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Margaretenwallfahrt zum Lamberg

22.07.15   |  

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  • Nicht alle Ministranten aus Miltach sind zu Fuß auf den Lamberg geklettert. Die, die schon oben waren, warteten aber gespannt auf die vielen, die sich den Weg per pedes erpilgerten.

  • So konnten sie Bischof Rudolf im Anstieg erleben, der die Pilger eine guten Teil des Weges begleitete und den Rosenkranz vorbetete.

  • Bestens gefüllt war die Walburgakirche auf dem Lamberg, als das Pontifikalamt begann. Und trotz mancher Schweißtropfen unterwegs, war die Stimmung heiter und froh.

  • Dazu passte auch die launige Predigt. Was die Menschen bewegt, sich pilgernd auf den Weg zu machen, Berge zu erklettern, olympiaverdächtige Strecken zu meistern und dabei Rosenkranz zu beten und Marienlieder zu singen: Das war die Leitfrage.

  • Der Bischof wusste einige Gründe zu nennen. Dass man mit Leib und Seele samt aller Sinne dabei sei, das reize viele Menschen. Beten mit den Füßen, das sei konkret, fühlbar, lebensrythmisch und offen für jedermann.

  • Und Pilgern sei dem Leben nachgezeichnet. Wege zu gehen. Auf und Abs zu erleben. Spitzen überwinden und aus den Tiefen herauszukommen. Ein Ziel vor Augen zu haben, das über den Alltag hinaus weist. Und dabei Gemeinschaft zu erleben. Beim Gebet...

  • ... oder bei der wohlverdienten Brotzeit danach. Die gehört natürlich zur Wallfahrt dazu und an dem heißen Sommertag, dem der luftige Lambergwind angenehme Kühlung verschaffte, konnte man vor dem Wirtsthaus in der Sonne sitzen und sich den Gesprächen mit den Tischnachbarn überlassen.

  • Bleibt noch die Frage, warum die Miltacher zusammen mit vielen Chamerauern mitten im Sommer zu einer Kirche pilgern, die der heiligen Walburga geweiht ist, derer die Kirche am 25. Februar gedenkt, um dabei die heilige Margarethe um ihre Fürsprache zu bitten. Pfarrer Augustin Sperl (erster von links) erklärte es zu Beginn des Pontifikalamtes.

  • Margarete zählt zu den 14 Nothelfern. Seit 1800 ziehen die Miltacher um den 20. Juli, dem Margaretentag, zum Lamberg. Sie baten um Beistand und Segen für die Ernte und um Schutz vor Hagel, Blitz und Unwetter. Bei den Bauern war die Verehrung der heiligen Margarete tief verwurzelt. An ihren Gedenktag knüpfen sich viele Bauernregeln und in manchen Gegenden begann am Margaretentag die Ernte. In der Walburgakirche hängt auch ihr Bild.

  • Gefreut hat sich Bischof Rudolf, sein Patenkind auf dem Lamberg zu treffen. Natürlich gab es ein Erinnerungsfoto.

 

Am Samstag, dem 18. Juli, nahm Bischof Rudolf Voderholzer an der Margaretenwallfahrt zum Lamberg teil. Viele Menschen kamen bei strahlendem Sonnenschein zusammen, um den Glauben zu leben. Hier erhalten Sie einige Eindrücke.

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