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Day of Mercy an den Schulen

14.03.16   |  

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  • Die katholischen Schüler/-innen der 3. und 4. Klasse der Grundschule „St. Josef“ in Straubing bastelten mit den Tischmüttern österliche Dinge wie zum Beispiel Ostereier in Kerzenform, Schlüsselanhänger, bemalte Steine als Briefbeschwerer sowie Backwaren, und boten diese nach den Gottesdiensten zum Kauf an. Der Erlös von 444.-- € wurde an Bischof Dr. Paul Bemile, Diözese Wa in Ghana, persönlich für Kinder in seiner Diözese übergegen. Die Kinder von „St. Josef“ stellten dem Bischof viele Fragen, wie z. B. ein Schulalltag in Ghana ist, ob alle Kinder die Schule besuchen. Erstaunt waren die Jugendlichen, als sie erfuhren, dass in Ghana jede Schule eine andere „Schuluniform“ hat, die Kinder oft täglich einen langen Schulweg zurücklegen und Schulhefte, Schulbücher sehr wertvoll sind. Die Kinder der 3./4. Klasse der Grundschule „St. Josef“ beteten für die Kinder in Ghana und zeigten ein Herz. Mit Freude geben sie den Erlös an Kinder in Ghana weiter, berichtet Pfarrer Peter König. (Bild: Johann Zellner)

  • Die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassen der Grundschule Kallmünz schrieben zusammen mit Religionslehrerin Hildegard Liebl kleine Geschichten auf, wie sie Barmherzigkeit im Alltag leben und erleben, und malten diese. Gemeinsam legten sie im Schulhaus einen „Weg der Barmherzigkeit“. Barmherzig sein ist eigentlich ganz einfach! Ihre Überlegungen dazu schrieben sie auf kleine Kärtchen als „Hosentaschen-Merker“ und überreichten sie dem Partner, zu dem sie in nächster Zeit barmherzig sein wollen.

  • An der Maria-Ward Mädchenrealschule Deggendorf wurden mit einem Schreiben alle Schülerinnen und die Lehrkräfte dazu aufgefordert, ein bisschen Barmherzigkeit den Bedürftigen gegenüber zu zeigen. Jede und jeder sollte von daheim Lebensmittel mitbringen, die dann den Deggendorfer Tafeln zu Verfügung gestellt wurden. Die Reaktion war überwältigend: Mehrere hundert Kilogramm sind zusammengekommen!

  • An der Staatlichen Fraunhofer Berufsschule I in Straubing führte Diakon Willibald Irrgang mit den Schülern ein “Fastenessen für Nepal” durch. Der Erlös von mehr als 300 € kommt einem Waisenhaus in Katmandu zugute, in dem Straßenkinder Aufnahme und Schulbildung finden. Die Aktion hat an dieser Schule bereits eine mehrjährige Tradition, Partner ist dabei “SmilingKidsNepal e.V.”. Das Gebäude des Hauses wurde beim letzten großen Erdbeben beschädigt und die Schule wollte damit zum Wiederaufbau beitragen.

  • An der Grundschule Bad Abbach wurde vor 14 Tagen bereits in allen Klassen ein Gottesdienst zum Thema Barmherzigkeit durchgeführt. Zum Day of Mercy wurden neun Menschen an die Schule eingeladen, die sich im Ehrenamt oder im Beruf zum "Thema Barmherzigkeit" engagieren, zum Beispiel Krankenhausseelsorger, Gefängnisseelsorger, Altenheimseelsorger, Betreuung von Asylbewerbern, Mitarbeit im Strohhalm Regensburg, Angestellte der Caritas mit Betreuung der Tafeln, Mitglied des Hospizvereins. Die Schüler der 3. und 4. Klasse konnten sich aussuchen, wo sie zuhören. Bei einem großen Schlussplenum in der Turnhalle berichteten die Kinder aus ihren Gruppen und dankten den Referenten mit einem Lied. Die Aktion kam gut bei Schüler und Lehrerkollegium an. Durch diese "Großveranstaltung in Religion" konnte positiv auf den Wert des Faches aufmerksam gemacht werden. Schön war auch die Zusammenarbeit aller katholischen und evangelischen Religionslehrer, der Pfarrer und auch Ethiklehrer.

