50 Jahre Misereor - Louise Kissem Tchangai Walla berichtet über ihre Arbeit in Afrika

13.02.2008
Frau Tchangai während der Pressekonferenz in Regensburg.

(pdr) Louise Kissem Tchangai Walla ist Medizinerin und Professorin an der Universität in Lomé in Togo. Derzeit berichtet sie in verschiedenen Pfarreien und Einrichtungen im Bistum Regensburg von ihrer Arbeit als Präsidentin des INADES-Formation international, einer Einrichtung, die die ländliche Bevölkerung in zehn Ländern Afrikas mit Hilfe von Misereor unterstützt. Bei einer Pressekonferenz in Regensburg antwortete sie auf Fragen von Journalisten.

Hagen Horoba, Leiter der Arbeitsstelle Weltkirche im Bistum, stellte das Motto „Mit Zorn und Zärtlichkeit an der Seite der Armen“ vor, unter dem Misereor in diesem Jahr die 50 Jahre seines Bestehens feiert. Mit den Begriffen „Zorn“ und „Zärtlichkeit“ unterstreiche Misereor die christliche Motivation seines Engagements. Denn der „heilige Zorn“ über Ungerechtigkeit und Leiden gründe in der Liebe zum Menschen, und hier insbesondere in der Liebe zu den Armen, Entrechteten und Machtlosen, sagte Horoba.

Frau Tchangai Walla sprach von ihrer Arbeit an der Spitze von INADES-Formation. Die Einrichtung fördert die Auseinandersetzung mit Fragen der Globalisierung, mit Fragen der Einführung von genverändertem Saatgut und dessen Folgen und wirkt im Sinne des Schutzes der Biodiversität. Sie hilft seit 1962 Produzenten, eigene Wege der Vermarktung aufzubauen.

Die Präsidentin sprach von ihren bisherigen Erfahrungen im Bistum Regensburg: „Die Menschen wissen um die Notwendigkeit von Solidarität in der einen Welt. Sie sind sehr gläubig und wollen bei der Gestaltung der Wirklichkeit mitwirken.“

Frau Tchangai ist ebenfalls Präsidentin des Ausschusses „Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“, einer Unterkommission der unabhängigen nationalen Wahlbeobachter-Kommission in ihrem Heimatland Togo. Misereor war 1958 von der Deutschen Bischofskonferenz ins Leben gerufen worden. Das Werk war eine Antwort auf die Herausforderungen durch die weltweiten Nöte und Leiden der Armen.

Online Welt wieder einblenden

Onlinewelt öffnen
Onlinewelt schließen