof und Vorständen des Priesterseminars. Von links: Christian Blank, Präfekt Gerhard Pöpperl, Regens Martin Priller, Bischof Rudolf Voderholzer, Spiritual Josef Graf, Subregens Matthias Ambros, Dr. Thomas Hösl, Markus Hochheimer

Ein Priesterjahrgang außer der Reihe

Alle Kandidaten haben einen Weg hinter sich, der sich mehr oder weniger vom üblichen Ausbildungsverlauf unterscheidet. Das ist der Grund, dass in diesem Jahr für das Bistum Regensburg überhaupt eine Priesterweihe stattfindet. Denn da vor sechs Jahren für alle bayerischen Diözesen mit dem Propädeutikum ein zusätzliches Ausbildungsjahr eingeführt wurde, würde im Normalfall rein rechnerisch heuer der gesamte Priesterjahrgang fehlen. 

 

Einladung zur Priesterweihe und Bitte um Unterstützung

Sie sind sehr herzlich eingeladen zur Mitfeier der Priesterweihe, die Bischof Dr. Rudolf Voderholzer spenden wird, am Samstag, 28. Juni 2014, 8.30 Uhr im Regensburger Dom St. Peter.


So wichtig für den Berufungsweg der angehenden Priester bis jetzt die Begleitung, Ermutigung und Unterstützung durch Menschen war: in den letzten Tagen vor der Priesterweihe bitten die Weihekandidaten ganz besonders um Ihr Gebet und Ihre wohlwollende Unterstützung. Diese Bitte erstreckt sich über die Priesterweihe hinaus auf das weitere Leben und Wirken der künftigen Priester, denn: Priester sein kann man schwer allein.  

 

Zum Sakrament der Priesterweihe

Informieren Sie sich hier über die Bedeutung des Sakraments der Weihe.

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