  • Die Grundschule Mintraching feierte einen Fastengottesdienst in der Kirche zum Thema „Der barmherzige Vater“. Die Klasse 4a stellte den Text aus dem Lukasevangelium in einem kleinen Spiel szenisch dar. Auf dem Bild sehen wir den jüngeren Sohn, der all sein Geld ausgegeben hat, nun in Einsamkeit als Schweinehirt arbeitet und reumütig beschließt, zu seinem Vater heimzukehren.

  • Die Aktion zum Day of Mercy an der Mittelschule Rötz sollte den Schülern bewusst machen, dass unter ihnen bereits viele positive Verhaltensweisen vorhanden sind. Religionslehrerin Lydia Preischl: „Also habe ich meine Schulpastoralen der 9. Klasse mit dem Auftrag in die Pause geschickt, einmal zu beobachten, was an Positivem während dieser Schulfreizeit passiert. Sie haben eine ganze Menge zusammengetragen, die wir dann zu Sätzen formuliert als Strahlen einer Sonne an eine Pinnwand dekoriert und mit einigen weiteren Sätzen aus dem Schulleben ergänzt haben.“ Beispiele, die gefunden wurden, waren: • Danke, dass du die Pause mit mir geteilt hast. • Danke, dass du mein Freund bist. • Danke, dass du mich nicht übersiehst. • Danke, dass du mich tröstest. • Danke, dass du mich besucht hast, als ich krank war. • usw. Ausgehend von dieser doch recht positiven Erfahrung wurde dann „rückwärts“ gearbeitet und die Werke der Barmherzigkeit betrachtet. Dabei fanden die Schüler heraus, dass viele der erarbeiteten Punkte in diesen Sätzen bereits stecken. Sie dekorierten die leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit auf eine weitere Wand. Dazwischen wurde das Wort „Danke“ in vielen verschiedenen Sprachen der Erde gesetzt. Diese „Danke“-Worte wurden von den jüngeren Schulpastoralen gefertigt.

  • „Ich zeige Herz wenn….“- Dieser Aufforderung ging an die Schüler der Angrüner Mittelschule von Bad Abbach, berichtet Diakon Johann Graf. Am Tag der Barmherzigkeit versuchten die Schüler der M9 in Projektarbeit, die Werke der Barmherzigkeit in den Schulalltag zu übersetzen. Verschiedene Bilder drücken aus, wie diese Werke in der Schule Gestalt bekommen. Zunächst wurde dargestellt, wo zu wenig Herz vorhanden ist: dass Essen im Abfalleimer landet, dass Fremde und Einzelgänger es schwer haben,… Dann folgte die Gegenüberstellung: dass Schüler anderen beistehen, dass der Durst nach Gemeinschaft gesehen wird, dass das Gefangensein im Internet im Miteinander überwunden wird,… Am Ende der gottesdienstlichen Feier in der Aula, wurden Herzkarten beschriftet. Entstanden ist ein großes Herz aus vielen kleinen Taten. Dieses Herz steht in der Aula und lädt ein, zu sehen, wie Herz gezeigt wird. Ein gemeinsames Barmherzigkeitsgebet rundete die Herzaktion ab. Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Schulband umrahmt. Entstanden ist diese „Herz“feier durch die Zusammenarbeit der Evangelischen und Katholischen Lehrkräfte.

  • Auch die Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen Waldsassen folgte der Einladung von Bischof Rudolf Voderholzer, sich mit einer Aktion oder einem Projekt zum Hl. Jahr der Barmherzigkeit zu beteiligen. Für alle Jahrgangsstufen der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen Waldsassen bestand die Möglichkeit zur Beichte in der Klosterkirche mit Pfarrer Vogl und Pfarrvikar P. Marianus von der Pfarrei Waldsassen als Beichtväter: Die Mädchen konnten während der Unterrichtszeit auf freiwilliger Basis das Sakrament der Versöhnung empfangen. Etwa ein Fünftel der Schülerinnen nahm dieses Angebot auch in Anspruch. Einige davon verewigten sich im Gebetsanliegenbuch der Klosterkirche mit Sätzen wie: „Die Beichte war sehr schön.“ „Danke, lieber Gott, dass ich meine Sünden los bin.“ Bereits im Vorfeld waren die Mädchen in den Jahrgangsstufen 5 und 6 u. a. mit einer Steinmeditation auf die Beichte und die Thematik Versöhnung/Barmherzigkeit vorbereitet worden, wie Sr. M. Raphaela Kratzer OCist (Fachschaftsleitung Katholische Religionslehre) berichtet. Mit Steinen und Wortkarten dachten sie darüber nach, wo sie in den Bereichen Gott, Mitmenschen, Umwelt/Natur und dem eigenen Ich unbarmherzig, kantig, verletzend oder hart wie ein Stein gewesen waren. Für die Schülerinnen der 8. bis 10. Klassen war zur Vorbereitung auf die Beichte ein „Beichtspiegelgang“ gestaltet worden: mit einem modernen Beichtspiegel auf Plakaten sowie drei sog. Versöhnungsinseln, bei denen die Mädchen sich interaktiv mit den Themen „Ich + Gott“, „Ich + Du“ und „Ich+ Ich“ auseinandersetzen konnten. Dabei durften die Schülerinnen an den einzelnen Stationen ihre Schuld bzw. das, was sie belastet, auf Zettel schreiben und an Holzkreuze heften. Beim Nachzeichnen eines Labyrinths dachten sie über ihren Lebensweg und ihr Verhältnis zum eigenen Selbst nach und beim Anzünden eines Teelichts am Kerzenbaum konnten sie ihre Beziehung zu Gott reflektieren…

  • …In der 4. und 5. Unterrichtsstunde besuchten vier Schülerinnen der Klasse 9A (Vanessa Gleißner, Lea Klarner, Lucia Müller und Theresa Schmeller) die Klassen und spielten den Schülerinnen eine „Predigt ohne Worte“ zum Thema: „Was ist eigentlich Barmherzigkeit“ vor. Dabei verwendeten sie lediglich Plakate mit Texten und ihre Mimik, um die Botschaft zu vermitteln. Sie schafften es, ihre Mitschülerinnen damit so zu fesseln, dass diese vollkommen still und gespannt den stummen Dialog mitverfolgten. Anschließend teilten die Vier eine To-Do-Liste mit Anregungen zu eigenem barmherzigen Handeln aus…

  • …Schülerinnen der Ganztagesklassen 5A und 6A bereiteten mit Sr. Hanna-Maria Ehlers OCist ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Texten und Musikstücken vor, besuchten dann das Altenheim St. Maria in Waldsassen und gestalteten für die Senioren dort den Nachmittag. Damit kamen beide Komponenten „Barmherzigkeit empfangen“ und „Barmherzigkeit schenken“ beim „Day of Mercy“ an der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen Waldsassen zum Ausdruck. Bereits die ganze Fastenzeit über wurden die sieben neuen Werke der Barmherzigkeit von Bischof Wanke (Erfurt) mit Plakaten und Flyern zum Mitnehmen an einer Station im Treppenaufgang thematisiert.

  • Schon zu Beginn der Fastenzeit beschäftigten sich alle Religionsgruppen des Sonderpädagogischen Förderzentrum Regensburg an der Bajuwarenstraße mit den klassischen und modernen Werken der Barmherzigkeit. In den folgenden beiden Wochen bereiteten die Religionsgruppe und die Ethikgruppe der Klasse 7 gemeinsam mit Religionslehrerin Ursula Walter den Day of Mercy als Projekt vor. Sie überlegten, wie Werke der Barmherzigkeit gerade am Sonderpädagogischen Förderzentrum für Schüler und auch Lehrer aussehen könnten. Sie gestalteten dazu ein großes Plakat, verzierten es liebevoll mit vielen Herzen und stellten ihr Projekt in allen Klassen des Förderzentrums vor. Am Donnerstag, dem 10. März, gab es dann morgens nochmal eine Durchsage von Frau Walter zur Erinnerung an den Day of Mercy. Ab der großen Pause betreute immer eine Zweiergruppe der Siebtklässler den Stand mit Stickern und Süßigkeiten und auch das Plakat. Ganze Klassen, aber auch einzelne Lehrer und Schüler kamen in die Aula, erzählten, was sie heute schon Gutes getan hätten und durften dann ein Sticker – Herz an die passende Stelle auf dem Plakat kleben. Als Belohnung bekam jeder ein Bonbon in Herzform. Auch die Eltern, die in den ersten beiden Stunden das Elterncafé besucht hatten, beteiligten sich gern an dem Projekt. Am Schluss war ein Plakat voller großer und kleiner Herzen entstanden als Zeichen vieler Versuche, an diesem Day of Mercy einmal ganz bewusst barmherzig miteinander umzugehen. Bei der Reflexion am Freitagvormittag entwickelte sich spontan die Idee, die Aktion noch länger fortzusetzen. So entstand ein Infotisch, der mit den Sticker–Herzen noch die gesamte nächste Woche dazu einladen soll, barmherzig zu sein.

  • An den St.-Marien-Schulen wurde der Day of Mercy mit einer gemeinsamen Morgenfeier beider Schularten in der Pausenhalle, den eigenen Gedanken der Schülerinnen zum Thema Barmherzigkeit in Form gestalteter Papierhände und einem Kunstwerk mit dem Schullogo „M“ im Zentrum begangen. Er wurde von der Fachschaft Religion und der Fachschaft Kunst gemeinsam organisiert…

  • … Nach der liturgischen Begrüßung zeigte der Schulseelsorger Pfarrer Andreas Albert den Sinn des „Day of Mercy“ auf. Schülerinnen des Kunstadditums Q 12 der Kunstlehrerin Frau Sabine Wild erläuterten mit selbst verfassten Texten ihre entworfenen Bilder zum Thema Barmherzigkeit. Nach dem gemeinsamen „Gebet für unsere Erde“ von Papst Franziskus, dem Vaterunser und dem Schlusssegen klang die Morgenfeier musikalisch aus - gestaltet durch Musiklehrer Christoph Sefranek. Plakate mit den gestalteten Papierhänden werden in den Klassenzimmern beider Schulen alle Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrer das ganze Schuljahr an den „Day of Mercy“ erinnern, damit der Gedanke der Barmherzigkeit im Schulalltag nicht verloren geht.

  • Die Schüler des Privat-Gymnasiums Pindl stellten diesen Tag unter das konkrete Motto: „Ein Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen“ (Victor Borge) Die Teilnehmer des P-Seminars „Aktiv Christsein leben: Soziales Engagement bei Planung und Aufbau der Obdachlosenseelsorge in der Pfarrei St. Emmeram in Regensburg“ gestalteten im Rahmen der Projektarbeit ihres Seminars den Day of Mercy. Schnell konnten die Ideen gesammelt und in die Tat umgesetzt werden. In der Woche vom 29.2. – 4.3.2016 wurden alle Schüler der Schule über die Bedeutung dieses Tages und über das Projekt informiert. Die Seminarteilnehmer richteten dazu zusätzlich in der Pause einen Informationsstand ein. Mit Hilfe einer kleinen Geldspende von Schülern und Lehrern war es möglich, Brezen zu kaufen, die die Schüler dann im Anschluss an die Informationsveranstaltung mit dem Streetworker Ben Peter an den Brennpunkten der Stadt an Bedürftige verteilen konnten. Wichtig dabei war aber vor allem, Kontakt mit den Menschen zu knüpfen, auf sie zugehen. Die Schüler wollen sich weiterhin für sie einsetzen: Auf dem Programm stehen Begegnungen beim Offenen Tisch in St. Emmeram, ein Informationsstand zu unserem Projekt am Pfarrfest in St. Emmeram am 26.6.2016 und unser großes Ziel: Begegnungen zu festigen während eines gemeinsam organisierten Ausfluges auf einem Donauschiff mit Essen, Trinken, Musik, Kultur und natürlich vielen Gesprächen. An oberster Stelle steht hier der Wunsch der Seminarteilnehmer nach Nachhaltigkeit. Ein weiteres Angebot im P-Seminarbereich der Schule im nächsten Schuljahr soll diesem Wunsch Rechnung tragen. (Foto: Daniele Geradtz)

  • Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Josef freuten sich über den Besuch von unbegleiteten Flüchtlingsmädchen aus Afrika in ihrer Schule Schülerinnen der Klassen 7c und 9c setzten ein Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingsmädchen, indem sie sie in ihre Klassen einluden und mit ihnen in unterschiedlichen Formen Gemeinschaft erlebten. Sieben Mädchen aus Afrika, vor allem aus Eritrea, die im Haus des Guten Hirten eine neue Heimat gefunden haben, gaben einen Einblick in ihr früheres Leben und in ihre Zukunftsperspektiven. Nach einem gemeinsamen Frühstück leiteten einige Mädchen der Klasse 7c die Gäste zum Basteln eines kleinen Osternestes an, das dann mit Süßigkeiten gefüllt wurde - eine kleine Erinnerung an den Besuch…

  • Auch bei den Unternehmungen der Klasse 9c zeigte sich, dass die geringen Deutschkenntnisse kein Hindernis für den Kontakt darstellen müssen. Denn beim gemeinsamen Tanzen, bei Pantomime und als "Montagsmaler" verstand man sich auch ohne Worte. Einen musikalischen Abschluss bildete das gemeinsame Singen eines Liedes, das diesen Vormittag nicht besser beschreiben konnte: "Heid is so a scheena Dog." Ja, und vielleicht gibt es schon bald ein Wiedersehen, denn unsere Schülerinnen wurden zum Gegenbesuch nach Ettmannsdorf eingeladen und tauschten außerdem ganz begeistert Kontaktadressen aus.

  • Anlässlich des päpstlichen Aufrufes zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit nahmen am 10. März ca. 150 Schülerinnen und Schüler der Berufsschule I Deggendorf am “Day of Mercy“ teil. Dankenswerterweise stellte Stadtpfarrer Wolfgang Riedl seine Kirche St. Martin für diesen Tag zur Verfügung. Die Religionslehrer der Berufsschule griffen die Anregungen des Schulreferats des Bistums auf und gestalteten mit ihren Schülern einen Wortgottesdienst. Unter den Teilnehmern waren 29 verschiedene Nationalitäten, die sich unabhängig von der Hautfarbe, Sprache und Religionszugehörigkeit in der Kirche zusammenfanden. Im Vorfeld wurden dazu entsprechende Texte vorbereitet und Gebetsanliegen formuliert. Bei der morgendlichen, beeindruckenden Feier stand das Gleichnis vom barmherzigen Samariter im Mittelpunkt. Daraus hatten die Schüler einige Fragen vorbereitet: Wie häufig schaue ich bei Notlagen weg? Sollte ich häufiger helfen? Wie könnte ich helfen? Auf diese offenen Fragen wurden die Werke der Barmherzigkeit abgeleitet, wie Vergebung, Beleidigungen verzeihen, Fremde aufnehmen, Frieden stiften. In frei formulierten Gedanken und Anregungen für ein menschliches Miteinander in der Schule und am Arbeitsplatz konnten die jungen Leute Impulse für ihren Lebensalltag mitnehmen. Besonders ergreifend für die jungen Menschen waren auch die Gebete der Asylsuchenden, die erst kurze Zeit in Deutschland sind und sehr lebensnah und authentisch ihre ganz persönlichen Erfahrungen schildern konnten. Die verantwortlichen Religionslehrer der Schule, StD Edmund Nestmeier und StR Marco Steininger ermutigten die Jugendlichen, sich auch zukünftig für die Werte der Barmherzigkeit und Nächstenliebe einzusetzen.

  • Am 10. März traf sich die Schulfamilie des St.-Michaels-Gymnasiums um 8.00 Uhr in der kleinen Sporthalle (Theatersaal), um den „Tag der Barmherzigkeit“ mit einem Impuls zu beginnen. Im Zentrum des Tages stand das Evangelium vom „Barmherzigen Samariter“. Versucht wurde, den Text des Lukasevangeliums in einem Spiel lebensnah verständlich zu machen. Das Spiel wurde von Schülerinnen und Schülern der Klasse 6b zusammen mit den Schülern der Partner-Inklusionsklasse der St.-Notker-Schule Deggendorf (Schule für Kinder und Jugendliche mit Intensivförderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung) gestaltet. Das Spiel sollte die Zuschauer wachrütteln, dass die Botschaft des Barmherzigen Samariters auch in unserer Zeit hoch aktuell ist: eine feine Gesellschaft, die sich die Hände ungern schmutzig macht, übersieht allzu leicht die Barmherzigkeit. Da muss erst ein Asylant kommen, der nichts mehr zu verlieren hat und sich auch nicht mehr schmutzig machen kann. Es wurde aber auch der Versuch unternommen aufzuzeigen, dass Barmherzigkeit in der Bereitschaft besteht, sich beschenken zu lassen. So wurde das Spiel vom Barmherzigen Samariter in einer zweiten Fassung dahingehend geändert, dass der unter die Räuber Gefallene sich nicht helfen lassen wollte, da der Hilfsbereite ein syrischer Asylant war. „Nicht von dir! Lieber verrecke ich hier!“, lautete der Text. Barmherzigkeit erfüllt das Gebot aller Gebote: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Barmherzigkeit bedeutet aber auch die Bereitschaft, sich beschenken zu lassen ohne Ansehen der Person. Das Gebot „liebe deinen Nächsten wie sich selbst“ kennt keine Unterschiede und macht keine Unterschiede. Wer meint besser zu sein als andere, wird der letzte sein. Aus diesen beiden Sichtweisen barmherzig zu sein, kam die Weisung an alle, der Auftrag, den Jesus auch dem Gesetzeslehrer gegeben hatte: „Dann geh, und handle genauso!“ So wollte der „Tag der Barmherzigkeit“ Auftakt sein für ein Handeln im Alltag der Schülerinnen und Schüler, der Lehrerinnen und Lehrer, …, aller Beteiligten.

  • Der „Day of Mercy“ wurde an den Dr.-Johanna-Decker-Schulen in Amberg im Rahmen der alljährlichen Fastenaktion begangen. Am Donnerstag, 10.03., organisierte der Shalom-Arbeitskreis der Schule mit weiteren zahlreichen Schülerinnen den Pausenverkauf. Der Erlös kommt den vier Spendenprojekten zugute, die von der gesamten Schulgemeinschaft in den Wochen der Fastenzeit unterstützt werden: Bildungschancen für Mädchen und junge Frauen in der Gemeinde Ignacío Ellacuria in El Salvador, die Kinderhilfe Afghanistan von Dr. Reinhard Erös und ein Projekt für Kinder in Zimbabwe. Ein Teil des Erlöses geht an den Caritasverband Amberg-Sulzbach für die Unterstützung von Flüchtlingen, besonders von Kindern.

  • Die Schüler der Grundschule Hahnbach haben sich am "Day of Mercy" Gedanken zu diesem Thema gemacht. Unter der Leitung von Religionslehrerin Rita Weiß gestalteten sie Bilder zum Thema „Barmherzigkeit“

  • Der "Day of Mercy" wurde an der Grundschule Kareth zum Anlass genommen, mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 2c (K.Zweck) und 4a/g (B.Stetter, B.Seitz) ein gemeinsames Projekt zu unternehmen. Als "Werk der Barmherzigkeit" wurde das Thema "Alte, Einsame, Kranke besuchen" gewählt und ein kleines Frühlingskonzert im Kursana Seniorenheim vorbereitet. Mit fröhlichen, schwungvollen Liedern, Tänzen, bekannten Frühlingsgedichten und Flötenmusik brachten die Kinder Frühlingsfreude in das Haus und die Herzen der alten Menschen. Die Darbietungen wurden begeistert und dankbar aufgenommen. Mit einem farbenfrohen Treppenhausbild in der Grundschule Kareth hatte die AG Schulhausgestaltung schon einige Zeit vorher auf den besonderen Tag hingewiesen. Die Schüler der Klasse 2c hatten außerdem dekorative Papiertulpen und ausdrucksvolle Herz-Karten gebastelt, die am Ende des Frühlingskonzerts an die anwesenden Senioren verteilt wurden.

  • Auch die Schüler der Realschule Riedenburg haben sich an dem "Day of Mercy" Gedanken zu diesem Thema gemacht. Die Klasse 6b hat diese unter der Leitung von Religionslehrerin Gabriele Wagner zu einer Tafelcollage zusammengefasst.

  • Die Schülerinnen und Schüler des Stiftland-Gymnasiums beschäftigten sich bereits im Vorfeld sowohl im Religionsunterricht als auch in den traditionellen allwöchentlichen Morgenmeditationen der Fastenzeit mit dieser Thematik und bereiteten eine Ausstellung in der Pausenhalle für diesen Tag und darüber hinaus vor. „Barmherzigkeit“ ist auch das Thema in Ostergottesdiensten vor den Osterferien.

  • Gerne folgte die Fachschaft Katholische Religionslehre der Einladung unseres Bischofs Rudolf Voderholzer, einen Schultag lang dem Thema Barmherzigkeit einen ganz besonderen Stellenwert einzuräumen. In diesem Rahmen kamen unser Pfarrer, Herr Jeschner, und Herr Kaplan Thiermann aus Grafenwöhr an unser Gymnasium und sprachen mit Schülern aus der Unter- und Mittelstufe über dieses für unseren Glauben so wichtige Thema. Mancher Schüler suchte daraufhin das persönliche Gespräch mit den Geistlichen.

  • Wir an der Realschule Furth im Wald haben am Day of mercy in allen Religionsklassen eine Stunde zur Barmherzigkeit abgehalten, in der zum einen über barmherzige Werke und Taten von Menschen informiert wurde, zum anderen die Schüler dazu angeregt wurden, sich eigene Gedanken zu diesem Thema zu machen. Die Aufgabe bestand darin, sich Möglichkeiten im Handeln zu überlegen, um Barmherzigkeit im eigenen Alltag lebendig werden zu lassen. Die Ergebnisse dieser Unterrichtstunde können weiterhin in der Pausenhalle bestaunt werden: eine Pinnwand präsentiert die verschiedenen Ideen der Schüler zur Umsetzung der Barmherzigkeit in die eigene Lebenswelt. Außerdem können auf der Infotafel auch die im Unterricht besprochenen Werke der Barmherzigkeit von unseren Mitmenschen nachgelesen werden.

  • Einen Tag der Barmherzigkeit durften die Schüler und Lehrer des Sonderpädagogischen Förderzentrums Landshut-Land am „Day of Mercy“ erleben. Schon wochenlang vorher beschäftigten sich die Schüler mit dem sperrigen Wort „Barmherzigkeit“ in all seinen Facetten. Wo erlebt man heute barmherziges Verhalten? Wer sind die armen, die ein großzügiges Herz nötig haben? Und schließlich gibt es da ja auch noch die 7 Werke der Barmherzigkeit, die Jesus von seinen Jüngern erwartet: Hungrige speisen, Durstige tränken, Gefangene besuchen oder befreien, Fremde aufnehmen, Kranke besuchen, Tote bestatten und Trauernde trösten, Nackte bekleiden. Die kleine Umfrage unter den Eltern und Nachbarn, die manche Klassen durchführten, zeigte: darüber weiß quasi niemand was. Was auch zu erwarten war. Die Schüler der 8. und 9. Klasse lernten Menschen kennen, die sich aus christlicher Motivation oder einfacher Menschenliebe für andere einsetzen. Die Schüler waren beeindruckt, wie viele Menschen sich für gute Sachen – ehrenamtlich oder beruflich – einsetzen. Alle diese Begegnungen wurden am Day of Mercy in einer Ausstellung zusammengefasst. Und jeder, der selber barmherzig sein möchte und sich einen Vorsatz nahm, bestätigte das mit einem Fingerabdruck auf dem großen roten Herz der Barmherzigkeit. Fast alle Schüler machten gern mit!

Am 10.03.2016 fand bistumsweit der Day of Mercy statt. Alle Schulen der Diözese Regensburg waren eingeladen, sich an dieser Aktion im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit zu beteiligen. 

Einige Schulen haben uns Bilder und Berichte von ihren Aktionen zum Tag der Barmherzigkeit zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Sie machen deutlich: Es war ein Tag voller kreativer, vielfältiger Ideen, die zeigen, wie man Barmherzigkeit, wie man Glauben im Alltag leben kann.

(Hinweis der Redaktion: Album aktualisiert am 22.03.2016)

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